|
AW: Gute Zeit zu sterben?
Das Osmanische Reich war faktisch schon 1875 am Ende und meldete Staatsbankrott an. Es dauerte noch einige Kriege bis Atatürk dann die türkische Republik gründete und wohlweislich den Islam ins Privatleben der Bürger verbannte. So wie heute im Iran war auch im Osmanischen Reich Politik und Religion untrennbar miteinander verflochten. Seit das Kalifat im 16ten Jahrhundert aus Kairo nach Istanbul verlegt wurde, war der türkische Sultan auch gleichzeitig Kalif und damit Oberhaupt der Muslime. Das Reich erstarrte zunehmend in der Tradition und verpasste die Moderne. Andere Länder zogen an der Türkei vorbei und nahmen immer mehr Einfluss auf das im Niedergang befindliche Osmanische Reich. Besonders England dehnte seinen Einfluss immer stärker aus und drängte in die Regionen, aus denen sich die Türken zurückzogen. Besonders in der arabischen Welt spielte England die Araber gegen die Türken aus. Auch auf Zypern hat GB bis heute einen Militärstützpunkt.
Aber um auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Für die Türken spielt der Papst keine Rolle. Die Emotionen kochen aber hoch, wenn es zu solchen Äußerungen kommt wie sie der Papst im letzten Jahr tätigte. Die Situation der Christen in der heutigen Türkei ist sehr problematisch. Der Staat tut alles um die Christen am Ausleben ihrer Religion zu hindern. Kirchen werden nicht gebaut und die Griechen dürfen in der Türkei keinen Priester ausbilden. Der italienische Priester, der vor einiger Zeit in der Türkei ermordet wurde, berichtet vorher vom ungebührlichen Verhalten vieler junger Männer in der Region. Sie würden in die Kirche kommen und dort den Boden bespucken oder ihn bedrohen. Die Türken hegen ein tiefes Mißtrauen gegen die Christen. Es ist ihnen auch verboten den christlichen Glauben in der Türkei zu verbreiten. Während man über jeden Christen jubelt der zum Islam konvertiert, ist jeder Muslim der Christ werden will, des Todes
|