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Alt 25.04.2006, 00:10
Anouk
 
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Belegbare Theorien? Ach Gott... na jut! Liebe ist (nicht nur, aber auch): Projektion. In einem anderen die Eigenschaften sehen oder vermuten, die man an sich selbst vermisst.
Nein, das ist keine Liebe. Das ist Verliebtheit.
Also nochmal: und nun sehr persönlich: Liebe bedeutet, einen anderen Menschen in Kenntnis seines Andersseins nicht umerziehen oder umformen zu wollen, sondern einfach ihn selbst sein zu lassen. Liebe bedeutet, im richtigen Moment NEIN zu sagen, ihm notfalls in den Arm zu fallen oder den Mut zu haben, ihm die Augen zu öffnen, wenn er im Begriff ist, eine große Dummheit zu begehen. Liebe bedeutet, im richtigen Moment JA zu sagen, wenn er im Begriff ist, etwas zu tun, was ihn in seiner persönlichen Entwicklung voranbringt (und wenn das im äußersten Fall heißt, sich zu trennen...)

Liebe heißt, nicht nur EINEN, sondern stellvertretend durch ihn ALLE Menschen zu lieben, wie kleingeistig, beschränkt oder wankelmütig sie auch immer sein mögen. Liebe ist vor allem Demut, Hingabe, aber auch Stolz und Abgrenzung zugleich. Das Eine für den Anderen, das Andere für sich selbst. Ein Akt der Balance, immer. Und immer ohne Netz. -

Oder ganz einfach: am Meer spazierengehen, barfuß, die Zehen in den Sand graben, einfache Geschichten erzählen, verrückte Spaghetti-Rezepte erfinden, schweigen, gemeinsam lesen, graue Haare zählen; lachen, über alles Verlorene und alles, was kommen mag.
Nein, das ist nicht nur Liebe... Das ist Glück!

Liebe ist, was man für andere tut, ohne an sich selbst zu denken. Ja. Vielleicht ungefähr so.

Anouk

Geändert von Anouk (25.04.2006 um 00:13 Uhr).
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