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Alt 31.07.2007, 13:07
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AW: Warum einfacher in der Türkei als in Deutschland

während meiner uni-zeit waren die frauen eher im mittelbau untergebracht.
die professorinnen, die mir bekannt sind, haben sich relativ bewußt für eine karriere und gegen familie entschieden - beides schien nicht machbar.

ich sehe dafür folgende gründe (gilt für die geisteswissenschaften): es dauert hier in deutschland ziemlich lange( mit promotion und habilitation), bevor man endlich seine professur hat. und bis es dann soweit ist, führt man ein ziemliches nomadenleben. tourt seinem doktorvater hinterher, von münchen nach kiel und wieder zurück nach stuttgardt, hält diverse (im besten falle unbezahlte) seminare, fungiert in vielen fällen als privatsekretärin des doktorvaters.

daneben eine familie zu haben, ist hier in deutschland schlecht machbar. großfamilien existieren selten, eltern arbeiten in den meisten fällen noch, betreuungsmöglichkeiten (flexible) sind rar gesät.

man tanzt auf so vielen hochzeiten gleichzeitig, dass viele frauen meines umfeldes schon auf halbem weg das handtuch schmissen.

hinzu kommt, dass die oberen sphären der geisteswissenschaften reine männerdomänen sind... nö, es wäre jetzt falsch zu behaupten,dass da nur eingefleischte frauenhasser sind... dem ist nicht so...

aber im zweifelsfalle (so war es bei meinen professoren) waren sie gar nicht so auf weibliche professoren erpicht, da diese eh nur ein störfaktor beim allwöchentlichen sauerkraut- und biertreffen wären. schnöde, aber wahr...
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