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Alt 10.12.2007, 23:03
Genevieve
 
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AW: DOC ASKIM oder: das Tagebuch einer ziemlich verrückten Woche

Freitag, 30. November

Traumlos geschlafen bis mich Doc Askim mit folgender Hiobsbotschaft aus meinem frühmorgendlichen Tran riss: Verwandte sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Meine Frau und ich müssen zur Beerdigung.
Moment, das war ein blöder Witz gerade, ein Spuk, oder? Die dümmste Askim-Ausrede aller Zeiten…Zuerst schoss mir ins Hirn: der kann sich doch nicht loseisen und konstruiert eine Geschichte. Aber nun, erst mal wach werden, verdauen, dann Fernseher an. Wenn das stimmt, muss was kommen. Ok, Flugzeugabsturz bei Isparta. Jetzt die Frage: was sollte ich tun? In so einem Fall konfrontierte man die Ehefrau nicht mit einer anderen. Was auch immer das mit uns war, ich hatte vollstes Verständnis, die Frau hatte schließlich ihre Schwester verloren. Sollte ich versuchen, schnellstmöglich nach Deutschland zurückzukehren? So eine Katastrophe ändert viel, da müssen persönliche Interessen zurückstehen. Also SMS geschickt und um weitere Anweisungen gebeten. Ich wollte nicht aufdringlich sein. Ich wollte lediglich wissen, was das Beste in der Situation war. Mal schauen, was das örtliche Büro von Turkish Airlines zu einer Umbuchung zu sagen hatte.
Drückte mich den Nachmittag also wieder halblebig in Bursa rum und war mittlerweile mit jedem Gebäude und jedem Museum per Du. Keine Nachricht.
Quakte mit Marion, ra-sim und Lafebesi über msn, wurde irgendwie immer verzweifelter. Ich hatte einfach ein superdoofes Gefühl. Schließlich wurde Burhan aktiviert. Der kam auch prompt mit seinem Kollegen vorbei. Wir killten an der Rezeption die erste Weinflasche, Männchen war nicht da, aber das würde mit Sicherheit prompt bei ihm landen, ayip-Konto freute sich. Ich schilderte die etwas pikante Situation. Klar war, dass das alles nicht so schnell gehen würde mit den Formalitäten in Isparta. Wir vereinbarten, dass ich längstens bis Sonntag warten sollte, würde sich bis dahin nichts tun, würde ich meine Zelte abbrechen. Ebenfalls eine Option war, dass Burhan unter einem Vorwand anrufen würde. Ich konnte es schlecht, denn mit mir würde Doc Askim Englisch sprechen müssen. Die Sache würde also zwangsläufig auffliegen. Burhan machte aber auch deutlich, dass ihm das alles nicht ganz koscher vorkam. Es gab einfach zu viele Ungereimtheiten. Danach kurze Stippvisite in Bursas Nachtleben, das war doch mal was, endlich nen Abend nicht doof im Hotel rumsitzen. War kurz, aber lustig, denn Burhan und Kollege mussten am nächsten Tag früh raus. Burhan wollte ein paar Erkundigungen über Doc Askim einziehen. Man verabredet sich zum msn, das WLAN auf dem Zimmer funzte mal wieder nicht, aber der Hotel-PC in der Lobby war einsatzbereit. Bis Burhan on ging, setzte ich schnell die lieben tt-ler in Kenntnis. Auf einmal quatschte mich jemand von der Seite auf Türkisch an…



so, und jetzt geh ich mal eine rauchen....
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