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Alt 10.12.2007, 23:24
Genevieve
 
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AW: DOC ASKIM oder: das Tagebuch einer ziemlich verrückten Woche

Dienstag, 4. Dezember

Ziemlich windig heute draußen. Fragte meinen Retter gestern Abend noch, ob er nicht den Moment verfluche, an dem er mich verrücktes Huhn wegen dem WLAN angequatscht habe.
Nun denn, als Auskunft erhielt ich, gewöhnliche Menschen würden ihn langweilen…

Ansonsten passierte heute nicht so viel, oder eben doch, wie man es nimmt. Es war sehr gemütlich und sehr schön. Einen neuen Haarschnitt habe ich obendrein und meine heiß geliebten Bamya habe ich auch zum Abendessen bekommen.
Von Doc Askim habe ich nichts gehört. Und das ist gut so.


Mittwoch, 5. Dezember

Die kurze Fahrt zum Flughafen, es ratterte eine SMS von Doc Askim rein: „Wenn du erlaubst, möchte ich dir eine gute Heimreise wünschen.“ Das beantwortete mir die Frage nach einem Überraschungsbesuch am Flughafen.
Abschiede sind nie schön, aber ich wusste, dass er nur für kurze Zeit sein würde. Mit einem lachenden und weinenden Auge verließ ich diesmal die Türkei. Lachend, weil mir mein Bauch mir sagte, dass am Ende doch immer noch alles gut wird. Und weinend, weil ich dieses Land so sehr liebe und mir einfach wünsche, bald wieder hinzufahren.
Wieder in Deutschland, gar nicht so kaltes Wetter wie erwartet, dafür die Temperatur in den Herzen deutlich niedriger. Ich schleife meinen Koffer von der S- Bahn- Station zum Stuttgarter Hauptbahnhof hoch. Wer bietet Hilfe an? Ein türkischer Mann. Ich lächele, sage „cok tesekkür ederim“, ernte ungläubiges Staunen, suche mein Gleis auf der Anzeigetafel. Die ursprünglich anvisierte Verbindung fällt aus, Personenschaden. Laufe schließlich bei meiner Freundin in Heidelberg ein, wo ich morgen Proben habe. Eine Flasche Wein wird geköpft, sie sagt nur immer wieder „Mann, das ist ein echter Film!“. Später liege ich auf dem Bett im Gästezimmer, das Handy klingelt. Ich lege später mit einem ganz warmen Gefühl auf. Die paar Tage bekomme ich irgendwie rum…
Und aus einem weiteren Grund habe ich ebenfalls gute Gedanken: unter uns tt-lern gibt es großartige Menschen, Yunus Emres Wort „Lasst uns Bekanntschaft schließen. Lasst die Dinger schlichter fließen. Lasst uns in Liebe leben. Niemand überlebt die Welt.“ ist nicht nur ein dekorativer Spruch auf einer Website.

Deshalb Danke an
Burhan, Lafebesi, Ra-Sim, Marion, Aylin-Deniz und an all die anderen….
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