bonjour alkim
interessant, Deine story! hochinteressant sogar...
umziehen nach der einschulung ist schwer.
das land wechseln nach der einschulung ist halsbrecherig für das kind...
ich habe es gemacht, mit der ältesten tochter. es war eindeutig falsch.
wir sind nicht wegen der schule aus dem ausland zurück: im anderen land war die schule ok!
zu hause war die schule EXTREM schlecht! durchschnitt der klasse in der 4. klasse, 4,5! eine klasse ohne ausländer, ohne bösen türken noch sonst was...
aber solche schulen gibt es überall. deshalb behaupte ich fresch: auch in der türkei
wenn Deine tochter Deine pläne und Deine ablehnende einstellung zum deutschen schulsystem kennt, wird sie sich kaum bessern!
gibt es nicht eine parallelklasse?
hast Du nur mit der logopädin aber nicht mit der schulleiterin / dem schulleiter gesprochen? warum?
du sagst selbst, dass diese schule mit einem guten ruf bekannt ist!
soll man eine extra-schule speziell für Deine tochter bauen?
woher kommt die angespannte stimmung zwischen dir und deiner tochter, die man in den wenigen zeilen, die du geschrieben hast, glaubt zu erkennen?
ich sehe, dass du deutsch mit fehlern schreibst. ich gehe davon aus, dass du aber hier aufgewachsen bist. schreibst du absichtlich mit fehlern ("körber") oder ist ein echtes problem für Dich? kann es sein, dass Deine tochter darunter leidet?
meine älteste tochter wollte partout keine zwei sprachen sprechen. sie wollte keine "ausländerle" (in schwaben) sein, und die erkennt man daran, dass sie deutsch falsch sprechen, und eine andere zusätzliche sprache benützen.
sie wollte nur ein ganz
gewöhnliches in deutschland aufwachsendes kind sein
und nur exakt das tun, was andere kinder hier machen! um gottes willen, absolut gar nichts mehr...
Du, dagegen, stehst scheinbar auf dem kriegsfuss mit Deiner umwelt und ernährer. glaubst Du, dass kinder das nicht wahrnehmen? könnte es sein, dass Deine tochter angst um ihre zukunft hat? mag sein, dass die türkei für Dich wie himmel auf erde erscheint. aber sieht das Deine tochter auch so?
meine 2 anderen kinder sind in einer schule aufgewachsen, die direkt gegenüber dem "übergangsheim" in der stadtmitte steht. wer nicht türke (wir hatten einen türkischen lehrer für den türkischen anteil der schule) war, war meisten eher russe oder zigeuner als deutscher.
es gab trotzdem gar kein drama, ja sogar gar keine schwierigkeit: 9 jahre später standen exakt diejenigen auf der bühne im gymnasium bei der abifeier, die von den grundschullehrer vorhergesagt worden waren. von einer klasse waren sogar 5 aus dieser klasse der "schlechten schule" unter der einser-abiturienten
in dieser grundschule habe ich mich ein bischen in die türkischen welt in der tat "verliebt", weil alles so friedlich und selbstverständlich ablief. vorher kannte ich die türken fast gar nicht (nur zwei einzelpersonen, eine türkin und lange davor eine armenerin, beide bei der arbeit)... nur schade, dass viel zu wenig der kleinen türken ins gymnasium gingen.
dass die meisten nicht ins gymnasium gehen konnten hängt direkt damit zusammen, dass sie sich gar nicht bemühten, sich den deutschen lebensgewohnheiten anzunähern. das merkt man sofort, wenn man mit ihnen im engen kontakt gerät
eine schulfreundin unserer tochter war eine kleine türkin. wir wohnten beide in der nähe voneinander, und der weg zur schule war ziemlich lang und ausserdem einsam. beide familien waren ganz offensichtlich daran interessiert, dass die kleinen mädchen gemeinsam zur schule gehen, wenn die zeiten passend waren (sie waren nicht in der gleichen klasse). so waren sie auch in der freizeit oft zusammen. unsere tochter in der türkischen familie, die kleine türkin bei uns. wir wissen daher ganz sicher, welche sprache in der familie gesprochen wurde, ob viel ferngesehen wurde oder nicht. ich nehme an, dass die eltern der freundin auch viel von uns wissen. sie wissen aber sicher nicht, wie oft im sommer der planschbecken bei uns aufgebaut war (immer!), denn die kleine türkin besass keinen badeanzug und ist den weg des leichten widerstandes gegangen: nicht fragen, baden! den anzug hätte sie nie bekommen sondern dafür einen badeverbot...
alkim, an Deiner stelle bei Deiner einstellung wäre ich vor der einschulung nach der türkei gezogen. vermutlich hast du da einen fehler gemacht, nicht das kind, und nicht unbedingt die schule!
sprich mit der schule! motiviere dein kind! wenn ihr selbstvertrauen fehlt, lasse ihr etwas lernen, was ihr vertrauen gibt, was sie stärkt, ausserhalb der schule. mädchen, die es dürfen, sind oft extrem leistungsfähig! in unserer stadt sprang nur ein kind vom 15 m brett ins schwimmbad runter, ein ganz zierliches 7-jähriges mädchen. ein anderes zierliches mädchen aus der einwanderung (portugiesin) war absolute judomeisterin, landesweit, nicht nur in unserer stadt.
salut