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Alt 19.12.2007, 21:57
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AW: Mysteriöse Sache

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Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
Tut sie es denn nicht?

Ja und Nein.
Angenommen man sagt jemandem das durchschnittliche Leukämierisiko in Deutschland, den deutschen Maximalwert und einen lokalen Wert und dieser Jemand sollte entscheiden, ob ein AKW in Nähe zum Messort ist. Die Nähe soll dabei durch die größten Radien bestimmt sein, bei denen die Studie signifikante Erhöhungen des Risikos festgestellt hat. Mit Kenntnis dieser Studie könnte der Probant tatsächlich seine Trefferquote erhöhen. Er liegt aber auch nicht immer richtig.

Das Problem ist, dass die Studie die AKW-Standorte als gegeben nimmt, Kreise herum zieht und das Leukämierisiko darin mit dem Durchschnitt vergleicht. All das bei relativ wenigen Laukämiefällen und großen Radien. Ungeklärt bleibt erstens der positive Abstandstrend, nämlich ob unterdurchschnittliches Risiko mit maximaler Entfernung zum AKW einhergeht. Zweitens die Frage, wie weit das Ergebnis der Studie von dem anderer Vergleichsstudien abweicht, die an einer virtuellen Karte mit nach denselben Maßstäben zufällig verteilten Leukämiezentren und AKWs durchzuführen wären. Drittens, inwiefern die real nicht-zufällige Verteilung von Leukämiefällen und AKWs in anderen Zusammenhängen, z.B. den geologischen Voraussetzungen, stehen könnten.
Im Fernsehen habe ich aufgeschnappt, dass der Anstieg erst im 50-km-Kreis signifikant ist und relativ dazu in der unmittelbaren Nähe das Risiko geringer wird. Konnte ich noch nicht nachprüfen, aber das würde in Widerspruch zu normalen Strahlenschäden stehen und für Radien kleiner als 50 km die Messraumvergrößerung zumindest als Teilursache einer Fallhäufung ausweisen. Ein deutlicher Hinweis, das Leukämiezentren eingerechnet wurden, in denen kein AKW liegt.
Außerdem ist Deutschland relativ klein für so eine Untersuchung. Solange es keine gemeinschaftlich erstellte, internationale Vergleichsmöglichkeit gibt, bleibt das die immer neue Interpretation einer vielleicht zufälligen Gegebenheit.
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