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Alt 01.01.2008, 03:56
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AW: Evolutionstheorie?

Hallo Ottoman,

Lebenszusammenhänge werden immer wieder neu definiert, ohne zwangsläufig als falsch und konstruiert enden zu müssen.
Deiner Aussage stimme ich grundsätzlich zu und widerspreche ihr auch nicht damit, wenn ich andererseits die Evolutionstheorie aufgrund der tatsächlich vorliegenden Indizien für falsch und "konstruiert" halte, ebenso wie die (religiös motivierte) Theorie, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums.

Hypothesen zur Form der Erde gab es bereits vor Christi Geburt. Die Annahme, die Erde wäre eine Kugel war sogar richtig. Jedenfalls wechselte dieses Modell über die Jahrhunderte. Ohne die Kirche hätte sich vermutlich das Kugelmodell und die Tatsache, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist schneller durchgesetzt.
Auch hier meine Zustimmung


Aber sicher nicht des wiederlegens willen gegenüber der Kirche sondern
basierend auf erstellten Modellen und aktuellem Wissen.
Nicht nur, denke ich: die Wissenschaft ist eine Lobby, die eng mit Politik und Wirtschaft verknüpft ist. Ohne allzusehr in die Wissenschaftskritik abzugleiten, möchte ich an dieser Stelle bemerken:
Im Wissenschaftsbetrieb geht es nicht nur um selbstlose Erkenntnis.
Es geht ebenso um Geld, Macht, Einfluss, Selbstbestätigung und im Zusammenhang damit um die Verteidigung eines bestimmten "wissenschaftlichen" Weltbildes, dass (vorgeblich) auf Wissen beruht, im Gegensatz zu den Weltbildern, die (vorgeblich) auf Glauben beruhen. Die Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaft ist schliesslich wertfrei, d. h. sie ist jenseits von "Gut und Böse" sofern sie vorgibt, die Wirklichkeit zu beschreiben, wie sie (vorgeblich) tätsächlich ist.
Die Vorstellung, dass hinter dem Bauplan der Lebewesen und ihrer Entwicklung etwas anderes steckt, als zufällige bio- chemische Veränderung der Genstruktur aufgrund Strahlung oder anderer Einflüsse, ist vielen Vertretern dieser Lobby mit Sicherheit ein Dorn im Auge. Ich glaube sogar, diesbezüglich besteht ein grosses Angstpotential in weiten Teilen der Gesellschaft.



Es gibt Thesen wonach das zu vererbende Erbgut tatsächlich beeinflußt wird. Darauf möchte ich aber nicht eingehen. Nicht nur die Gene sind wichtig sondern die "Schlater", die gewisse Gene aktivieren und deaktivieren. Somit kann das gleiche Gen völlig unterschiedlich betrachtet werden.
Hierzu kann ich mich in Ermangelung entsprechender Sachkenntnis nicht äussern.



Menschen mit Erkrankungen wie: Sichelzellenanämie, ausgelöst durch Mutation ergeben auch keine neue Art. Albinismus ist ebenfalls eine Mutation. Es folgt nicht zwingend, dass es von genetischen Übergangsformen so wimmeln muss. Immerhin heißt Mutation auch die Veränderung eines bisher erfolgreichen Bauplans. Dieser Bauplan muss
geschützt werden, denn Mutation heißt: Veränderungen des Erbguts. Ständige Mutationen würden das Ende der Menschheit bedeuten. Das richtige Verhältnis machts aus!
Ich unterscheide zwischen etablierten Übergangsformen, die eine (neue) Spezies repräsentieren und nicht etablierten, die lediglich Abweichungen vom genetischen Erbgut einer Spezies aufweisen. Die genetischen Abweichler müssten bei hoher Mutationsrate die genetisch Etablierten bei weitem überwiegen.
Dennoch finde ich Deine Beispiele für mutationsbedingte genetische Abweichungen interessant: es sind (wie übrigens auch bei alterali) idR Krankheiten.
Rein statistisch müsste das Leben mutationsbedingt eher zugrunde gehen, anstatt immer neue Arten hervorzubringen. Dem wäre wohl auch so- gäbe es nicht das Prinzip der Selektion.



Weshalb haben wir eigentlich als Embryo Kiemen? Es gibt viele Tiere mit zurückgebildeten Gliedern. Da fällt mir die Schlange dazu ein. Weshalb kann man sie auf dem Röntgenbild sehen. Eine Funktion werde sie wohl gehabt haben.
Das gesamte genetische Material aller Lebewesen weist überwiegend Gemeinsamkeiten auf. Aus der Sicht eines Ausserirdischen sind wir uns alle ziehmlich ähnlich.


Diese Zahlen benutzt Du als ein Faktum wogegen Du die anderen wissenschaftlichen Ergebnisse anzweifelst.
Zweifelte man bereits an der Zeitbestimmung paläontologischer Funde (solche Stimmen gibt es übrigens auch), verlöre die heute gelehrte Evolutionstheorie ihr Gerüst, weil die Funddatierungen für die Entwicklungslinien des heute bekannten Lebensbaumes schlichtweg Voraussetzung sind.
Soweit würde ich nicht gehen.
Anhand der Häufigkeit der Funde auf das quantitative Artvorkommen im Zeitenlauf zu schliessen, macht Sinn.
Die daraus gefolgerten evolutionstheoretischen Zusammenhänge wollen sich mir aus den genannten Gründen dennoch nicht erschliessen.
Vielleicht reichen 100 Mio. Jahre für die Vielfalt aus.
Zieht man nur die Komplexität im Aufbau wie im Zusammenspiel der Organe oder des Nervensystems in Betracht, scheint mir diese Vorstellung abwegig. Berücksichtigt man, das die wenigsten Mutationen zu einer positiven Variation des genetischen Bauplans führen, dürften dazu selbst mehrere Milliarden Jahre nicht ausreichend sein, wenn es denn überhaupt möglich ist.



Kann die Übergangsform nicht erst dann als erkannt werden, wenn das "Ziel" bekannt ist. Vielleicht sind wir sogar Menschen eine Übergangsform.
Wie gesagt, genetisch gesehen gibt es im Verhältnis aller Lebewesen zueinander nur Abweichende Arten, die Frage ist allein, ob sich die Abweichler im Rahmen der Vererbung und Selektion behaupten (etablieren) oder nicht.




Natürlich stellt sich nun für mich die Frage welche Evolutionstheorie Du verfolgst?
Eine alternative eigene Theorie kann ich Dir leider nicht anbieten. Ich könnte hierzu ein paar Vermutungen äussern, aber das hiesse: Im Trüben fischen. Das lasse ich lieber!

VG
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