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beitrag 1
In der Türkei hatte ich keine Chance,
Geld zu verdienen und meine Familie durch zu bringen,
nach langem Überlegen und mit mir Ringen,
habe ich mich entschieden nach Deutschland zu gehen,
dachte du wirst dort schon einen Weg sehen,
den du gehen kannst und eine Arbeit finden,
habe geschuftet hier in diesem Land,
Tag und Nacht,
Arbeiten gemacht,
die die Deutschen nicht anrühren würden.
Es war ein Elend und doch war ich mir nicht zu fein,
hin und wieder fühlte ich mich allein,
war doch nur der Ausländer über den man lacht,
und mit dem man keine Gemeinsamkeit festmacht.
Irgendwann hab ich mich arrangiert, hatte wohl kapiert,
dass ich hier nur der Packesel bin,
also haben nur Türken mich umgeben,
das war fast so wie mein altes Leben.
Oft findet ihr Deutschen wir sind zu sehr im Bann,
von einer Religion, die eurer Meinung nach nur einschränken kann.
Und wir leben auch mit Vorurteilen, die schon in den Köpfen
unserer Ahnen verweilten.
Im Grunde um ehrlich zu sein, spreche ich es auch nicht aus,
wünsch ich mir kein Leben in Sauss und Braus,
ich wünsche mir nur, dass ihr seht,
dass ich auch den Boden bepflanzt habe, auf dem ihr nun lebt.
Dass ich dazu gehöre mit meiner Geschichte
und euch nicht verachte oder vernichte.
Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Kindeskinder
eines Tages einen anderen Weg gehen,
einen der von Gemeinsamkeiten geprägt,
und mit Achtung und Werten füreinander versehen ist,
ich hab es ehrlich damals vermisst.
Doch nun nenn ich es auch meine Heimat euer Land,
und ich hoffe wir gehen eines Tages Hand in Hand.
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