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AW: nervige zeiten
Für mich klingt das alles gar nicht so unnormal. Ich wundere mich zwar gelegentlich darüber, dass bei fünf Millionen Arbeitslosen in diesem Land offenbar trotzdem alle Verrückten einen Job haben, aber so ist das halt.
Erst einmal solltest du dir überlegen, was wirklich einen Aufreger wert ist. Die Hose? Auf keinen Fall. Auch ihre Erzählungen über Weight Watcher und Garten solltest du einfach überhören, möglichst auch ohne Beschleunigung des Herzschlags.
Dass sie ihre Arbeit nicht erledigt, ist einen Aufreger wert - den einzigen übrigens, wie ich finde. Ist denn auch wirklich unzweifelhaft geklärt, dass sie tun muss, was du ihr gibst? Wenn ja: Gib ihr was (damit darfst du auf keinen Fall aufhören), setz ihr eine Frist, bis wann das erledigt sein muss. Und zwar am besten nicht mit "Bitte würden Sie..." sondern mit "Machen Sie mir das bis ... fertig". Ich weiß, dass sich das furchtbar anhört, aber ich musste daas auch ziemlich bitter lernen. Noch besser, falls das geht: Leg ihr die Arbeit auf den Tisch, wenn sie nicht da ist, mit einem Zettel "Bitte bis ... erledigen."
Eine andere Möglichkeit wäre, das direkte Gespräch zu suchen. Ihre Hose und ihre ausufernden Erzählungen sollten dabei aber kein Thema sein, sondern nur die Arbeit.
Falls die Kompetenzen nicht eindeutig geklärt sind, solltest du euren Vorgesetzten darum bitten, das in einem gemeinsamen Gespräch zu tun.
Dass du dich schon von solchen peanuts demotiviert fühlst, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen. Auf jeden Fall wird es aber deine Kollegin in ihrer Ansicht bestätigen, dass du noch "zu jung" bist, um Verantwortung zu tragen.
Liebe Grüße
Andrea
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