Tausende nahmen an den Castings für die vierte Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ teil. Was den Zuschauern bisher verschwiegen wurde: Bevor ein Kandidat überhaupt vor die Jury mit Dieter Bohlen, Anja Lukaseder und Heinz Henn treten darf, muss er ein sogenanntes Pre-Casting (das Casting vor dem Casting) bestehen. Doch da geht es oft nicht um Stimme – es werden bewusst Kandidaten weitergeschickt, die kaum einen Ton treffen, an denen sich die Jury aber mit gemeinen Sprüchen austoben kann.
So ging es auch der nicht ganz schlanken Nicole (22). Die Vor-Jury lobte ausdrücklich ihren Gesang und ließ sie vor Bohlen und Co.
singen. „Weil ich Angst hatte, dass sich da über mich lustig gemacht werden soll, weil ich ja ein bisschen runder bin, habe ich noch mal nachgefragt. Die Pre-Caster sagten: ‚Nee, wirklich, deine Stimme finden wir super‘“, so die 22-jährige Verkäuferin. Als ihr Auftritt gesendet wurde, ließ RTL das Bild wackeln, als ob ein Elefant über die Bühne liefe, und Bohlen knallte ihr um die Ohren: „Wenn man scheiße singt, verstehe ich nicht, wieso man ins Show-
geschäft will.“ Davor hatte er sich noch über ihr Äußeres lustig gemacht.
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