
04.03.2008, 09:40
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TT-Schreck
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AW: Pamuks "Schnee" auf der Bühne
Der Tschador brennt. Schlagartig verstummt das Publikum. Auf der Bühne steht die Schauspielerin Funda Eser wie verloren. Feuerzeug und Benzinkanister hält sie noch in der Hand. Nichts ist zu hören außer dem Atem der Flammen. Plötzlich zerreißen Schreie die gespannte Stille. „Tod den Gottlosen! Allah ist groß!“, skandieren die religiösen Fanatiker von den hinteren Sitzreihen. Mit Messern bewaffnet stürmen die jungen Männer die Bühne des kleinen Volkstheaters. Dann rattern Kalaschnikows. Holz splittert. Das Militär feuert wahllos in die Menge. Menschen schreien. Tote Körper sacken zurück in die Sitze neben ihm. Doch der Dichter Ka fürchtet nur, er könne die Gedichtzeile vergessen, die ihm gerade eingefallen war.
Angst vor schleichender Islamisierung
Der Roman „Schnee“ des türkischen Autoren Orhan Pamuk, der 2006 den Literaturnobelpreis erhielt, zeigt den blutigen Kampf zwischen Religion und Staat am Beispiel der nordostanatolischen Grenzstadt Kars. Dieser politische Mikrokosmos, den Regisseur Lars-Ole Walburg jetzt erstmals für ein Theater inszenierte, war nie aktueller als heute. Denn die Aufhebung des Kopftuchverbots in der Türkei Anfang Februar hat die Furcht vieler westlicher Türken vor einer schleichenden Islamisierung ihres Landes wieder angefacht.
der ganze text hier:
http://www.focus.de/kultur/kunst/the...id_263477.html
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