Ihr Leidensweg hat die ganze Welt erschüttert. Die an einem entstellenden und unheilbaren Krebsgeschwür erkrankte Französin Chantal Sébire ist tot. Die Leiche der 52-Jährigen sei in ihrer Wohnung im burgundischen Plombières-les-Dijon gefunden worden, berichtete der Radiosender France Info. Die Todesursache war zunächst unklar.
Erst am Montag war ein Antrag der früheren Lehrerin auf aktive Sterbehilfe von einem Gericht in Dijon abgelehnt worden.

Chantal Sébire († 52) – ein tödlicher Tumor entstellte die Französin, verursachte höllische Schmerzen. Ihr Gesuch nach Sterbehilfe wurde aber abgelehnt
Foto: AFP
Der Leidensweg der Mutter dreier erwachsener Kinder hat in den vergangenen Wochen die französische Öffentlichkeit schwer erschüttert und die Regierung gespalten. Acht Jahre lang hatte Sébire gegen den äußerst schmerzhaften Tumor mitten im Gesicht gekämpft. Auch keine Chemotherapie konnte die bösartige Wucherung stoppen, die ihr Gesicht fast völlig entstellt hatte.
Das seltene Esthesioneuroblastom in der Rinne der Geruchsnerven zerstörte ihr den Geschmacks- und Geruchssinn und führte schließlich zu ihrer Erblindung. Fernsehbilder zeigten sie zuletzt abgemagert, aber mutig und gefasst.
Sébire hatte beantragt, „in Würde sterben“ zu dürfen und vom Gericht eine Genehmigung für ihren Arzt gefordert, ihr eine tödliche Medikamenten-Dosis zu verabreichen. Eine Flucht nach Belgien, in die Schweiz oder die Niederlande, wo aktive Sterbehilfe nicht bestraft wird, lehnte sie ab. „Ich will in meinem eigenen Bett sterben“, sagte sie.
Quelle und weiter:
http://www.bild.de/BILD/news/vermisc...o=4066996.html