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Alt 22.03.2008, 13:09
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AW: Blutiger Aufstand in Tibet

Zitat:
Zitat von marion44 Beitrag anzeigen
also ich wäre für einen totales wirtschaftsembargo...
Das wäre praktisch gar nicht mehr möglich, weil dann viele Branchen - vor allem die Spielzeug- und Elektronikindustrie - weltweit einbrechen würden. Die Rohstoff- und Energiepreise würden in den Keller rutschen. Es würde hunderte Millionen Existenzen bedrohen und dem Weltfrieden bestimmt nicht förderlich sein.

Zitat:
Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
Wie heuchlerisch viele "Vorzeigeländer" sind wird augenblicklich sehr deutlich.
Es reichte nur ein unvoreingenommener Blick, um zu erkenne, dass China kein Vorzeigeland ist und die nächsten 30 Jahre nicht sein wird.
Dass jetzt offenbar wird, dass sich die Politik des Westens verschätzt hat, hat meines Erachtens zwei Gründe.

Erstens hechelt die Außenpolitik heute ausschließlich und ohne eigenes Profil den Bedürfnissen der Wirtschaft hinterher. In der Wirtschaft regiert derzeit bekanntlich die Gier, welche rationale Überlegungen durch Leichtsinn und Kurzsichtigkeit ersetzt. Solange man nur zwei Quartalsberichte voraus denkt, mag es sinnvoll erscheinen, hoch sensible Fertigungsstätten nach China zu verlagern. Dass man damit milliardenschwere Technologien, die schon hierzulande Ziel massiver asiatischer Spionage sind, nicht nur exportiert sondern definitiv an Konkurrenten abgibt, wird nur unzureichend bedacht. Neben den Lohnerwartungen eine von vielen strukturellen Fehlplanungen, der die Politik bereitwillig Glauben schenkt.

Zweitens findet die Beurteilung der Entwicklungszustände mit Vorliebe nach den Maßstäben westlichen Lebensstils, den "Komfortoptionen" einer Infrastruktur, statt. Eine handvoll Hochhäuser zählt mehr als das politische System, eine gut geteerte Straße mehr als soziale Standards. Es herrscht ein "Es-geht-doch"-Pragmatismus, der fundamentale gesellschaftliche Defizite mit moderner Technisierung aufwiegen möchte.
Das OLPC-Projekt verkörpert beispielhaft dieses Denken der Industriestaaten. Der Laptop als Botschafter der westlichen Zivilisation.
In Afrika ist die Abdeckung mit Mobilfunk-Empfang im kontinentalen Durchschnitt weiter entwickelt als die Wasserversorgung. Nebenbei auch ein bequemer Weg, die Ausgaben für "Entwicklungshilfe" über Siemens und andere Firmen wieder nach Deutschland zurück zu leiten.
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