Von Liebe, Schönheit & Schicksal Teil 1
Liebe Freunde dieses Forums,
manchmal steht man sich selbst im Weg
Manchmal aber auch, ist Einem der Weg (noch) versperrt, obwohl man glaubt,
für diesen bereit zu sein. Ja, man sich danach sehnt, ihn zu gehen.
Oder noch besser beschrieben, es zeigt sich der Horizont in schönsten Farben, zum greifen nah. Man glaubt nur noch drei Schritte setzen zu brauchen. Doch nach dem 2. Schritt, verschwindet das Bild am Weltenende und es gibt keine Brücke und keinen fliegenden Teppich um das Ziel zu erreichen.
Manch eine Leserin mag jetzt leicht an Hochzeit denken...
Oder an eine verloren gegangene Liebe...
Und sie ist dann dem Inhalt dieser Zeilen gar nicht so entfernt...
Ich spreche in Rätseln? – Gut, ich will es aufklären:
Wie ich in meinem – Nasil Sin – ausführte, war es bei all meinen Erfahrungen letztlich eine Dame türkischer Herkunft, die mein Herz nicht nur öffnete, sondern so sehr öffnete, dass es sich seither auf die erwartungsvolle Suche machte, eine Bewohnerin zu finden, die sich darin wohlfühlen mag.
Dabei ist inzwischen ein wunderbarer kleiner Sohn entstanden, der mir das bislang größte Geschenk im Leben ist.
Doch auch diesen verdanke ich gewissermaßen der Vorgeschichte mit der oben beschriebenen Dame, die längst mit einem anderen Partner glücklich zu sein vorgibt.
Ich gönne es ihr, denn eine so wunderbare Frau hat das Glücklichsein zig-fach verdient. Ohne sie wäre ich nie so ‚leichtsinnig’ geworden, ein Kind zu zeugen.
Nun aber zu dem eigentlichen Thema...
Vor knapp einem Jahr, genauer gesagt, an dem Freitag nach Christi Himmelfahrt
begegnete ich beim joggen um den Schlachtensee einer Frau, die alle meine Vorstellungen meiner ‚Traumfrau’ erfüllte. Schon von hinten, als ich in ihrer Richtung heran joggte, ahnte ich, es mit einer ganz besonderen Dame zu tun zu haben.
Ihr Gang war leicht aber kontinuierlich – Ihre Figur weiblich, aber jung wirkend – Ihre Haltung aufrecht, aber geschmeidig.
Nun kommt der Moment, an dem ich an ihr vorüber joggte und mich umdrehte um ihr Gesicht zu sehen:
Ich sah das Gesicht, einer Frau, die mit sich zufrieden war, dabei in ihrer Empfindsamkeit für das Leben offen geblieben, mit einer femininen, selbstbewussten Eleganz, die nicht mal etwas Besonderes gewesen wäre, wenn nicht ihre Natürlichkeit mit einer Freundlichkeit im Ausdruck gepaart gewesen wäre, die diese Dame mit einem Edelstein besetzten Seidentuch schmückte.
Beim Vorüberziehen rief ich ihr das einzig mögliche Kompliment zu:
„Eine wunderschöne Frau sind sie!“ –
So trabte ich weiter, denn ich war zum joggen an den See gekommen.
Voller GLÜCK eine so schöne Frau gesehen zu haben.
Es gab nur eine –vage- Chance, sie wieder zu sehen,
- eine 2. Runde (also 2 x 5,5 km) !
Ich hätte es nie erwartet, in der 2. Runde (also 25 min. später) fand ich sie an der gleichen Stelle vor...!
Natürlich sprach ich sie nun an (absolut verschwitzt und nicht im WinnerLook)
„Darf ich Sie ein paar Schritte begleiten?“ – Ihre Antwort war schlicht verblüffend, aber auch einmalig treffend für ihr gerades, klares Wesen!:
- Sie reichte mir ihre Hand, und sagte: „Hallo, ich bin xxxxx“
Darauf wandelten wir zurück zu der nahe gelegenen Fischerhütte. Beim Smalltalk erzählte ich, dass ich gerade vor einer Woche aus der Türkei zurück gekommen sei, worauf sie antwortete: „ Ach, und ich bin Deutsch-Türkin“.
ES lässt sich nicht erklären, was in diesem Moment mit mir geschah, aber ich glaubte, dass sich alle meine innigsten Wünsche und Träume erfüllen könnten.
Ich ließ ihren Eltern zu diesem wunderbaren Geschöpf gratulieren, welches sie ihre Tochter nennen dürfen.
Wir plauderten dort drei -!- std. miteinander. Nach 2 std. hatte ich sie zu einem weiteren Treffen eingeladen.
Sie war nicht frei, und wollte ihrem Partner gegenüber keinerlei Anlass zu Misstrauen geben, wohl wissend, dass wir uns für ein unbefangenes Treffen zu gut, viel zu gut verständen. Natürlich war ich enttäuscht, aber es blieb mir nichts anderes übrig, als ihre Entscheidung zu akzeptieren ja, diese sogar zu schätzen, wie Alles.
Wie ihren einfühlsamen Blick, ihre warm tönende Stimme, ihre höfliche, wenn auch in Lebensdingen noch suchende Art, - oder gerade auch Diese?
(Das kleine Fleckchen – Nicht Perfektion, dem man mit seiner Liebe noch einen Dienst erweisen kann?)
Ich wusste, dass ich diese Frau immer Lieben würde, ganz gleich was sie täte.
Es heißt dann wohl, hep seni seviyorum?
Ich habe sie nie wieder gesehen. Aber die Begegnung erfüllte mich mit Glück, denn ich wusste nun, dass es SIE gibt.
Glaubt mir, auch wenn ich viele Erfahrungen hatte, und meine Zeit als freier Mann wohl zu genießen verstehe, so bin ich doch zur Treue mehr als fähig.
Ich weiß, dass es diese Eine gibt, der ich es als Geschenk darbieten möchte, sie als meine Königin, als die Dame des Hauses, der Welt zu zeigen.
Doch das Schicksal scheint mich necken zu wollen, wie die nächste Geschichte beschreibt:
Es war am 17.10.07 Abends im Quasimodo. Ich war mit Freunden bei dem Konzert von Micatone. Beim Bier holen an der Bar strahlten mich aus einem jungen, ganz lieben Gesicht zwei freche, lustige Augen an. Ich flirtete zurück. Denn sie war wirklich angenehm anzusehen, mit ihren dunklen langen Haaren und dem offenen freundlichen Wesen.
Sie flirtete zurück. Klimperte mit den Augenlidern, schnitt Grimassen und imitierte jede meiner Bewegungen. – Ich fand das sehr lustig, aber da sie mindestens 20 Jahre jünger als ich war, hätte ich das NIE als Flirt angesehen, der Folgen haben könnte. So ging ich mit den Getränken zurück zu meinen Freunden und hatte das Intermezzi schnell vergessen...
Als wir in der Pause etwas Luft schnappen wollten, tippte mich was von hinten an.
Sie sprach kein Deutsch und wählte Englisch. Sie kam aus Istanbul und hieß (diesmal brauche ich keine Loyalitäts x-chen setzen) Banu.
Banu zog mich mit zu ihren 2 Freundinnen an der Bar, von denen eine perfekt Deutsch sprach und übersetzen konnte. Ich war total überrascht, denn ich hätte ja wie schon gesagt, nie gedacht, dass SIE sich wirklich für mich interessieren würde.
So versuchte ich mit allen mir möglichen Mitteln zu zeigen, dass gerade die türk. Kultur mich sehr beschäftigt.
çok güzel, çok nasik, - usw. Natürlich total unbeholfen.
Jedenfalls wollte ich sie zu – Morgen- einladen, dass wir uns wieder sehen.
- Morgen müsse sie schon zurück, aber wir könnten Mail-Adressen austauschen... (Stewardess ? Ich ahne im nachhinein, weiß es aber nicht)
Ich gab ihr eine Karte von mir, und zur Sicherheit, falls etwas schief geht, auch noch ihrer Freundin, z. Bsp. falls es übersetzt werden müsse, was sie mir schreiben will.
Ich sagte auch, dass ich sie gern in Istanbul besuchen würde.
So verblieben wir, - und ich schaute täglich, Woche um Woche in meine Mailbox.
Banu hat nie geschrieben.
Es wurde hier im Forum einmal geschrieben: ’Man könne nicht sagen, welcher Nationalität der Partner sein soll, den man letztlich liebt. Aber wie ist es, wenn ich – und nun kommt - in Teil 2 - noch eine 3. ganz kurze Episode – alle 6 Monate einer begegne, von der ich glaube, hoffe, meine, SIE könne es sein, und sich jedes Mal -!- und nur in diesen Fällen herausstellt, dass diese Dame dann Türkin ist ???
Zufall? – oder spielt einfach das Schicksal mit mir?
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