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AW: Bildung
Zitat:
Zitat von TheCore
Mir waren und sind Momente sehr wichtig, in denen man mit sich alleine ist und zur Ruhe kommt. In diese Momenten entstehen die eigenen Interessen, das eigene Bild von der Welt und die Erkenntnis über Zusammenhänge. Das sind wichtige Grundlagen für den ehrlichen, selbstbestimmten Antrieb sich Bildung anzueignen und anzuwenden.
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genau das ist es, was in dieser heutigen zeit nicht nur kindern, sondern auch erwachsenen kaum noch zugestanden wird. die lärmkulisse des alltags, die pausenlosen überflutungen von eindrücken , das hupen, klingeln, schreien auf der strasse.... und wie oft erlebt man als aussenstehende, wie eltern ihre kinder selbst noch in den momenten der stille , wie z.b. beine baumelnd sitzen in der u-bahn und die augen einfach wandern lassen, immer noch mit "aufgaben" zupflastern.
die momente in sich zu versinken, sind wichtiger , als man glaubt. sie sind die möglichkeiten, erlebtes zu reflektieren .
es ist wichtig, daß menschen gelernt haben, abzuschalten. diese chance muss man auch oder gerade den kindern zugestehen
wir kennen das doch selbst an uns : manchmal sitzt man in der bahn oder im bus, schaut hinaus und die welt , die man wahrnimmt, fährt an einem vorüber. wie ein grüner film oder ein farbmuster ausgewaschener kleidungsstücke ...man beginnt zu träumen und entspannt sich.
tagträume oder der sekundenschlaf sind kleinen phänomene, die phantasie und realität miteinander verknüpfen... fast wie surrealistischer bilder , die wie wegweiser durch ein labyrinth zum innerstes ich sein können., so sind die momente der stille und des zurückziehens . sie geben scheinbar etwas zurück, was man oft nur am rande wahrnimmt und man nicht einordnen kann.
definiere ich bildung für mich, springt mir als allererstes nicht DIE bildung ins auge, die wir hier mit schule, studium also leistungsorientiertem leben belegen, sondern eher das BILDEN an sich. d.h. sich entwickeln , herausbilden, ein bild machen, menschenbildung. der mensch "bildet sich heraus" im hinblick auf sein SEIN . man ist in erster linie mensch, aber man lernt "mensch sein " indem man an wächst , und zwar in dem maße, wie die möglichkeiten, talente und bedürfnisse in einer person angelegt sind.
im kind, im kleinen menschen sollten die ihm ureigensten eigenschaften geweckt werden, damit es/er/sie sich ein bild machen kann von sich selbst und dabei lernt, sich und die umwelt um sich herum in eine beziehung zu setzen.
diese momente des ruhens, des alleinseins , des "wegseins" sind im eigentlichen sinne die momente , in denen der mensch mit sich EINS ist.
würde man kindern ( und auch erwachsenen) diese möglichkeit nehmen, wäre irgendwie ein gleichgewicht nicht gewahrt. ich sehe hier die personelle und geistige balance gestört, wenn man einem kind nonstop "bildung" anbietet und dabei als eltern oft nicht bemerkt, das man die natürliche heraus-bildung ( nenne ich es mal biologische, spirituelle oder intellektuelle bildung) des menschen KIND auch stören kann.
ein kind bewältigt letztendlich fast einen 8 stunden -arbeitstag wie ein erwachsener. diese dinge, die erfahrungen die auf kinder einströmen, sind ja immer auch ersterfahrungen, die einfach noch soviel geheimnis, soviel neues , soviel noch zu erforschendes sind, und wollen verarbeitet werden. erwachsene neigen dazu, kindern immer ALLES erklären zu wollen und dabei , so denke ich, unterbricht man oft einen gerade eigenständig vom kind entdeckten weg .
natürlich ist es nicht einfach, als eltern den "richtigen!" weg zu finden, seinem kind das beste mitzugeben... aber interessanterweise sind trotz unterschiedlicher persönlichkeiten, die in familien vorherrschen , auch die gemeinsamkeiten vorhanden, die oftmals ohne große worte oder diskussionen helfen, das richtige zu tun.
Geändert von mar (06.04.2008 um 11:46 Uhr).
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