
06.04.2008, 14:44
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TT-Schreck
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Themenstarter  
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AW: Worin würde sich eine islamische Türkei eigentlich von der heutigen unterscheiden
Zitat:
Zitat von solresol
merhaba
so ist es absolut nicht! islam hat mit fort- oder rückschritt nichts zu tun. du kannst das an Bayern wunderbar hier erleben. das katholismus, wie in Bayern gehandhabt, ist beinahe christliches islam ("gehorsam leben"!). vieles ist absolut vergleichbar. und trotzdem ist dieses bundesland das fortschrittlichste im Bund, und nahezu ohne hilfe (Bayern erhält auch Hilfe, zahlt aber selbst auch viel hilfe, und, wenn ich mich richtig errinere, ist die bilanz negativ).
also hat fortschritt nicht unmittelbar mit der religiosität zu tun...
was in islamischen länder die entwicklung stört sind:
- misbrauch des menschen durch den menschen und unterdrückung
- dadurch mangel an motivation und schlechte nutzung des menschlichen potentials
- korruption und bestichlichkeit, daher grosse miswirtschaft, das ist wohl die hauptursache,
- unzureichende berufsausbildung
- idiotische planwirtschaft
- vollkommen ungerechte verteilung von grund und boden
- dadurch zusätzlicher mangel an motivation und unzureichende versorgung; der bürger hat den ganzen tag nur eins im kopf: wie kriege ich brot, wie kriege ich mehl, wie kriege ich öl für heute?
das trifft man wohl in allen islamischen ländern an,
aber auch in vielen anderen!
hat also nur mit menschlichem versagen (der leader) und archaïschen strukturen und zuständen, auch in umwandelten staatsformen: der schlechte kern bleibt meisten, oder der noch archaïschere kern kommt in kraft zurück und das ist wohl das schlimmste:
und, das, gerad das,
wurde in einer islamischen türkei höchstwahrscheinlich geschehen!
selâm
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Es gibt da doch wohl ein paar Unterschiede. Strenggläubige Muslime sagen, dass alles im Koran steht. Warum soll der Muslim sich da noch Gedanken machen? Dann dieser fatale Fatalismus. Es ist ja doch alles Kismet, also warum eigene Anstrengungen unternehmen um das Unabänderliche in andere Bahnen leiten zu wollen? Als die Araber zu Mohammeds Zeiten begannen alte griechische Schriften zu übersetzen, setzte ein erstaunlicher Wissenstransfer ein. Für einige Jahrhunderte war die arabische Welt führend in der Wissenschaft. Dann siegten die "Islamisten" und alles erstarrte in Traditionen. Wer den Koran in Zweifel zog, war des Todes. Also warum eigene Gedanken und Ideen entwickeln? Auch die Mullahs im Iran erklärten vor 30 Jahren Radios, Fernsehen, ja sogar Musik zu Teufelswerk. Auch Schach durfte nicht mehr gespielt werden. Inzwischen hat man sich von dieser strikten Ablehnung wieder etwas entfernt, weil es eben zu den Grundbedürfnissen des Menschen gehört.
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