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Alt 08.04.2008, 00:09
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

merhaba

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Nach allen Seiten offen. Wo gibts denn das ? Da möchte ich leben. Ist das wirklich so? Oft endet sie doch irgendwo. Bei dir wohl im Nahen Osten. Was ist denn neutrale demokratie? Seid wann sind wähler und Politiker neutral? Klingt so als wären die Vertreter des Volkes unparteisch und keine Partei die für jede Art Verteilung offen ist?
also, wenn du hier wohnst, bis zu schon nicht so schlecht dran. deutschland von der nachkriegszeit ist recht nah an diesem ideal. wähler und politiker müssen nicht neutral sein. die institutionen sollen es sein und bleiben, und es muss eine teilung der gewalt geben. ausserdem sind zeichen von partei-ergreifung zu verpönen. das tut man heute in deutschland: die kruzifixe wurden entfernt!

dass es noch christliche prozessionen gibt, ärgert mich auch. es ist aber eine relique der vergangenheit. dass die feiertage auch religiöse feste überwiegend verücksichtigen genauso. es wäre besser, man hätte nur neutrale feiertage, und die gläubigen würde urlaub nehmen, wenn sie in den 4 wänden der kirche etwas zu feiern haben, wie weihnachten oder ostern. muslems und juden haben auch keine, und ich bin nicht dafür, dass sie welche wirklich bekommen: das wird dann zu viel und würde ein chaos ergeben.

die frage ist, ob man sie eher als gewohnheitsrecht ansehen, und ob man das gewohnheitsrecht in frage stellen soll. man kann die frage vielleicht gelassener beantworten, wenn man eine andere frage zuvor beantwortet: was würde es bringen?

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Im prinzip kann ich es glaub ich nachvollziehen was du meinst . Ich glaube du meinst so eine Art jedes Thema in Frage stellen zu dürfen und frei zudiskutieren. Einen rein wisenschaftlichen/atheistischen Ansatz also.
Trotzdem fällt mir oft auf dass vieles verteufelt wird. wie du es jetzt vielleicht gerade machst.Womit du mir auch nicht offen vorkommst.
Obwohl du doch für offenheit bist.
noch ein mal:

auch ich darf partei ergreifen - das system soll alle auf gegenseitigkeit schützen.

wahlrechte nur nach dem system der mehrheit haben zum beispiel den riesennachteil, dass minderheiten keine rechte mehr haben.

schaue mal die konsequenzen an, wenn man etwas wie die e.u. aufbaut:

wenn kleine völker sich dem mehrheitsrecht fügen, verlieren sie de facto ihre rechte! so kann es auch nicht richtig sein.
wenn die wechselbeziehungen funktionieren, verliert der freund aus dem benachbarten ausland, der die e.u. mit mir aufbaut, seine rechte, wenn er zu mir kommt, obwohl es gerade ein der hauptziele dieser gemeinschaft von anbeginn war, die freizügigkeit in der e.u. also so kann es auch nicht sein.

es muss daher ein fundament, ob grundgesetz oder verfassung geben, aber auch ein knigge ist so etwas (http://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Freiherr_Knigge ; "umgang mit dem menschen" wie kann man es besser nennen?), der eine ausgewogene regelung von konfliktsituationen dieser art gewährleistet, die alle anerkennen, und dann ist es egal was ich denke:

zu hause, in meinem gotteshaus, auf dem nudistengrundstück, wo ich die sonne mit gleichgesinnten anbete, trage ich meinen kopftuch oder bewege mich als nudist, beziehungsweise ist trage ganzjährig eine spezielle tracht, gleich aus welchen gründen auch immer. ausserhalb werde ich nicht ein "chinese im Mao-anzug", verlangt keiner, verhalte mich aber neutral.

und so ist es auch mit allen anderen zwischenmenschlichen geziehungen.

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Ein wichtiger Grund für mich den Islam vor knapp 6 jahren abzuschwören war diese starke Verteufelung. Ich brauche es nicht(mehr).
Das spiegelt sich in vielen anderen Dingen wieder. Es ist dieses einteilen in gut und böse. in richtigen und falschen Denkansätzen oder allgemein die bewertung ohne das abwägen der daseinsberechtigung des Gegenteils.
Ohne das andere zu respektieren (ein dasein als falsch abzuwerten) trägt genauso wenig zur völkerverständigung bei wie predigen von anti-westlicher Propaganda .
Anscheinend wird der islam auch von Menschen gebraucht die keine islamischen Wurzeln haben. so hat ich das noch nicht gesehen.
natürlich!

die ersten grossen völker, die keine islamischen Wurzeln hatten, waren übrigens die türken, weil sie arabisch meistens gar nicht sprechen, also ihre texte nur nachplappern und selbst wenn sie die texte auswendig kennen, deren sinn in der muttersprache sehr leicht vergessen könne (anders ist es, wenn man die sprache wirklich versteht)! im laufe der jahrhunderte hat es sich geändert. sie können sich islamischer wurzel nennen, wie die franzosen, die zu einem grossen teil auch von Franken, also ein germanischer stamm, geprägt wurden, heute sagen, dass sie ein volk lateinischer prägung sind. hier sprechen die franzosen auch von der religion, vom einfluss von Rom. vergessen die kelten, vegessen die franken!

dieses o.e. grundrecht sollte also konflikten vorbeugen, und dafür sorgen, dass jeder sich in seiner haut wohl fühlen kann. dass ist auch demokratie und eine einseitig ausgerichtete demokratienachahmung wird nur eine nachahmung bleiben, im allergünstigsten fall, und nie eine demokratie!

selâm

Geändert von solresol (08.04.2008 um 00:13 Uhr).
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