Thema: Bildung
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #107 (Permalink)  
Alt 08.04.2008, 15:34
Benutzerbild von solresol
solresol solresol ist offline
TT-Stammposter
 
Registriert seit: 15.07.2007
Ort: Niederrhein
Beiträge: 1.109
Thanks: 325
Thanked 169 Times in 129 Posts
AW: Bildung

merhaba Mar

Zitat:
Zitat von mar Beitrag anzeigen
ich vermute, das es in jeder anderen stadt ähnliches gibt... bildung muss nicht teuer sein...


Freier Eintritt
a) BesucherInnen an jedem Donnerstag vier Stunden vor Schließung
b) Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr
c) Schülerinnen und Schüler im Rahmen betreuten Schulunterrichts *nach Anmeldung
d) Studierende im regulären Vorlesungsbetrieb der Universitäten und Fachhochschulen in Begleitung einer Dozentin/eines Dozenten *nach Anmeldung
e) Mitglieder des Internationalen Museumsrates und des Deutschen Museumsbundes, die sich als solche ausweisen
f) Mitglieder von Fördervereinen eines Museums der Staatlichen Museen zu Berlin, die sich als solche ausweisen, in allen Dauerausstellungen
In Sonderausstellungen haben die Mitglieder des Fördervereins desjenigen Museums, das die Ausstellung durchführt freien Eintritt
g) InhaberInnen eines gültigen Presseausweises
h) Sozialhilfeempfänger/*ALG II Empfänger mit amtlichem Ausweis oder mit einem geeigneten Nachweis
i) die ärztlich als notwendig anerkannte Begleitperson eines Schwerbehinderten, sofern dies im Schwerbehindertenausweis vermerkt ist
j) Besucher der Lese- und Studiensäle
es ist weit nicht in jeder stadt wie in Berlin

im gegenteil!

Berlin hatte ein Sonderstatus wären der Isolierung. Ich war bei den franz. Militärs in Deutschland und durfte mich etwas in Berlin aufhalten. wir konnten damals absolut nicht alle Freikarten unterbringen, die wir bekamen!

in anderen Städten langt man teilweise sehr kräftig zu!

auch gab es eine beschämende und unbegreifliche Rückenwicklung (ähnlich
Einbürgerungsgebühren): man stellt Ansprüche, beklagt in diesem Fall, dass die Jugend nicht liest, aber auch Kinder bezahlen für den Kinder-Leseausweis, den die Elterngeneration (die noch gelesen hat!) kostenlos traditionell erhielt, und berappen noch zusätzlich kräftige Gebühren für neue Medien (bei der Elterngeneration stellte man die neuen Erwerbungen in einer Vitrine aus )

die Familientageskarten sind absolute Ausnahmen (lobenswert beispielsweise Aquazoo Düsseldorf - wirklich liebenswürdige Geschäftsführung: man kann auch Kinder mitnehmen, die ganz offensichtlich keiner westeuropäischen Familie zugehören, weil sie beispielsweise deutsch ganz anders sprechen und ganz anders aussehen, der Familienkartenpreis ist moderat, alles bestens, das letzte mal wo wir hingingen).

auch sind inzwischen Familientageskarten, wenn es sie doch gibt, an vielen Stellen sehr teuer geworden! du begleitest eher allein dein Einzelkind als dir zu dritt gewisse Veranstaltungen anzusehen, auch Konzerte etc. die von 2/3 Freikartenhaltern besucht werden, sonst wäre der Saal leer.

selten gibt es eintrittfrei für Schüler (oder Familien der Schüler, die da spielen) bei letzten Hauptprobe.

ausserdem sind Gebietsfahrkarten für Kinder sehr ungerecht verteilt. zahlreiche junge Damen interessieren sich für den Schoko-Ticket in NRW erst, wenn sie einen Liebhaber haben (ist oft erstaunlich früh heutzutag! die Familien machen scheinbar willig mit), und nicht um zur Schule zu fahren. vorher sparen sie das geld ganz ein und arrangieren sich irgendwie anders (mama bringt mich hin/holt mich ab; aber mama soll mich nicht um 6 h 30 noch ganz verschlaffen von der tollen Nacht beim Freund Otto abholen müssen !). trotzdem ist die Entfernung zur Schule massgeblich für den Preis, das heisst für eine Preisungerechtigt, in dieser Situation ein nonsens. damit bezahlt der Schüler, der mehr macht, als der Faulpelz mit Liebhaber(in), weil er als Jungstudent zur Uni nur wöchentlich fährt, wenn er zum Gymnasium recht nah wohnt, als der/dijenige, der/die es sich nur gut gehen lässt! und wenn die Uni nicht im Verbund ist (Köln für die Leute aus Niederrhein) dann gibt es eine Mords-Geschichte: der Jugendliche muss theoretisch zwingend an der Stadtgrenze Köln aussteigen, 20 minuten hin und das gleiche zurück, oft sind es sogar 30 minuten und mehr, also 40..60 Minuten oder mehr vergeuden, oft in der Kälte (mit zum Teil sehr kältempfindlichem Arbeitsgepäck auf dem Rücken; es gibt keine Ausnahmen!), ein Jungstudent hat diese Zeit meistens gar nicht zur Verfügung, auch wenn er diszipliniert ist und gern würde/möchte, einen neuen Ticket kaufen (kommt noch als Kostenungerechtigkeit hinzu) und extra lösen, und auf dem nächsten Zug warten!

Und das gilt natürlich für alle Kulturveranstaltungen, Mar, nicht nur für Jungstudente... Oft gibt es Pharaonen und weiss der Geier was schönes, spannendes und interessantes in Köln-Bonn zu sehen. Aber du musst verzichten .

Selâm
Mit Zitat antworten