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Alt 11.04.2008, 22:29
domovoj domovoj ist offline
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AW: Putins Kritiker leben gefährlich

Zitat:
Zitat von sdost Beitrag anzeigen
Kann das ein Zufall sein? Journalisten werden ermordet, wenn sie kritisch über Putin schreiben. Inzwischen sind es einige, die so ums Leben gekommen sind. Nun ist in Berlin eine weitere kritische Stimme verstummt und wieder rücken die üblichen Verdächtigen in den Focus



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Anna Michaltschuk ist tot. Die im Berliner Exil lebende Künstlerin galt wochenlang als vermisst, jetzt fand man ihre Leiche in der Spree. Das Leben der Putin-Kritikerin war zuletzt überschattet - von Morddrohungen und der unerträglichen Sehnsucht nach ihrer Heimat.
Berlin - Ihr Mann hat sie identifiziert. Bei der Toten, die Schleusenwärter am Donnerstag in der Spree entdeckten, handelt es sich um die 52-jährige Anna Michaltschuk, eine Künstlerin aus Moskau, von der es kein Lebenszeichen mehr gab, seit sie am Karfreitag ihre Wohnung im Berliner Stadtteil Charlottenburg

Quelle und weiter: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,546850,00.html
Man muss aber dazu sagen, dass manche Journalisten, die hier gerne als Putins-Kritiker dargestellt werden, es nie waren. Wenn ein Journalist auf irgendeine Art und Weise ums Leben kommt, dann wird dem sofort nachgesagt ein Putinkritiker gewesen zu sein.

Genauso vorletzte Woche. 2 Journalisten sind in der russischen Republik Dagestan ums Leben gekommen. Direkt wurden sie zu Putinkritiker erklärt. Beide haben bei dem STAATLICHEN Sender Pervyj kanal gearbeitet. Dem Propagandasender schlechthin. Wenn man einen Ranking aufstellt, welcher Sender die meiste Propaganda sendet, dann wäre dieser Sender unangefochten Platz 1. Und diese beiden Journalisten waren dort alles andere als eine Ausnahme.

Es kommen in Russland viele Journalisten um. Das ist aber kein neuer Phänomen unter Putin. Seit Putins Machtantritt sind ca. 20 Journalisten umgekommen, unter Jelzin war diese Zahl übrigens noch höher. Meist hat dies aber NICHTS mit Staat zu tun. Putin selber hat genug andere LEGALE Mittel um unliebsame Journalisten an Kritik zu hindern. Der Sender NTW in Russland war bester Beispiel wie leicht der Staat auch LEGAL die Kritik aus dem Fernseher verbannt. Es sind nur andere Gruppen, wie tschetschenische Rebellen, moskauer Oligarchen, zweitrangige Kremlpolitiker, und auch sonstige kriminelle Gruppen, die diese Möglichkeit - die der Staat hat - nicht haben, die greifen dann zu solchen Mitteln.
Für die Sicherheit der Journalisten muss natürlich der Staat sorgen, hier hat er versagt, aber dass er selber noch daran beteiligt ist, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.
Erstens gibt es kaum noch Putinkritiker. Und diese Paar braucht man um wenigstens irgendwie demokratisch zu wirken. Zweitens hat der Staat bessere Methodem, bei den meisten reicht es schon, wenn man denen kündigt, oder andere, besser bezahlte Stelle anbietet, oder das Finanzamt auf die hetzt oder deren Verbindungen zu CIA nachsagt, oder so wie im Fall NTW und und und. Putin ist in dieser Sache ein erfahrener Mann.

Wobei ich trotzdem nicht verstehe, wozu er bei seiner Populirität sich um die Kritik kümmert. Mit seiner Nervosität macht er sich meiner Meinung nur noch verdächtiger.
Hatte bemerkt, dass du dich für Politik interesierst.
Weißt du z. B. was der Sender NTW gesendet hat, bevor er plötzlich mit überhöhten Steuernachforderungen in den Ruin getrieben wurde?
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