Ach ja, diese ewig leidige Diskussion, bei der sich Frauen gegenseitig an die Gurgel gehen...

Ich glaube nicht, dass Frau Herman irgendetwas Großartiges damit verfolgt. Sie ist Karrierefrau und sagt letztendlich, dass sie im Nachhinein eigentlich gerne doch auch lieber zu Hause geblieben wäre. Die Diskussion und das öffentliche Haareraufen über vereinzelte Textpassagen aus ihrem (bislang unveröffentlichtem Buch - glaub bis zum 8.9.) waren doch eine wunderbare Werbung für sie. Denn sowohl BefürworterInnen als auch GegnerInnen werden sich das hübsche Büchlein kaufen, um zu schauen, worüber man sich denn noch alles aufregen kann... ;-) Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die weibliche Emanzipation (Feminismus klingt mir inzwischen zu negativ behaftet) doch eigentlich nur eines zum Ziel hat: Nämlich dass frau ihr Lebensmodell und das ihrer Familie weitestgehend selbst bestimmen kann, statt nach gesellschaftlichen Mustern zu leben, ohne dabei glücklich werden zu können. Ich finde die Diskussion um Frau Herman und ihre Ansichten insofern schon nicht schlecht, als dass jeder noch einmal aufgerüttelt und zum Nachdenken angeregt wird - nicht nur Frauen. Denn mal ehrlich, würden die Männer uns Frauen manchmal nur ein bisschen entgegenkommen, müssten wir so manch harte Auseinandersetzung gar nicht erst führen. Insofern find ich schon nicht schlecht, dass es mittlerweile auch für Väter die Möglichkeit geben soll Verantwortung zu übernehmen und einige Monate Elternzeit mit den Müttern zu teilen...
