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Alt 22.04.2008, 22:41
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AW: Junge Frauen und das Kopftuch

merhaba

Zitat:
Zitat von Elvin Beitrag anzeigen
Hallo Corrado,
wenn jemand beschlossen hat in einem anderen Land sesshaft zu werden und dann auch noch die Staatsbuergerschaft dieses Landes angenommen hat dann kann er/sie nicht so leben und sich benehmen wie er/sie moechte. Jeder muss sich der Mehrheit anpassen. Und dazu gehoert auch das Erlernen der Sprache.
Die Auslaendern wurden als Gastarbeiter betittelt. Sie waren als Gaeste willkommen. Und nun frage ich dich, wenn du bei jemandem zu Gast bist kannst du dich so benehmen wie du es zu Hause benimmst? Nein, du passt dich deiner Gastfamilie an.
also Elvin, da übertreibst Du auf typischer deutscher Art mächtig!

die Deutschen waren mal Kolonialherren.

dann verloren sie ihre Kolonien.

dennoch gingen sie wieder hin. als ich in Westafrika lebte, kaufte ich meine deutsche Wurst in Lomé, Togo, unabhängiges Land (vormals deutsche Kolonie) beim Apotheker, ja beim Apotheker, weil er nebenbei auch deutsche Wurst zubereitete (und sie kostete nicht wie in der Apotheke, obwohl für Europäer solche exquisite Waren in Afrika durchaus teuer waren...). der war nicht der Einzige. es gab sogar Filialen von deutschen Handelsketten, in diesem, noch ein Mal, glasklar unabhängigen Land. ich weiss dass das gleiche auch in Kenia, Kamerun etc. bestand.

jetzt die Frage:

würdest Du im Ernst, also ohne Dich am Boden in Lachkrämpfen zu versinken, behaupten, dass

die relativ zahlreichen Deutschen, die zum Teil inzwischen wieder ein ganzes Leben in Lomé, Duala, Jaunde etc. gelebt haben, alle im gleichen Stil wie ihre Gastgeber gelebt haben, und dass sie überhaupt mehr als "guten Tag", "danke", "willst Du mit mir schlafen", sagen können ?

ändert es die Sichtweise, wenn man den Boden einer ehemaligen Kolonie oder eines sonst "armen Land" betritt ? ich kann Dich beruhigen: auch in Ländern, wo sie nie das Sagen hatten, lernen die Deutschen die Sprache sehr selten, und sie leben und erziehen ihr Nachwuchs fast immer vollkommen anders als die ansässige Bevölkerung .

ich möchte gern "den" Deutschen kennenlernen, der aus der Einsicht, die Du verlangst, mit 3 Zimmermitbewohner in China au 12 qm für 3 leben würde und in der Landessprache sich verständigt: auch wenn er 120 Jahre alt wird wird er das aus Einsicht nie tun!

Elvin, Du bist doch Fremdsprachenlehrerin?

In welchen Ländern ausser Deutschland spricht man eine einzige Sprache?

Ja Russland. Gutes Beispiel für Menschenwürdigkeit ...

Aber sonst?

USA? stimmt nicht, da sind viele Sprachen vertreten!
Australien? die ersten Australier konnte peitschen, damit sie brav alle das Gleiche tun, es waren Sträflinge!

Usw.

Sogar in England nicht! Unser Sohn hat nie English in der Schule gehabt. Nur 1 Jahr Volkshochschule als er 12 war (war angeblich sogar nicht erlaubt, nur eine Duldung). Er spricht aber Englisch als Pseudo- Muttersprache, garantiert mit vielen Fehlern, aber geläufiger als die meisten Leute, die die Sprache studiert haben. Er macht selbst viele Fehler, aber viele sind ihm auch von seinen "Vorbildern" aus dem U.K. beigebracht worden! Ganz speziell sein schottischer Akkela bei den englischen Scouts! Was der Mann sprach war kein Englisch, sondern wirklich Schottisch!

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter:

Du wirst mir bestimmt entgegensetzen, dass man zumindest zusätzlich die Landessprache dann erlernt?

Das ist nicht ein Mal sicher... Ich zweifle stark an, dass man in USA in den Reservaten, und in chinesischen oder sonst asiatischen Ghettos immer nur 100 % englischsprachige Menschen antrifft.

Und dann, Spanien, beispielsweise, und sogar Frankreich, ich weiss, das ist neu, aber immerhin einige Jahrzehnte alt, da unterrichtet man auch zusätzlich die lokale Sprache! Es ist notwendig, weil in der E.U. die Verhältnisse total unausgewogen wären bzw., schlimmer, sind! 14 Millionen müssten auf ihre Sprache verzichten, und 0,4 Mio Malteser verfügen über eine Europa-Amtsprache, die auf Kosten aller europäischen Steuerzahler in Bruxelles unter höchsten Kostenaufwand übersetzt und simultangedolmetscht wird (wie die baltischen Sprache, wie die neuen alten Sprachen, der Tschekoslovakei, und bald von einer Vielzahl von gesplitterten Balkanstaaten)!

Ausserdem:

Seit 50 Jahren gilt in den Gründerstaaten der europäischen Gemeinschaft die Freizügigkeit der Arbeitnehmer! Sie war mitunter (nicht nur) dazu gedacht, den europäischen Konzernen zu ermöglichen, mit ihrem Personal nach Herzenslust rumzuspielen. Glaubst Du wirklich, dass der arme Schwein, der 4 Jahre dort, 5 Jahre hier, 1 Jahr anderswo, 10 Jahre auch anders, rumgeschubst wird, alle diese Sprache und sich verändernden Lebensgewohnheit sich aneignen soll, weil er ein Airbusspezialist ist, und ein Mal in Nord-Deutschland, ein Mal in England usw. dienen muss? Genauso, derjenige, der sonst arbeitslos würde, weil man delokalisiert, und immer weiter der Arbeit nachlaufen soll?

Was soll der Quatsch?

Selâm
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