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Alt 08.05.2008, 16:20
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AW: Säuberung der Strassen in Antalya

Peta hat auch geschrieben;


7. Mai 2008



Offener Brief an die Vertreter der Stadt Antalya



Tollwut in Antalya


Sehr geehrter Oberbürgermeister Menderes Türel,
sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung,

wir wurden darüber unterrichtet, dass am 10. April diesen Jahres in Antalya ein Kind von einem an Tollwut erkrankten Hund gebissen wurde und am 21. April in Quarantäne gestorben sein soll. Mit Bestürzen nehmen wir zur Kenntnis, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Kepez die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des im Stadtteil Kepez liegenden Tierheims erst am 30.04.2008 darüber informierten und diese dadurch unnötigerweise einem hohen Risiko ausgesetzt haben. Ebenso schockiert uns, dass nun wahllos alle Tiere im Umkreis, ob geimpft oder nicht, getötet werden. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Antalya einen sicheren Test zu einer eindeutigen Diagnose herangezogen hat und diesen Beißvorfall nicht dazu nutzt, um sich vor der Tourismussaison auf billige Art und Weise der Tiere zu entledigen.

Bei PETA Deutschland e.V stehen die Telefone seit Bekanntwerden des Tollwutfalles nicht mehr still. Hunderte von Anrufe, e-mails oder Faxnachrichten gehen bei uns ein und die Nachricht vom Töten aller Tiere in einer 10 km – Zone verbreitet sich in Deutschland wie ein Lauffeuer. Nun nehmen wir eine Tollwuterkrankung keineswegs auf die leichte Schulter, das Gegenteil ist der Fall. Deshalb erlauben wir uns die Frage, welche Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Tollwut in Antalya getroffen wurden. Wir erinnern daran, dass die EU der Türkei nahezu 15 Millionen Euro zur Bekämpfung der Tollwut in 2005 bewilligte. Wir gehen davon aus, dass auch der Stadt Antalya Gelder zur Verfügung gestellt worden sind. Sowohl Tierschutzverbände als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) propagieren seit vielen Jahren das Kastrieren, Impfen, medizinische Betreuen und Zurücksetzen ins vertraute Revier und werden nicht selten von den Behörden in der Türkei dafür belächelt. Wie sehr allerdings Tier- und Menschenschutz zusammenhängen, zeigt der jetzt aufgetretene Fall in Antalya. Hätten die Behörden nur annähernd so viel Zeit und Geld in Aufklärungskampagnen (z.B. Werbespots zum Kastrieren, Schulmaterial zur Tierschutzerziehung) und in konkrete Kastrations- und Impfprojekte gesteckt (z.B. Kastrationsmobile um auch die entlegenen Regionen zu erreichen) wie z.B. in Attraktionen für Touristen, wäre kein Kind von einem tollwütigen Hund gebissen worden. So jedoch bleibt ein fader Geschmack zurück, Menschenleben kamen in Gefahr und tierische Lebewesen werden nun zum Sündenbock gemacht obwohl der Vorfall das Versagen der Behörden ist.

Niemand kann ungeschehen machen was geschehen ist und dem betroffenen Kind und seiner gesamten Familie gilt unser ganzes Mitgefühl. Unser Mitgefühl gilt jedoch auch den betroffenen Tieren, die in einer Gemeinde zuhause sind, die alle Mittel ausschöpft um Tiere zu vernichten aber keine Mittel aufwendet, um Tiere zu schützen.



-1-



Wir von PETA Deutschland e.V. fordern die Verantwortlichen auf:

1.: Stoppen Sie sofort das wahllose Töten der Tiere und nehmen Sie stattdessen Rücksicht auf geimpfte Tiere. Richten Sie artgerechte Quarantänestationen ein, die von Fachpersonal betreut werden. Entlassen Sie gesunde Tiere nach der Quarantäne geimpft und kastriert auf Futterplätze, die täglich von der Stadt betreut werden, auch um Neuzugänge gleich kastrieren und impfen zu können.

2.: Wählen Sie für Tiere die erkrankt sind, eine humane und schmerzfreie Tötungsmethode und machen Sie diese Tiere nicht zum Sündenbock. Sie sind die Opfer einer inkompetenten Tierschutzpolitik.

3.: Investieren Sie unverzüglich Zeit und Geld in den Tierschutz und damit auch in die Tollwut-Prophylaxe, um zukünftige Erkrankungen zu vermeiden.

4.: Entlassen Sie noch heute alle Verantwortlichen in Ihrer Behörde, die den Tierschutz mit Füßen treten, das Tierschutzgesetz nicht Ernst nehmen und letztlich auch Menschenleben gefährden. Sie schaden nicht nur dem Ruf von Antalya sondern auch den dort lebenden Tieren.


Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit,



Harald Ullmann
Vorsitzender
PETA-Deutschland e.V.




PETA-Deutschland e.V. und seine Schwesterorganisationen, ist mit über 1,8 Millionen Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.


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Bir hatira insana neler neler hatirlatir
ama bazen bir hatira insani saatlerce aglatir.
- nefessiz kalmak sensiz kalmaktan daha kolaymis -
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