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Zitat von mar
"Ich warne davor, dass wir das Recht auf Meinungsfreiheit, unsere Kunstfreiheit, im vorauseilenden Gehorsam immer mehr selbst einschränken." (Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste)
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Wo er recht hat, hat er recht. Meinungs- und Kunstfreiheit gibt es nur, weil es immer wieder Menschen gegeben hat und gibt, die sich mit Beschränkungen nicht abfinden mochten. Siehe Mozart, der ja selbst ein Paradebeispiel dafür abgab und konventionellere Geister immer wieder zu "schocken" beliebte. Ein Kind seiner Zeit, oder vielmehr: ein Avantgardist, wenn man berücksichtigt, dass seine kompositorische Blüte am Vorabend der französischen Revolution schon dem Ende entgegen ging...
Freiheit wird nicht gewährt, man muss sie sich schon nehmen oder notfalls eben auch einfordern und verteidigen, wo sie in Gefahr ist, beschnitten zu werden. Das hat Mozart gemacht, das hat er vorgelebt, das spiegelt sich (zumindest nach meinem Verständnis) auch in seinen Werken, und deswegen hätte es - im übertragenen, modernistischen Sinne - auch etwas von "Werktreue", eine Inszenierung mit provokanten Elementen anzureichern. Man könnte es auch klassisch und plüschig machen, mit viel Rüschen drumrum usw., aber lockt das noch wen hinterm Ofen hervor? Außer, vielleicht, "kuchenfressende Pelztiere"? ;)
Eine andere Frage wäre, ob man das nun ausgerechnet mit abgeschlagenen Köpfen von Religionsstiftern in Szene setzen muss... aber Herrgott!, es ist Oper, alles Theater...
darüber hätt' ich gern diskutiert und entsprechende Diskussionen verfolgt. Aber die sind ja nun abgewürgt bzw. toben sich auf anderen Feldern aus. Schade um Mozart.
Wie heißt es so schön? Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Aber mitunter ist es auch umgekehrt.
anouk