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Alt 13.08.2008, 20:33
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Christiane Christiane ist offline
TT-Schreck
 
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Schießerei in Rüsselsheim

Bei der Schießerei in Rüsselsheim mit drei Toten ist auch einer der Angreifer ums Leben gekommen. Ein anderer wurde schwer verletzt, wie Stefan Müller vom hessischen Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Bei dem Toten handelt es sich um einen 26 Jahre alten Türken aus Wiesbaden. Sein 31 Jahre alter Bruder, der ebenfalls in Wiesbaden lebt, ist der Schwerverletzte. Er sei nach einer Notoperation außer Lebensgefahr und werde derzeit in einem Krankenhaus von der Polizei bewacht.

Der zweite Tote, ein 29-Jähriger aus Raunheim, gehöre hingehen zur Gruppe der Opfer. Das dritte Todesopfer, eine 55 Jahre alte Frau, war an der Auseinandersetzung unbeteiligt und zufällig in die Schusslinie der Täter geraten. Bei ihr soll es sich um eine Griechin aus einem Restaurant gegenüber handeln. Sie starb an inneren Blutungen.

Foto-Serie Spurensuche nach Schießerei in Rüsselsheim
Chronologie Schwere Gewaltverbrechen

Gekränkte Ehre als Motiv?


Zwei der Männer, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren, seien am vergangenen Wochenende in Mainz bereits in einen persönlichen Streit verwickelt gewesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dies der Hintergrund für die Bluttat am Mittwoch war, sagte Stefan Müller vom LKA. Möglicherweise sei "gekränkte Ehre" ein Motiv, dies sei jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt Spekulation. Gerüchte um ein Verbrechen im Drogenmilieu oder um eine Auseinandersetzung um private Wettbüros wollte die Polizei nicht bestätigen. Nach ihren Angaben handelt es sich aber bei allen Tatbeteiligten um Türken, die "einschlägig polizeilich bekannt sind".

Polizei fahndet nach weiteren Tätern


Nach der Tat hatte die Polizei mehrere Wohnungen durchsucht und dabei einen 49-Jährigen und einen 28-Jährigen festgenommen. "Es gibt Hinweise, dass sie am Tatort waren. Aber die Tatbeteiligung wird noch geprüft", sagte Stefan Müller. Weitere Personen seien noch auf der Flucht, sagte Roland Desch vom Landeskriminalamt Hessen. Die Polizei vernimmt immer noch Zeugen und bittet unter der Hotline 01805-665110 um Hinweise.

Blutbad mit vielen Zeugen


Das Blutbad hatte sich am Dienstagabend in der Eisdiele "De Rocco" in der Fußgängerzone der hessischen Opel-Stadt ereignet. Zuvor hatte es vor dem Eiscafe eine Auseinandersetzung zwischen zwei verschiedenen Gruppen gegeben. An einem Tisch saßen drei bis vier Personen, die gegen 20 Uhr von einer Gruppe von vier bis fünf Männern angegriffen wurden. Dabei wurden mehrere Schusswaffen und Messer eingesetzt, hieß es in Wiesbaden.

Wilde Spekulationen


Menschen, die am Abend rund um den Tatort standen, spekulierten wild: Von Drogengeschäften war die Rede und von illegalen Wettbüros. Eines der Opfer war mehreren der Schaulustigen bekannt - als Fahrer eines Sportwagen der Firma Maserati.

Sonderkommission eingerichtet


Die Polizei hatte direkt nach der Schießerei eine Sonderkommission eingerichtet und einen Großeinsatz ausgelöst. Zeitweise waren in der Nacht auf Mittwoch mehr als 150 Polizeibeamte sowie Suchhunde und Hubschrauber im Einsatz. In Rüsselsheim herrschte am Mittwoch Fassungslosigkeit. Passanten legten am Tatort Blumen nieder und entzündeten Kerzen.




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