Zitat:
Zitat von Anouk
und das geht dann mit unschöner Regelmäßigkeit so aus, dass zentrale, entscheidende Zuständigkeiten wie z.B. Finanzen, Wirtschaft und ähnliches in Männerhand verbleiben, während die Damen sich um Soziales, Kultur und Familie kümmern dürfen. Ausnahmen und Gegenbeispiele bestätigen allgemein nur die Regel.
|
Das hat sich aber entschieden geändert, seitdem es nichts mehr zu verteilen, sondern fast überall nur noch Mangel zu verwalten gibt. Seitdem sind Finanzministerinnen und -senatorinnen nicht mehr so außergewöhnlich. Frauen kommen in die Spitzenämter, die den Jungs zu unangenehm sind, weil mit viel Arbeit und wenig Ruhm verbunden. Nur aus diesem Grund haben wir auch zur Zeit eine Bundeskanzlerin (und weil die CDU/CSU nicht ernsthaft damit gerechnet hatten, bei der Wahl die Mehrheit zu bekommen). Die Politik ist ein Haifischbecken, und das Strippenziehen beherrschen die Jungs eindeutig zur Zeit noch viel besser als die Frauen.
Und was mich persönlich angeht: Ich hatte noch nie wirklich das Gefühl, nicht ernst genommen oder benachteiligt zu werden. Trotzdem: In der Firma, in der ich mein Berufsleben begonnen habe, war es nahezu üblich, dass Männer irgendwann befördert wurden. Bei jeder Frau, die weiter wollte, wurde erst mal gefragt, ob sie das auch wirklich kann. Mein Bewerbungsgespräch um meinen jetzigen Job (vor zwei Jahren) begann mit den Worten: "Also, mit den alleinerziehenden Müttern, das ist ja ganz schön, aber Teilzeit gibt´s bei uns nicht und bild dir bloß nicht ein, dass du hier jeden Abend pünktlich raus kommst."
Als unschlagbar hat sich mein Geschlecht aber immer erwiesen, wenn ich irgendwelche Informationen brauchte. Männer erzählen Frauen gern alles was sie wissen.