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20.03.2007, 10:59
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Analphabetentum ist weiblich
In der Türkei kann fast jede dritte Frau über 44 Jahre weder lesen noch schreiben. Zu diesem Ergebnis kam laut Agenturmeldungen eine heute von der Zeitung "Milliyet" veröffentlichte Studie. Demnach sind 8,5 Prozent aller Türken insgesamt noch Analphabeten. Bei Frauen über 44 beträgt die Quote 29 Prozent.
Näheres findet Ihr hier.
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20.03.2007, 11:22
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AW: Analphabetentum ist weiblich
ps Jetzt hab ich gerade noch mal nach Vergleichszahlen gesucht - irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland insgesamt wesentlich besser ausschaut. Und, siehe da: Nach Angaben des Bundesverbandes Alphabetisierung gibt es hierzulande rund 4 Millionen Menschen, die entweder gar nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können. 6,3 Prozent aller über 15jährigen seien zumindest funktionale Analphabeten, berichtete die Rheinische Post.
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20.03.2007, 11:34
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Das ist ja wirklich erschreckend!!
Noch erschreckender finde ich folgendes:
ich habe bei mir selbst festgestellt, dass ich nach langer Zeit des "nicht Schreibens und Lesens" bei den wirklich einfachsten Wörtern Probleme habe. Ich habe früher viel geschrieben und gelesen. Seit ca. 6 Jahren ist es drastisch auf den fast Nullpunkt zurückgegangen. Als ich hier anfing zu schreiben merkte ich wie super super schwer es mir fällt!! :ang)
edit: man kann es wirklich verlernen!:???:
und seit berliner weg ist muss ich ganz oft in den Duden gucken;)
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20.03.2007, 11:42
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Zitat:
Zitat von Booker 66
und seit berliner weg ist muss ich ganz oft in den Duden gucken;)
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???
Habe gerade einen Schreck gekriegt ! Wieso ist Berliner weg ??
Habe sofort in der Benutzerliste nachgesehen. Er ist noch aufgeführt und war auch HEUTE online !
Hoffe wir haben ihn nicht vergrault 
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Aleyna Lara, geb. 23.05.2008
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20.03.2007, 12:18
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Zitat:
Zitat von Sabine
Wieso ist Berliner weg ??
(...)
Hoffe wir haben ihn nicht vergrault 
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Off topic: Nein, haben wir nicht. ;) Er ist jetzt beruflich wieder mit anderen Dingen eingespannt und hat in seinem Vorstellungsthread geschrieben, er könne künftig nur noch gelegentlich reinschauen.
Back to topic.. :-)
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20.03.2007, 14:22
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Zitat:
Zitat von Anouk
Demnach sind 8,5 Prozent aller Türken insgesamt noch Analphabeten.
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Meine Schwiegereltern gehören auch beide dazu. 
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20.03.2007, 14:25
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Zitat:
Zitat von Booker 66
Seit ca. 6 Jahren ist es drastisch auf den fast Nullpunkt zurückgegangen. Als ich hier anfing zu schreiben merkte ich wie super super schwer es mir fällt!!
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Das geht mir ähnlich.
In der Schule hatte ich in Deutsch und Rechtschreibung immer eine Eins oder besser, war auch während meiner Arbeitsphase immer sehr sicher.
Seit sechs Jahren arbeite ich auch nicht mehr und bemerke bei mir auch oft eine ziemliche Unsicherheit bei gewissen Wörtern. 
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20.03.2007, 15:36
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TT-Schreck
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Zitat:
Zitat von Anouk
.....gibt es hierzulande rund 4 Millionen Menschen, die entweder gar nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können. 6,3 Prozent aller über 15jährigen seien zumindest funktionale Analphabeten, berichtete die Rheinische Post.
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und je mehr sie vor dem fernseher hängen oder passive computerspiele "in sich reinziehen" anstatt mal ein buch zu lesen, wird der trend nicht besser...
und wenn eltern sich aus dem alltag der jugendlichen ganz ausklinken, anstatt auch mal gemeinsam etwas in richtung sprache tun, wird es in 30 jahren böse aussehen....ein jammertal von wortfriedhöfem.
MAR
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20.03.2007, 15:52
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AW: Analphabetentum ist weiblich
Meine Eltern sind beide analphabeten. Meine Mutter ist jetzt 60 Jahre alt und damals, als sie noch jung war, sind Mädchen nicht in die Schule gegangen. Es war wichtiger, dass sie kochen lernen, für ihre Aussteuer irgendwelche Sachen stricken und einfach fromm sind und nichts hinterfragen. Mein Vater kam aus einer sehr armen Familie und erst als er in den 70er Jahren nach Deutschland kam, hat er sich mit größter Mühe das Lesen und das Schreiben beigebracht. Seine Schrift sah aus, wie die eines Erstklass-Schülers und das auch nach Jahren. Wir mussten immer alle Behördengänge und die Arztbesuche mit ihnen gemeinsam erledigen. Als ich jünger war, habe ich mich sehr dafür geschämt, dass die Unterschrift meiner Mutter aus einem waagerechten Strich bestand.
Heute schäme ich mich natürlich nicht mehr, aber es ist immer noch so, dass wir bei allem meine Mutter begleiten müssen.
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20.03.2007, 16:10
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TT-Schreck
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AW: Analphabetentum ist weiblich
ich kenne das noch von meiner oma.... sie waren zu hause 14 kinder und nur die jungs sind zur schule gegangen. wenn ich mal in den ferien mehrere wochen bei den großeltern war, ist mir das erst bewusst geworden, das sie nicht richtig schreiben konnte. mein großvater hat jeden abend mit ihr gemeinsam die zeitung gelesen und versucht, das auszugleichen. später dann, im versteck nach 1933 hat sie von anderen leuten weiter schreiben und lesen gelernt und konnte briefe schreiben. als mein großvater starb, wurde mir noch einmal bewusst, wie isoliert , und eigentlich bevormundet frauen in jener zeit waren, wenn sie nicht schreiben und lesen lernen durften.. meine oma war eine großartige frau, ihre menschliche größe hätte ihr auch nicht das analphabetentum genommen.... aber das sie unter solchen umständen zum lernen bereit war, hat uns alle im nachherein fasziniert.
es war später ein ritual, das sie morgens ganz bedächtig die zeitung aufschlug und wirklich 2 stunden in der küche sass und las. das war für sie das größte.
deshalb bin ich heute auch immer sehr erschüttert, das eine nahezu kostenlose schulbildung durch schwänzen und gleichgültigkeit mit den füßen getreten wird.
MAR
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