Eine deutsch-türkische Lovestory
Die 16-jährige Ausreißerein Vanessa, von der BILD-Zeitung als "deutsches Kopftuch-Mädchen" bezeichnet, ist wieder bei ihren Eltern in Hamburg. Die abenteuerliche LiebesgeschichEte zwischen der Schülerin und einem in Adana lebenden Teenager sorgte in der deutschen und türkischen Presse für Schlagzeilen. Die Schülerin galt vier Monate lang als vermisst, bis sie sich schließlich bei ihren Eltern meldete und sagte, dass es ihr gut ginge. Nach dem Interpol sie in Adana aufspürte, dauerte es nicht lange, bis das über beide Ohren schwer verknallte Mädchen mithilfe der türkischen Polizei, des Honorarkonsuls Teyfik Kisacik und des Auswärtigen Amtes wieder nach Deutschland zurückkehrte.
Die BILD-Zeitung berichtet seit Tagen von der "unmöglichen" Teenager-Liebe, die am Rande der Fußball-WM in Deutschland ihren Lauf nahm. Während eines Fußballturniers für Straßenkinder, an dem Kinder aus Russland, China, Amerika und auch der Türkei teilnahmen, lernte Vanessa den ein Jahr älteren Cafer kennen. Er kam eigenst aus Adana für das Turnier angereist.
Die beiden Jugendlichen verliebten sich ineinander. Doch Cafer musste zurück in die Türkei. Monate später, als die Liebe zwischen ihnen immer größer wurde, verhökerte Vanessa ihr Handy und ihre Jacke und kaufte sich ein Flugticket ins anatolische Adana. Dort heiratete sie Cafer nach islamischem Ritus. Der BILD gegenüber sagte sie: "In der Türkei ist es eine Sünde, wenn unverheiratete Männer und Frauen sich berühren. Darum haben wir geheiratet. Der Imam las auf Arabisch aus dem Koran. Dann sagten wir beide dreimal ja.". Für Aufsehen in der Presse erregte auch der Umstand, dass Vanessa ein Kopftuch trug.
Sie habe sich aber schon in Deutschland dafür entschieden, so Vanessa: "Seit Oktober habe ich jeden Tag ein Kopftuch getragen. Ich wollte einfach wissen, wie es ist. Ich hatte es auch in der Schule an. Das gab Stress. Ich musste zum Direktor. Meine Umwelt war geschockt. Ich verstehe das nicht. Ich bin doch der gleiche Mensch geblieben."
Auch wenn das Abenteuer Türkei vorerst vorbei ist, für Vanessa und ihren Cafer ist die "Lovestory Hamburg-Adana" nicht beendet. "Ich will, dass Cafer zu mir kommt und wir uns gemeinsam eine Zukunft aufbauen. Vielleicht können wir auch ein halbes Jahr in der Türkei, ein halbes Jahr hier leben. Für Cafer würde ich alles tun", verriet sie. Mittlerweile habe sie das Kopftuch abgelegt und gehe wieder zur Schule, wo sie wegen der großen Versäumnisse die neunte Klasse wiederholen müsse.
(Quelle:vaybee)