Gestern also wurde in Frankreich gewählt und wie erwartet ist es auf einen Zweikampf hinausgelaufen. Beim nächsten Wahlgang am 6. Mai stehen sich der Konservative Sarkozy und die Sozialistin Ségolène Royal gegenüber. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Sarkozy dem Rechtsextremisten Le Pen Stimmen abjagen konnte. Le Pen verlor im Vergleich mit der Wahl von 2002 rund 30% an Zustimmung. Das Sarkozy als Sohn eines ungarischen Adligen und einer griechischen Jüdin ausgerechnet den Superfranzosen gab, der mit Slogans wie "Frankreich lieben oder es verlassen" punktete ist schon sehr originell. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollte Sarkozy nicht als Sieger am 6. Mai auf dem Treppchen stehen. Wie weit er dann noch seine Hardlinerqualitäten ausspielt wird sich zeigen. Ein französischer
Präsident hat sehr viele Machtbefugnisse. Sarkozy muss sich sehr zurücknehmen, will er auf EU-Ebene kein Porzellan zerschlagen