Nuri Karademirli greift zu einer schönen, schwarz-weiß gemaserten Ud, einer Kurzhalslaute aus Holz. „Das türkische Tonsystem“, hebt er an, „kennt neben den zwölf Tönen, die die abendländische Kunstmusik verwendet, noch zwölf weitere. Wir benutzen 24 Töne, die aber ungleich verteilt sind.“ Klingt kompliziert. Doch dann fängt Karademirli an, auf der Ud eine traditionelle türkische Melodie zu spielen, zunächst nur mit den bekannten zwölf Tönen, dann mit den zusätzlichen sogenannten Kommatönen
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