Vor den Augen ihrer fünfjährigen Tochter hat ein Türke in München auf offener Straße eine Frau erschossen und sich dann selbst getötet. Das Kind erlitt einen Brustdurchschuss.
Feuerwehrleute reinigen die Straße
Das Mädchen stand weinend auf der Straße, als die Rettungskräfte eintrafen. Bei dem Täter handelte es sich um den 45 Jahre alten Onkel des geschiedenen Ehemannes der Türkin. Der Mann, ebenfalls türkischer Staatsangehöriger, habe der 24-Jährigen nachgestellt, sei aber abgewiesen worden, berichtete der Leiter der Mordkommission, Josef Wilfling.
Kurz vor 8 Uhr hatte Servet S. der 24-jährigen Ex-Frau seines Neffen in der Nähe ihrer Wohnung aufgelauert. Er streckte Emine S. mit drei bis vier Schüssen nieder, bevor er sich ihrer Tochter zuwandte und ein bis zwei Mal auf sie schoss, erklärte Wilfling. Mit der letzten Kugel schoss sich Servet S. den Angaben zufolge selbst in den Kopf.
Emine S. starb noch am Tatort, der Täter etwa eine Stunde später im Krankenhaus. Im ersten Moment sei nicht klar gewesen, dass auch das Mädchen schwer verletzt wurde. Die Rettungskräfte sahen dann Blut an seinem Rücken und brachten es ins Krankenhaus.
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www.focus.de