Die Linkspartei setzt ihren Erfolgskurs fort und fügt den großen Volksparteien CDU und SPD schwere Verluste zu. Erstmals sind die Sozialisten von Parteichef Oskar Lafontaine in Ostdeutschland mit 29,7 Prozent stärkste Partei, ermittelte das Institut für Demoskopie Allensbach.
Laut der Umfrage im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kommt die CDU im Osten auf 26,4 Prozent und die SPD auf nur noch 23,3 Prozent. Von diesem Zuwachs profitiert die Linke auch bundesweit. Dort sieht Allensbach die Sozialisten bei 11,8 Prozent. Damit liegt die Nachfolge-Organisation von SED und PDS gleichauf mit der FDP.
Die Union fiel im Bundesdurchschnitt von 37 auf 34,8 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit elf Monaten. Die SPD verschlechterte sich von 29 auf 28,3 Prozent, die Grünen leicht von 9,3 auf 8,9 Prozent.
Immerhin 55 Prozent der Bevölkerung trauen der Linkspartei zu, dass sie ihre Position in Zukunft sogar noch weiter ausbauen kann. Gleichzeitig tritt die Linkspartei geschlossener auf als jede andere Partei in Deutschland. So sind 93 Prozent der Anhänger von einem weiteren Bedeutungszuwachs der Linken überzeugt.
Inhaltlich sehen sie ihre Partei als einzige Vertreterin einer gerechten Politik. „88 Prozent der eigenen Anhänger schreiben der Linkspartei zu, dass sie sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt“, schreibt Allensbach. 85 Prozent sähen sie als Stütze der kleinen Leute. Und für 77 Prozent ist sie der Anwalt der Benachteiligten in der Gesellschaft. Die Verteidigung des Sozialstaates erwarten 64 Prozent der Befragten von der Linkspartei.
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