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Todesfalle Irak mindestens 721 Tote im Monat
Die Welle der Gewal im Irak reißt nicht ab. Nach einem kontinuierlichen Rückgang in den letzten Monaten hat sich die Zahl der Gewalttaten im Irak zuletzt wieder erhöht. Laut einem Bericht der irakischen Regierung stieg die Zahl der Gewaltopfer im Februar erstmals seit sechs Monaten wieder an. Demnach kamen im vergangenen Monat mindestens 721 Iraker gewaltsam ums Leben, ein Drittel mehr als im Januar. Unter den Getöteten waren demnach 636 Zivilisten.
Der letzte Anschlag ereignete sich am Donnerstag. Bei dem Doppelanschlag sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 54 Menschen getötet worden. Etwa 130 Iraker wurden verletzt. Ein Korrespondent des britischen Fernsehsenders BBC berichtete, dass die meisten Menschen beim zweiten Attentat ums Leben gekommen seien, nachdem sie zum Ort der ersten Explosion gekommen seien.
Laut der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak gingen die Bomben im belebten Geschäftsviertel Karada hoch. Dort wohnen mehrheitlich Schiiten. Beim ersten Anschlag sei eine Bombe detoniert, die zweite Explosion sei nur wenige Minuten später von einem Selbstmordattentäter ausgelöst worden, berichtete die Polizei.
In der Stadt Amara starben zwei irakische Soldaten, als Unbekannte aus einem vorbeifahrenden Auto das Feuer auf sie eröffneten, wie Sicherheitskräfte berichteten. In Diala im Norden kam ein Polizist bei einem Anschlag mit einer am Straßenrand versteckten Bombe ums Leben, vier weitere wurden verletzt.
(AFP, dpa)
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