Jeden Tag gibt es nun Meldungen. Mugabe soll nun sogar vorgeschlagen haben, mit der Opposition eine gemeinsame Regierung zu bilden
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Der Machthaber ist mürbe - oder probt zumindest den taktischen Rückzug. Überraschend hat Robert Mugabe die Opposition eingeladen, mit ihm zusammen eine Regierung zu bilden. Das Debakel um die geplatzte chinesische Waffenlieferung hat ihn schwer getroffen, sagen Beobachter.
Eigentlich könnte Robert Mugabe sich entspannt zurücklehnen: Schon die erste Nachzählung brachte das erwünschte Ergebnis. Im ländlichen Wahlbezirk Goromonzi West nahe der Hauptstadt Harare habe entgegen der Auszählung vom 29. März nicht die Oppositionspartei "Bewegung für einen demokratischen Wandel" (MDC) seines Herausforderers Morgan Tvangirai gesiegt, sondern Mugabes Zanu-PF, verkündete die inzwischen sorgsam gesiebte staatliche Wahlkommission heute.
Doch statt zu jubeln, lässt der greise Diktator seine Staatszeitung "Herald" überraschend verkünden, dass er bereit sei, eine "Regierung der nationalen Einheit" zu bilden, an der auch die Opposition beteiligt werden solle. Sie solle von der internationalen Staatengemeinschaft gestützt und von der "Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft" (SADC) in den Sattel gehoben werden. Einzige Bedingung: "Sie muss vom gegenwärtigen
Präsidenten geführt werden."
Quelle und weiter:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...549185,00.html