„Die haben mir zu viel geschrien“
Josef F. spielte Gott: Einige seiner mutmaßlichen Inzest-Kinder mussten im Verlies leben, andere nahm er in die Wohnung auf. Jetzt erklärte er den Grund dafür – und warum er seine Tochter einsperrte.
Josef F. legte ein umfassendes und schockierendes Geständnis ab
Die „Kronenzeitung“ veröffentlichte am Dienstag die unfassbare Rechtfertigung des 73-Jährigen im Verhör: „Ja, ich habe Elisabeth eingesperrt. Aber nur, um sie vor Drogen zu schützen. Sie war ein schwieriges Kind.“ Das Martyrium, der Missbrauch und die Schwangerschaften im Kellerverlies hätten sich „mit der Zeit ergeben“. Er bestritt jedoch den Vorwurf, seine Tochter an die Kellermauer gefesselt und wie ein Tier gehalten zu haben.
Auf die Frage, warum nur drei der sechs Inzest-Kinder (die Leiche des siebten verbrannte Josef F. kurz nach der Geburt) das Tageslicht sehen durften, antwortete der Verdächtige nach Angaben der Zeitung: „Die haben mir unten im Keller zu viel geschrien.“ Deshalb legte er die Kleinen vor seine Haustüre und adoptierte dann seine vermeintlich weggelegten Enkel. Auf der Internetseite oe24.at heißt es, das Ehepaar F. habe für zwei der angeblichen Findelkinder monatlich Geld vom Land Niederösterreich erhalten, weil sie die Verwandtschaftspflege übernommen hätten.
Die österreichische Zeitung „Heute“ berichtet, dass Josef F. sein Geständnis in bodenständiger Sprache und in sehr sachlichem Ton ablegt habe. Demnach stieg er alle drei Tage in das Verlies zu seiner Schattenfamilie hinab. Dann übergab er Lebensmittel, die in einer Speisekammer gebunkert wurden. Mehr Nahrung übergab er dann, wenn er zum Urlaub etwa nach Thailand flog.
Quelle:
http://www.focus.de/panorama/welt/jo...id_298270.html