Merhaba TheCore
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Zitat von TheCore
Trotzdem würde ich dem noch eine generelle Auswirkung der Art der Mediennutzung hinzufügen. Ich arbeite jetzt seit mehr als zwei Jahren intensiv am Computer und habe die Papiervermeidung in meinem Arbeitsablauf immer mehr perfektioniert. Ich glaube deutlich zu spüren, dass mir die Konzentration auf gedruckte Inhalte heute schwerer fällt als damals. Es setzt sich nicht mehr so viel im Gedächtnis fest und bei komplizierten Schilderungen muss ich häufig im Text zurückspringen.
Elektronische Medien sind meiner Ansicht nach weniger anspruchsvoll hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit eines Menschen. Das könnte in der frühen Entwicklung sehr schädlich sein.
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Vollkommen richtig:
Die neuen Medien stellen uns vor neuen Problemen und Herausforderungen und geben uns auch dafür neue Möglichkeit.
Speziell der älter werdende Mensch hat teilweise sehr grosse Schwierigkeiten anzutreffen.
Diese sind nicht allein geistiger Natur:
Der Mensch wird jeden Tag erfahrener (edle Umschreibung für Älter). Manche Veränderungen kommen einem vollkommen überraschend vor, beispielsweise, dass man nicht mehr so sieht wie früher. Meine Erfahrung ist, dass viele Augenärzte da wenig hilfreich sind, und auch die Optiker.
Parallel ist es so, dass der technologische Fortschritt vorangeht: Die Bildschirme werden immer grösser, ihre Körnung wird auch besser, aber die mehreren Systeme, die miteinander konkurieren, sind nicht gleichwertig gut.
Für die Auge, aber auch für den Gehirn, der Abweichungen ausgleicht (wir haben eine Riesensoftware dafür im Kopf

!) und uns vortäuschen soll, dass wir alles gleichmässig sehen, ist es eine Herausforderung.
Mit den Stufengläsern oder Gleitsichtgläser kommen bei manchen die ersten richtigen Schwierigkeiten los:
- der obere Bildschirmrand ist in der "Fernsicht" der Brille, also total unscharf
- der Bildschirmfuss kommt nicht tief genug runter, um das zumindest teilweise auszugleichen
- auch der untere Bildschirmrand ist in einer anderen Entfernung als der normale Leseabstand, auf welchem der Optiker die Lesebrille oder den Leseteil der Gleitsichtbrille abstimmt.
- die Bildkörnung ist zum Teil miserabel
- manche Betriebssysteme und manche Hardware gibt die Bildschärfe nicht her (fehlerhafte oder nur grobe Hardware-Erkennung, unzureichende Bildspeichergrösse oder -Zuweisung) usw.
Hast du die Sehhilfe auf Bildschirmabstand (oft 55..60 cm) einstellen lassen, dann hast du in der Tat danach mehr Mühe, auf Papier (oft 45..50 cm) zu lesen.
denn
dein Gehirn kompensiert einige Unzulänglichkeiten aus, und hat ohnehin viel zu tun. kommt mehr Belastung, weil noch etwas nicht stimmt, kann es schwierig werden.
irgendwann wird die (Arbeits-)Medizin sich dem Thema annehmen müssen. allerdings ohne Mitarbeit der Industrie (PC, Video aber auch Sehhilfenoptik), ist es umsonst: Ich verteufle mein Belinea-Flachbildschirm, der nicht tief genug runter kommt, und sich nicht ausreichend schräg stellen lässt, ein Mistding von einem in meinen Augen unqualifizierten Hersteller! Mein alter Vater hat einen besseren Bildschirm aus einem Fujitu-Siemens Gesamtpakett, der damals ein Vermögen gekostet hat. aber dafür ist der Bildschirm wirklich bis zum Tisch absenkbar!
selâm