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Gedichte und Geschichten - siir ve hikaye Gedichte und Geschichten. Wer liest sie nicht gerne.
siir ve hikaye

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Alt 20.03.2008, 17:28
sultansleyman
 
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ein paar Gedanken

Wenn das Wetter wie heute tief trüb und dunkel ist, drausen der Wind weht und die zartrosanen Blüten des Magnolienbaumes von funkelndem Frost umgeben sind, und ich einen angenehmen Gesprächspartner habe, kann es geschehen, dass ich in eine Welt abtauche die in weiter vergangenheit liegt. Dann denke ich an die Menschen, die in mein Leben getreten sind, die es verändert haben - oder einfach nur mal durchkreuzten. Ich denke an die Menschen, die ich lieb gewonnen habe, an die, die ich immer noch nicht mag und an jene die nicht mehr hier sind. Meistens lächel ich dabei, wenngleich ich auch sehr traurig bin, meine Freuden nicht mehr mit ihnen teilen zu können, jene Momente - die mich mit wärme umgeben, die mir ein schmunzeln entlocken oder meine Augen zum leuchten bringen.

Ich musste heute an meine liebe verstorbene Tante denken, sie wohnte in einem alten Haus aus Holz, das Haus hatte etwas Märchenhaftes, es hatte einen ganz eigenen geruch, eine eigene Stimme. Als Kind , wenn ich meine Tante besuchte, kroch ich nachts immer zu ihr ins Bett, weil ich dachte, dass das Haus lebendig wird. Es knarrte und kinisterte von überall her. Seltsam - wenn ich heute irgendwo eine Diele oder eine Türe knarren höre, dann kann ich die Haut meiner Tante riechen. Sie roch immer so nach Nelke und Zimt, selbst die Räume in denen sie sich aufhielt waren von ihrem Duft umhüllt. Ich denke immer wie wenig mir doch von meiner Tante geblieben ist, dann gehe ich jedoch in mich und merke wie allgegenwärtig sie doch ist. Auf dem Sofa liegen die selbstgestrickten Socken mit denen sie mich immer eindeckte. Ein Kleidungsstück hier, ein Schaal da, aber viel wichtiger ist, die Erinnerung an sie ist in mir, in jeder knarrenden Diele, und in jedem Duft der nach Zimt und Nelke riecht.

Bei meinem kleinen Streifzug durch die Vergangenheit musste ich auch an meinen verstorbenen Freund denken, es wird Frühling und sein Geburtstag rückt wieder näher. Ein Tag der immer sehr aufregend war. Heute ist er einfach nur still aber in dieser Stille liegt so viel Kraft, das es Ohrenbetäubend wirkt. Genauso war sein Abschied, es war ganz still um ihn, weil er alleine war, alleine in diesem weißgetünchten Zimmer, und alleine in seiner Seele. Freundschaft - ja was bedeutet das eigentlich ? Heißt das einen Menschen den man gerne hat durch alle Lebenslagen zu begleiten, oder heißt es sein eigenes Leben zu leben und da zu sein wenn man gebraucht wird. Ich glaube, es bedeutet die Hand zu reichen wenn danach gesucht wird.

Vielleicht leben wir unser Leben auch deshalb so ruhelos, weil wir immer auf der Suche sind, stendig in Bewegung - in Eile. Da hilft es manchmal so wie heute in sich zu gehen und Ruhe zu finden. Sich zu besinnen - auf das was man hat und denen ein Lächeln zu schenken, die einen bei solch stürmischen Tagen wärmen.
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Alt 20.03.2008, 17:40
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TT-Schreck
 
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Zitat von sultansleyman Beitrag anzeigen
Wenn das Wetter wie heute tief trüb und dunkel ist, drausen der Wind weht und die zartrosanen Blüten des Magnolienbaumes von funkelndem Frost umgeben sind, und ich einen angenehmen Gesprächspartner habe, kann es geschehen, dass ich in eine Welt abtauche die in weiter vergangenheit liegt. Dann denke ich an die Menschen, die in mein Leben getreten sind, die es verändert haben - oder einfach nur mal durchkreuzten. Ich denke an die Menschen, die ich lieb gewonnen habe, an die, die ich immer noch nicht mag und an jene die nicht mehr hier sind. Meistens lächel ich dabei, wenngleich ich auch sehr traurig bin, meine Freuden nicht mehr mit ihnen teilen zu können, jene Momente - die mich mit wärme umgeben, die mir ein schmunzeln entlocken oder meine Augen zum leuchten bringen.

Ich musste heute an meine liebe verstorbene Tante denken, sie wohnte in einem alten Haus aus Holz, das Haus hatte etwas Märchenhaftes, es hatte einen ganz eigenen geruch, eine eigene Stimme. Als Kind , wenn ich meine Tante besuchte, kroch ich nachts immer zu ihr ins Bett, weil ich dachte, dass das Haus lebendig wird. Es knarrte und kinisterte von überall her. Seltsam - wenn ich heute irgendwo eine Diele oder eine Türe knarren höre, dann kann ich die Haut meiner Tante riechen. Sie roch immer so nach Nelke und Zimt, selbst die Räume in denen sie sich aufhielt waren von ihrem Duft umhüllt. Ich denke immer wie wenig mir doch von meiner Tante geblieben ist, dann gehe ich jedoch in mich und merke wie allgegenwärtig sie doch ist. Auf dem Sofa liegen die selbstgestrickten Socken mit denen sie mich immer eindeckte. Ein Kleidungsstück hier, ein Schaal da, aber viel wichtiger ist, die Erinnerung an sie ist in mir, in jeder knarrenden Diele, und in jedem Duft der nach Zimt und Nelke riecht.

Bei meinem kleinen Streifzug durch die Vergangenheit musste ich auch an meinen verstorbenen Freund denken, es wird Frühling und sein Geburtstag rückt wieder näher. Ein Tag der immer sehr aufregend war. Heute ist er einfach nur still aber in dieser Stille liegt so viel Kraft, das es Ohrenbetäubend wirkt. Genauso war sein Abschied, es war ganz still um ihn, weil er alleine war, alleine in diesem weißgetünchten Zimmer, und alleine in seiner Seele. Freundschaft - ja was bedeutet das eigentlich ? Heißt das einen Menschen den man gerne hat durch alle Lebenslagen zu begleiten, oder heißt es sein eigenes Leben zu leben und da zu sein wenn man gebraucht wird. Ich glaube, es bedeutet die Hand zu reichen wenn danach gesucht wird.

Vielleicht leben wir unser Leben auch deshalb so ruhelos, weil wir immer auf der Suche sind, stendig in Bewegung - in Eile. Da hilft es manchmal so wie heute in sich zu gehen und Ruhe zu finden. Sich zu besinnen - auf das was man hat und denen ein Lächeln zu schenken, die einen bei solch stürmischen Tagen wärmen.

Das hast du sehr schön geschrieben. Ja, ich habe auch jahrelang gehetzt, weil ich alles auf einmal machen wollte. Ich habe mir zu wenig Zeit für meine Familie genommen und habe auch mich vernachlässigt. Dann musste ich in meinem Beruf eine Entscheidung treffen, die mein ganzes Leben beeinflusst hat. Plötzlich war nichts mehr wie vorher. Alles was mir vorher normal schien, war von einem auf den anderen M oment nicht mehr möglich. Ich habe mich 2 Jahre lang nur begrenzt bewegen können. In dieser Zeit ist mir klar geworden, was mir wichtig ist im Leben. Ich nehme mir heute Zeit für meine Kinder, für meine Freunde und mache auch meine Arbeit aus einer ganz anderen Sichtweise heraus. Die Zeit wahr unsagbar schwer, aber durch diesen Einschnitt habe ich gemerkt, dass dieses Hasten durchs Leben, ganz schnell vorbei sein kann
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