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Gedichte und Geschichten - siir ve hikaye Gedichte und Geschichten. Wer liest sie nicht gerne.
siir ve hikaye

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  #1 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 11:44
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Deutsch-Türkischer Roman

Hallo,

ich habe einen Roman über eine 18-jährige Türkin geschrieben, das in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen ist. Die erste Reaktion seitens der Verlage war leider nicht so positiv.

Es hieß, dass ich die Story zu einseitig geschrieben habe, einige kritische Punkte zwischen Deutschen und Türken, oder Türken in Deutschland nicht erwähnt habe und sie somit stillschweigend toleriere. Das war nie meine Absicht und deshalb wende ich mich heute mit einer Bitte an euch.

Wer hätte Lust, dieses Manuskript (240 Seiten) zu lesen und kritisch zu beurteilen? Jede Art von konstuktiver Kritik, Anmerkungen oder Verbesserungen ist erwünscht.

Bitte meldet euch nur, wenn ihr wirklich interessiert seit.

Ich habe euch das Exposè unten mit eingefügt, damit ihr einen Eindruck vom Inhalt bekommt. Ich hätte es auch als Dokument eingefügt, aber aus irgend einem Grund funktioniert es nicht.

Vielen Dank an euch.

Bernd-Michael


Exposé
Halbmond über Kreuzberg

Ayla-Sara Yildiz, eine achtzehnjährige Deutschtürkin, verbrachte ihre Kindheit in einem Berliner Kinderheim und möchte jetzt endlich in ih-rer eigenen Wohnung in Kreuzberg ihren Traum vom eigenständigen Leben erfüllen. Eines Abends bekommt sie unerwarteten Besuch von der Journalistin Katja Vollmers. Die Nachricht, dass ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wurde, reißt alte Wunden wieder auf.
Ayla war gerade vier Jahre alt, als ihre Mutter auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Ihr Vater, der für die Tatzeit kein Alibi hatte und zu-dem von einer Zeugin schwer belastet wurde, wurde zu vierzehn Jah-ren Haft verurteilt. Da sich die Eltern ihrer Mutter weigerten, die Tochter eines Türken großzuziehen, kam Ayla ins Heim.
Die Journalistin übergibt Ayla Aufzeichnungen ihres Vaters, die er im Gefängnis geschrieben hat und erzählt ihr auch von einem Drohbrief, den ihr Vater kurz nach seiner Entlassung erhalten hatte. Irgendje-mand wollte unter allen Umständen verhindern, dass Ayla ihren Vater wieder sieht. Mit jeder Zeile, die sie im Tagebuch ihres Vaters liest, bröckelt das hasserfüllte Bild, das sie sich in all den Jahren von ihm gemacht hat. Gegen den Willen ihres Freundes macht sich Ayla zu-sammen mit der Journalistin auf die Suche nach ihm und sie reisen an die türkische Westküste in den Urlaubsort Içmeler.
In der Pension angekommen, muss Ayla feststellen, dass sich jemand am Telefon nach ihr erkundigt hat, ohne seinen Namen zu nennen. Und schon am zweiten Abend, nachdem sie zum ersten Mal ihre tür-kischen Großeltern besucht hat, entdeckt sie einen Jeep, der ihr of-fenbar gefolgt war.
Nach einem weiteren Tag der Suche findet sie an der Rezeption eine Nachricht vor, dass sie zur Akpinar, einem Ausflugsboot im Hafen, kommen soll. Auf diesem Boot hatten ihre Eltern ihre Hochzeitsreise verbracht und Ayla erkennt es von einem Foto, das ihr Vater seinem Tagebuch beigelegt hatte. Der Skipper dieses Bootes bringt sie nach Turunç, wo sie schließlich auf ihren Vater trifft. Ayla’s Vermutung, dass ihr Vater nach ihr gesucht hat, bestätigt sich nicht.
Auf dem Boot lernt sie auch Deniz kennen, einen türkischen Jungen, der auf der Akpinar arbeitet.
Am Abend lauert Stefan, Ayla’s Freund, ihr an einer Telefonzelle auf und bedrängt sie, wieder mit nach Berlin zu kommen, doch sie weigert sich, zumal sie keine Ahnung hatte, dass Stefan ihr gefolgt war. Sie flüchtet vor Verzweiflung auf die Akpinar, wo sie im Morgengrauen von Deniz aufgefunden wird.
In den nächsten Tagen lernt sie ihren Vater neu kennen und gleichzei-tig spürt sie, dass sie sich zu Deniz hingezogen fühlt.
Katja wird von ihrem Boss nach Kreuzberg zurückgerufen. Ayla will sie begleiten, weil sie sich das Zimmer allein nicht leisten kann, doch dann bietet ihr Vater an, dass sie für ein paar Tage bei ihm wohnen kann. Ayla willigt ein.
Doch eines Abends taucht Stefan unvermittelt auf dem Bootssteg auf. In seinem Zorn verrät er Ayla, dass ihr deutscher Großvater damals eine Zeugin zu einer Falschaussage gezwungen hat. Als es zu einer Schlägerei zwischen Deniz und Stefan kommt, nimmt die Polizei beide in Gewahrsam. Ayla beschließt, nach Kreuzberg zurückzukehren, um ihren Großvater zur Rede zu stellen. Als sie ihm gegenübersteht, spürt sie seinen ungebrochenen Hass und die Sturheit gegenüber ihrem Va-ter.
Zwei Tage später erfährt sie schließlich die unfassbare Wahrheit über den Tod ihrer Mutter.
Jetzt steht sie vor der Entscheidung: Kreuzberg oder Içmeler...
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  #2 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 12:01
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Zitat:
Zitat von Bernd-Michael Beitrag anzeigen
Hallo,

ich habe einen Roman über eine 18-jährige Türkin geschrieben, das in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen ist..
Das hört sich doch schon mal vielversprechend an!
Schade, dass die Resonanz nicht positiv war. Bei welchen Verlagen hast du dein Manuskript eingereicht?
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  #3 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 12:29
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AW: Deutsch-Türkischer Roman

Hallo,

ich habe es schon bei vielen mittleren und großen Verlage angeboten.
Entweder wurde es ohne besonderen Grund abgelehnt oder eben mit dem Hinweis, dass die Story nicht authentisch ist, also weit weg von der Realität.
Ich wollte mich halt ein wenig fernhalten von den Problemen wie Bruder bewacht kleine Schwester bis hin zum Ehrenmord. Klar, gibt es diese schlimmen Dinge immer noch, trotzdem müssen sie ja nicht in jedem deutsch-türkischen Roman eine Rolle spielen.

Gruß

Bernd-Michael
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  #4 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 12:48
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Zitat:
Zitat von Bernd-Michael Beitrag anzeigen
Hallo,

ich habe es schon bei vielen mittleren und großen Verlage angeboten.
Entweder wurde es ohne besonderen Grund abgelehnt oder eben mit dem Hinweis, dass die Story nicht authentisch ist, also weit weg von der Realität.
Ich wollte mich halt ein wenig fernhalten von den Problemen wie Bruder bewacht kleine Schwester bis hin zum Ehrenmord. Klar, gibt es diese schlimmen Dinge immer noch, trotzdem müssen sie ja nicht in jedem deutsch-türkischen Roman eine Rolle spielen.

Gruß

Bernd-Michael
Jetzt weiß ich immer noch nicht, bei welchen Verlagen du es versucht hast. Die Ansprüche sind ja sehr unterschiedlich, ein hochliterarischer Verlag ist sicher nicht interessiert.
Vom Thema her wäre es was für Heyne oder Bastei-Lübbe.

Vielleicht überarbeitest du dein Werk noch einmal. Ich kenne den gesamten Inhalt nicht, aber wenn du schon Tipps bekommen hast, woran, die Ablehnung liegt, wäre es ratsam, den Wünschen der Lektoren etwas nachzukommen, um dem Verlagsprofil gerecht zu werden.
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  #5 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 12:53
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Zitat:
Zitat von Bernd-Michael Beitrag anzeigen
Hallo,

ich habe es schon bei vielen mittleren und großen Verlage angeboten.
Entweder wurde es ohne besonderen Grund abgelehnt oder eben mit dem Hinweis, dass die Story nicht authentisch ist, also weit weg von der Realität.
Ich wollte mich halt ein wenig fernhalten von den Problemen wie Bruder bewacht kleine Schwester bis hin zum Ehrenmord. Klar, gibt es diese schlimmen Dinge immer noch, trotzdem müssen sie ja nicht in jedem deutsch-türkischen Roman eine Rolle spielen.

Gruß

Bernd-Michael
Dem stimme ich zu!
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  #6 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 12:58
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Also, irgendwie geht mir die Geschichte zu schnell. Weiss nicht wie ich es erklaeren soll.

Oder ist es die Zusammenfassung auf dem Cover??
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  #7 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 13:03
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Zitat:
Zitat von Elvin Beitrag anzeigen
Also, irgendwie geht mir die Geschichte zu schnell. Weiss nicht wie ich es erklaeren soll.

Oder ist es die Zusammenfassung auf dem Cover??
Das ist nur ne partielle Zusammenfassung. Der Roman hat doch 240 Seiten!
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  #8 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 13:06
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Zitat:
Zitat von ege35 Beitrag anzeigen
Das ist nur ne partielle Zusammenfassung. Der Roman hat doch 240 Seiten!
Wobei ich finde, für ein Cover wird schon zu viel verraten.
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  #9 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 13:13
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Zitat von Farina Beitrag anzeigen
Wobei ich finde, für ein Cover wird schon zu viel verraten.
Ist doch auch nicht die Zusammenfassung auf dem Cover!
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  #10 (Permalink)  
Alt 05.10.2008, 13:14
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Zitat:
Zitat von ege35 Beitrag anzeigen
Ist doch auch nicht die Zusammenfassung auf dem Cover!
Ja, habe ich auch angenommen.
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