Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

06.10.2007, 11:41
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TT-Schreck
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von Tatar
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Eines Freitags, als der Hoca wieder seine Predigt hielt und ich nur zur Hälfte am zuhören war, da sagte er etwas entscheidendes, was ich nie vergessen werde und was ich auch irgendwann meinen Kinder erzählen werde (Ins allah), und zwar
"Allah hilft wahrlich nur denen, die an ihr Ziel glauben und auch dafür was tun und regelmäßig dafür beten. Allah hilft jedoch nicht denen,
die nur beten und hoffen, aber nichts dafür tun."
Tatar
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Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Eine Weisheit die es so auch im Deutschen gibt.
Das muss für dich ein sehr intensives halbes Jahr gewesen sein, alle Achtung Tatar.
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80% aller TT-User sind sauer auf mich, die anderen 25% schaffe ich auch noch
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06.10.2007, 12:46
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TT-Rund-um-die-Uhr-Poster
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von Tatar
So langsam kam ich aus meiner "Kanaken-Identität" heraus, die mir so viel Selbstvertrauen gegeben hat, aber mehr geschadet hat als ich dachte.....
....."Ändere deine Einstellung zu den Menschen, und die Menschen änderen ihre Einstellung zu dir" Samy Molcho
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Du hast mit diesen zwei Sätzen die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.
Sobald man sich aus der selbstgewählten Isolierung heraus bewegt, erkennt man
dass die Umwelt gar nicht soooo fremdenfeidlich ist wie man früher immer wahrnahm.
Ohne jetzt in Abrede stellen zu wollen, dass es auch welche gibt.
Wenn ich mich abgrenze, brauche ich mich nicht wundern,
dass von der Außenwelt genau diese Abgrenzung stattfindet.
Viele Türken haben Angst, dass sie ihre Identität/Kultur verlieren sobald sie sich öffnen.
Wenn man Gefahr läuft seine Identität so schnell zu verlieren,
dann ist es keine starke und ausgeprägte Identität.
Es ist wohl eher eine künstlich aufgebaute harte aber sehr dünne Schale.
Wahre Stärke kommt von innen.
Identität und Selbstbewußtsein bekommt man nicht durch das zurück orientieren auf seine Vorfahren, sondern in dem man sich mit seiner eigenen Zukunft befasst und sich Ziele setzt.
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Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur ungeeignete Kleidung.
Geändert von Anouk (07.10.2007 um 16:31 Uhr).
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06.10.2007, 21:38
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TT-Gelegenheitsposter
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
man merkt in den letzten jahren immer mehr, dass wir uns um unser leben mehr gedanken machen. mit musik geld verdienen schön und gut, wir sind aber nicht saad el-haddad, ekrem bora, anis ferchichi oder savas yurden, die mal zur richtigen zeit am richtigen ort waren, das sind träumereien und wenn man die realitäten erkennt, dann ist es wichtig einen guten schulabschluss zu machen, eine seriöse ausnildung oder studieren zu gehen. man muss doch auch daran denken, dass man mal kinder haben wird und man eigentlich nicht will, dass die im selben dreck aufwachsen wie man selber. irgendwann ist es zeit erwachsen zu werden und sich den problemen zu stellen und nicht den leichten weg zu gehen.
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07.10.2007, 01:15
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TT-Tastaturschoner
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von imrece
man merkt in den letzten jahren immer mehr, dass wir uns um unser leben mehr gedanken machen. mit musik geld verdienen schön und gut, wir sind aber nicht saad el-haddad, ekrem bora, anis ferchichi oder savas yurden, die mal zur richtigen zeit am richtigen ort waren, das sind träumereien und wenn man die realitäten erkennt, dann ist es wichtig einen guten schulabschluss zu machen, eine seriöse ausnildung oder studieren zu gehen. man muss doch auch daran denken, dass man mal kinder haben wird und man eigentlich nicht will, dass die im selben dreck aufwachsen wie man selber. irgendwann ist es zeit erwachsen zu werden und sich den problemen zu stellen und nicht den leichten weg zu gehen.
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Really right. Diese Erwachsenheit fehlt leider zu vielen .
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07.10.2007, 15:58
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TT-Stammposter
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
bonjour
kann man überhaupt ein glücklicher oder gar zur not nur zufriedener ausländer sein?
wären deutsche in der türkei glückliche ausländer?
wären sie noch glücklicher in der türkei, wenn sie nicht mit einer türkin / einem türken verheiratet wären?
gibt es nicht in diesen mischgesellschaften, die familien auch sind, immer eine / einer, der der klügste (der klügste gibt nach!) sein muss?
haben nicht sdost und eniste insofern recht, dass ein türke, der hier bleiben will, aber ein stolzer oder ein bewusster türke, weiterhin ein türke selbst halbherzig mit sich selbst umgeht, nicht nur die gesellschaft, die ihm zusätzliche mühe vorbereitet?
als amerika besiedelt wurde, gingen die wenigsten mit der absicht weg, das zu bleiben, was sie bis zur abreise waren, es sei denn sie waren in der verwaltung! sie besiedelten das land, mit der absicht dort etwas dauerhaftes aufzubauen, ein völlig neues leben anzufangen.
die religion ist auch eine faule ausrede:
wäre sarkosy jude wie sein vater, wäre er heute wie viele türken ausgegrenzt, idem laurent fabius (damals der jüngste premier minister eines grossen westlichen lands), und man kann vorhersagen, ohne sich viel irren zu müssen, dass die zwei aktuellen muslemischen minister in frankreich nie staatschef werden können, weil der staatschef nicht nominiert wird, sondern gewählt wird, gleich wie gut sie sind (ausserdem sind sie frauen, was heute immer noch leider eine spezielle hürde bedeutet!). der Aznavourian wäre nie so berühmt geworden, wenn er seinen armenischen namen nie einer kleinen kosmetischen korrektur unterzogen hätte. und das ist nicht von heute so: das haben viele historische staatsmänner in dieser art und weise nachgegeben, bevor sie berühmt wurden, und haben auch die religion wechseln müssen. ist es so schlimm wirklich? gibt es 30 götter? eins pro nation? oder beten nicht alle den gleichen gott?
der ausländer hat im grunde genommen nur zwei möglichkeiten:
mitmachen
oder
widerstehen!
aber dann hat er sich selbst ausgegrenzt!
schlimm ist nur, wenn die ausgrenzung aufrechterhalten bleibt, wenn man alle kriterien wie die anderen erfüllt, oder wenn sie wiederkommt, wie in der nazzi-zeit. tatsache ist, dass in islamischen ländern, wo die juden moslem geworden sind, es viel ruhe gebracht hat. Fès, in Marokko, war so gut wie eine jüddische Stadt. sie wurde als zwangskonvertiert (tun die moslems also auch; es gibt bestimmt nicht nur toleranz, auch in der türkei gewiss nicht, oder?). und seither gibt's frieden, obwohl die fasi-namen immer noch an ihrer jüdischen herkunft errinern.
ist es nicht so?
salut
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07.10.2007, 16:24
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von solresol
bonjour
kann man überhaupt ein glücklicher oder gar zur not nur zufriedener ausländer sein?
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Es gibt in der Morgenpost eine Rubrik
Guten Morgen, Berlin!
Die Welt zu Gast in der Hauptstadt
Da schreiben in Berlin lebende Ausländer in wenigen Sätzen, was ihnen an Berlin gefällt und was nicht.
Am 5.10. schrieb Mustafa Karadeniz:
In der Türkei mochte ich vor allem die Mentalität nicht, es war dreckig und es gibt keine Wälder. Deshalb habe ich hier das Gefühl im Paradies zu sein. Mein Lieblingsplatz ist der Rosengarten.
Gut, mit google-earth sieht es ganz schön kahl aus in der Türkei, aber dreckig, das dachte ich immer von Berlin. Und was meint er mit Mentalität der Türken.
Scheint mir doch alles sehr subjektiv zu sein!
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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07.10.2007, 16:51
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von alterali
Am 5.10. schrieb Mustafa Karadeniz:
In der Türkei mochte ich vor allem die Mentalität nicht, es war dreckig und es gibt keine Wälder. Deshalb habe ich hier das Gefühl im Paradies zu sein. Mein Lieblingsplatz ist der Rosengarten.
Gut, mit google-earth sieht es ganz schön kahl aus in der Türkei, aber dreckig, das dachte ich immer von Berlin. Und was meint er mit Mentalität der Türken.
Scheint mir doch alles sehr subjektiv zu sein!
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Armer Mustafa. Heißt ausgerechnet Karadeniz (Schwarzes Meer) und kennt keine türkischen Wälder. Besonders die Schwarzmeerküste (unser türkischer Schwarzwald) hat da einiges schönes zu bieten
Schau mal hier rein
TÜRKİYE ORMAN HARİTASI: http://www.ogm.gov.tr/maps/turkiye/orman1.htm
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07.10.2007, 19:46
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Zitat:
Zitat von sultansleyman
Armer Mustafa. Heißt ausgerechnet Karadeniz (Schwarzes Meer) und kennt keine türkischen Wälder.
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Schöne Gegend!
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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09.10.2007, 21:24
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TT-Akkordschreiber
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Hallo Tatar,
ich habe wieder einmal die meisten Postings nicht gelesen und schreibe drauf los.
Auch ich bin in einer Kleinstadt besser gesagt in einem Kaff aufgewachsen aber ich habe niemals etwas negatives erlebt. Auch ich war auf dem Gymnasium. Alle haben mich aufgenommen als waere ich eine von ihnen. Wir hatten 10 Italianer und die waren fuer sie Auslaender aber ich war niemals fuer sie eine Auslaenderin. Da war nur ein Idiot dessen Vater sein Job in Irak verloren hat weil er sich etwas verbockt hat. Weil sein Vater Arbeitslos war dachte er alle Auslaender sind schuld daran dass sie nun von der Arbeitslosenhilfe leben muessen und dass mein Vater ein Arzt ist und wir keine Geldsorgen haben, hat es mir auch nicht leichter gemacht. Aber er wurde sofort Zurecht gewiesen von anderen Mitschuelern. Deshalb ist er nicht der Rede Wert.
Vielleicht solltest du einfach etwas lockerer drauf sein und dir nicht alles zu Herzen zu nehmen. Es koennte ja sein dass du ein bisschen zu verschlossen bist.
Gruss
Elvin
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10.10.2007, 01:05
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TT-Rund-um-die-Uhr-Poster
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AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
Das ist wie ein Bild aus dem Schwarzwald oder Oberbayern und doch in der Türkei.
Es ist trotzdem immer wieder erschreckend über der Türkei fliegend
so viele gerodete Gebiete zu sehen.
Meine Mutter kann sich noch an Wälder in Kapadokkien erinnern
wo heute gerade mal Büsche wachsen.
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