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Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung.
Wer/Was/Wie bin ich?

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  #41 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 06:51
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Zitat:
Zitat von Genevieve Beitrag anzeigen
ich weiss nicht, solange dadurch niemand bewusst und mit böser absicht ausgegrenzt wird, ist das ok. schwieriger ist es, wenn sprache instrumentalisiert wird.
bei mir ist es so, dass ich oftmals -je nach besetzung- mit dem kollegen nach rechts englisch und mit der nach links französisch quatsche...aber ich bin mittlerweile auch einfach gewohnt, zwischen den sprachen zu switchen.
meist einigt man sich auf die sprache, derer alle mächtig sind- das ist in den seltensten fällen deutsch...aber es wechselt, der vorteil vom freiberuflerleben
Ja, so ist es ja auch wünschenswert, dass man sich am Ende auf eine Sprache einigt die alle einigermaßen sprechen oder verstehen.

Also ich würde es schon als Ausgrenzung empfinden, wenn ich in einen Raum komme und als einzige die Sprache nicht spreche und dann einsam und alleine in der Ecke sitzen dürfte, da man sich in einer Sprache unterhält die ich nicht beherrsche. Ich glaube in diesem Situationen kommt das schlechte Gefühl auf. Und ich kenne es auch kleineren Gruuppen so, dass dann ein Mitglied als Übersetzer tätig war, wenn es sonst nicht funktioniert hat. Das wäre ein großer Schritt zur Integration und manchmal müssen auch Deutsche integriert werden.
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  #42 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 07:49
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?Türkisch sprechen bei der Arbeit

Zitat:
Zitat von berliner Beitrag anzeigen
1) Vor Anderen in einer Sprache kommunizieren, die nicht alle verstehen, bedeutet Ausgrenzung und ist extrem unhöflich ! Sprich : Bullshit !

2) Mit Integrationspolitik hat das nicht zu tun, sondern mit menschlichen Werten.

3) Manche Deutsche - wenn sie denken, man versteht sie nicht - sprechen in Anwesenheit von Nicht-Deutschen negativ über den nebenan sitzenden Menschen.

Fazit : Sprachliche Ausgrenzung oder das Nutzen des Intrumentes Sprache zur Diskriminierung ist unhöflich, asozial und feige !
Also ich weiß ja nicht, bekanntlich war ich ja vor einem Jahr zu Sprachkursen in Istanbul. Und ich habe festgestellt, wann immer sich Deutsche untereinander begegnet sind, haben die Deutsch miteinander gesprochen, wie unhöflich !

Ich erinnere mich auch an den Film, wo sich viele Deutsche, Immobilienbesitz in der Türkei in Alanya, gekauft haben. Soweit ich erinnere, konnten die meisten noch nicht einmal Türkisch.

Aber ich verstehe die oben gemachten Aussagen so, dass es nur um die Ausländer geht, die nicht Deutsch sprechen. Es ist schon eine Frage der Werte, dass man Deutsch sprechen kann. Das kann man als Deutscher von einem Ausländer ja wohl erwarten, nicht wahr ?

Was für ein Bullshit !
__________________
Allah gümüş kapıyı kaparsa, altın kapıyı açar.
Wenn Gott die silberne Tür verschließt, öffnet er dafür die goldene Tür.
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  #43 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 09:31
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Cool AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Zitat:
Zitat von ra-sim Beitrag anzeigen
Ich spreche Deutsch wie meine Muttersprache bin ja auch hier geboren und aufgewachsen, aber ich liebe es türkisch reden zu können wenn sich die Gelegenheit bietet.
Es ist jedermanns Recht miteinander in jeglicher Sprache zu reden.
Ich finde das persönlich auch in Ordnung und höchst spannend.
Ich finde es auch gut, wenn Menschen ihre Sprachkenntnisse pflegen.

Klar kann man Sprache zur Ausgrenzung instrumentalisieren (manch einer ist damit schon auf die Schnauze gefallen, weil der andere doch versteht).
Zur Ausgrenzung braucht es keine Sprache, Gesten, Blicke, Gegacker reichen.
Mobbing findet normalerweise in Deutsch statt.

Sich in einer Schule mit etlichen Nationalitäten für Deutsch als Pausensprache zu entscheiden, ist etwas ganz anderes. Hier geht es darum, Schülern zu helfen, den Gebrauch der Sprache selbst zu üben. Dort fand ich das völlig in Ordnung, zumal es von den Schülern mitgetragen wurde.

Erwachsene sind für sich selbst verantwortlich.
Wenn es in einer großen Firma in eine falsche Richtung läuft, sollten Geschäftsführung und Betriebsrat nach Lösungen suchen.


Es gibt auch Jobs, wo gute Sprachkenntnisse (türkisch, russisch usw.) dringend benötigt werden (Sprechstundenhilfe beim Arzt usw.), wo sie aber nicht bezahlt werden.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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  #44 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 10:44
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Zitat:
Zitat von karolina Beitrag anzeigen
das heist immer ausländer müssen sich anpassen,aber ich habe nie erläbt das deutsche sich irgentwoh anpassen.

jeder mensch solte individuel selbst etscheiden können was führ ihm das beste ist,ganz gleich wie man sich kleidet,welche religion man ausübt oder welche sprache man spricht

und wenn jemand nach 4-5 jahren dt immer noch nicht gut spricht heist nicht
das mann kein bock hatt die sp zu erlernen sondern vieleicht einfach ab einem gewissen alter nicht mehr gut aufnahmefähig für neues ist
Da muss ich dir widersprechen,

natürlich passen sich deutsche auch an. Ich lerne seit 4 Jahren türkisch, um mich in der Türkei in der Landessprache verständigen zu können und ich bin auch mit mitte 40 noch in der Lage diese Fremdsprache zu erlernen. Und es macht mir auch noch richtig viel Spaß.

Cindy
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  #45 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 10:46
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AW: Wieder mehr Fragen als Antworten :-(

Guten Morgen,

warum hat sich das Hebräische mehr erhalten als das Polnische? Warum wird noch in der 4. Generation von Türkei-abstammenden türkisch gesprochen? Hängt vielleicht das Erhalten der Muttersprache der Vorgenerationen von so vielen der X. Generation - deFacto ist diese ja nicht mehr lebensnotwendig - nicht auch mit dem Gefühl des "Angenommensein" zusammen?

Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, daß eine Sprache auch ein Lebensgefühl ausdrückt, was vielleicht in der anderen nicht so empfunden werden kann. Ganz gewiss nicht bin ich jemand, die Sturm laufen würde, wenn jemand arabisch spricht. Für mich ist jedoch die Grenze dort gezogen, wo Menschen mit anwesend sind, die man kennt und diese ungefragt einer Sprache aussetzt, die sie nicht beherrschen. Es ist Ausgrenzung!!! Nur warum wird dieses Instrument bewußt gewählt?

Viel interessanter wäre doch die Frage, warum das Polnische verloren ging und das Türkische nicht? Bei den Juden und den Türken gibt es schon einen gemeinsamen Nenner und das ist die "andere Religion". Jede Religion prägt die Kultur einer Gesellschaft und nach wie vor kann man dies an dem "heiligen" Sonntag erkennen, Juden und Muslime haben einen anderen "heiligen" Tag.

Je bekannter mir eine Gesellschaft vorkommt, umso eher bin ich bereit, diese zu akzeptieren, diese Menschen aufzunehmen bzw. sich zu integrieren. Ist es Frankreich, USA gelungen, wird es Deutschland gelingen?

Lieben Gruss Erna
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  #46 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 12:11
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Ich erzähle euch jetzt von meiner Erfahrung im Ausland...

Wie viele wissen arbeite ich in Prag. In unserem Büro wird Deutsch, Englisch und Tschechisch gesprochen. Ich selber kann sehr schlecht Tschechisch. Aber alle Verhandlungen versuche ich in der Muttersprache abzuhandeln, aber halt mit Dolmetsch oder halt in Englisch.

Es ist alles nur Gewöhnungssache.
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  #47 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 12:19
yurdakul
 
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AW: Wieder mehr Fragen als Antworten :-(

Zitat:
Zitat von ernamueller Beitrag anzeigen
Guten Morgen,

warum hat sich das Hebräische mehr erhalten als das Polnische? Warum wird noch in der 4. Generation von Türkei-abstammenden türkisch gesprochen? Hängt vielleicht das Erhalten der Muttersprache der Vorgenerationen von so vielen der X. Generation - deFacto ist diese ja nicht mehr lebensnotwendig - nicht auch mit dem Gefühl des "Angenommensein" zusammen?

Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, daß eine Sprache auch ein Lebensgefühl ausdrückt, was vielleicht in der anderen nicht so empfunden werden kann. Ganz gewiss nicht bin ich jemand, die Sturm laufen würde, wenn jemand arabisch spricht. Für mich ist jedoch die Grenze dort gezogen, wo Menschen mit anwesend sind, die man kennt und diese ungefragt einer Sprache aussetzt, die sie nicht beherrschen. Es ist Ausgrenzung!!! Nur warum wird dieses Instrument bewußt gewählt?

Viel interessanter wäre doch die Frage, warum das Polnische verloren ging und das Türkische nicht? Bei den Juden und den Türken gibt es schon einen gemeinsamen Nenner und das ist die "andere Religion". Jede Religion prägt die Kultur einer Gesellschaft und nach wie vor kann man dies an dem "heiligen" Sonntag erkennen, Juden und Muslime haben einen anderen "heiligen" Tag.

Je bekannter mir eine Gesellschaft vorkommt, umso eher bin ich bereit, diese zu akzeptieren, diese Menschen aufzunehmen bzw. sich zu integrieren. Ist es Frankreich, USA gelungen, wird es Deutschland gelingen?

Lieben Gruss Erna

In den französischen Banlieues wird astreines französisch gesprochen.In Frankreich spielen Sprachprobleme keine Rolle, weil es keine gibt.
Und trotzdem gibt es Diskriminierung und Ausgrenzung.
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  #48 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 12:23
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

@yurdakul, wird französisch gesprochen, sobald Sprachfremde mit zugegen sind?
Und, ist die Muttersprache der Nichtfranzosen verloren bzw. geht sie verloren?

Geändert von ernamueller (30.11.2007 um 12:26 Uhr).
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  #49 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 12:29
yurdakul
 
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Zitat:
Zitat von ernamueller Beitrag anzeigen
@yurdakul, wird französisch gesprochen, sobald Sprachfremde mit zugegen sind?

Das hängt bestimmt davon ab, welches persönliche Verhältnis man zu dem "Sprachfremden" hat.
Es gibt ja auch Deutsche bei uns in der Firma, die nicht mehr miteinander reden als geschäftsbedingt nötig ist.

Ausserhalb des Jobs treff ich mich eh nur mit Leuten , die ich leiden kann (wie jeder andere auch) und da ist es doch selbstverständlich, dass ich eine Sprache spreche, die jeder versteht.
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  #50 (Permalink)  
Alt 30.11.2007, 12:31
yurdakul
 
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AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Zitat:
Zitat von ernamueller Beitrag anzeigen
@yurdakul, wird französisch gesprochen, sobald Sprachfremde mit zugegen sind?
Und, ist die Muttersprache der Nichtfranzosen verloren bzw. geht sie verloren?

Ist das Verlieren der Muttersprache gesellschaftlich erwünscht oder eher zu bedauern?

Die "Nichtfranzosen" legen sehr hohen wert darauf, dass sie Franzosen sind
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