Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

19.01.2008, 10:45
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AW: unverstandene integration
Wenn man mal über den Tellerrand der Migranten hinaussieht und an Kranke, Behinderte, Arme, Alte und Fremde (z.B. Sinti), ja sogar Kinder denkt, dann muss Integration zuerst ein aktives Angebot der Gesellschaft sein.
Jemand im Rollstuhl wird meist keine Treppen steigen können, auch die Alten tun sich schwer. Entsprechende Baurichtlinien sind erforderlich.
Vor Jahrzehnten hieß es bei der BVG in Berlin zum Beispiel noch: wir sind doch kein Krüppelbeförderungs-Unternehmen.
In Deutschland hat sich in dieser Hinsicht schon einiges getan.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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19.01.2008, 10:51
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AW: unverstandene integration
Zitat:
Zitat von alterali
Wenn man mal über den Tellerrand der Migranten hinaussieht und an Kranke, Behinderte, Arme, Alte und Fremde (z.B. Sinti), ja sogar Kinder denkt, dann muss Integration zuerst ein aktives Angebot der Gesellschaft sein.
Jemand im Rollstuhl wird meist keine Treppen steigen können, auch die Alten tun sich schwer. Entsprechende Baurichtlinien sind erforderlich.
Vor Jahrzehnten hieß es bei der BVG in Berlin zum Beispiel noch: wir sind doch kein Krüppelbeförderungs-Unternehmen.
In Deutschland hat sich in dieser Hinsicht schon einiges getan.
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Selbst sozial schwache Familien, müssen viel mehr integriert werden unabhängig von der Nationalität. Die Kinder aus diesen Familien, werden kaum berücksichtigt. Familien mit schweren Vorkommnissen werden nicht struktuiert unterstützt. Es reicht nicht aus ihnen Lebenserhaltungskosten zu geben und sich von ihnen komplett abzuschirmen.
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"Gönül ne kahve ister ne kahvehane,gönül sohbet ister kahve bahane"
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19.01.2008, 10:57
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AW: unverstandene integration
merhaba berliner, merhaba moonstruck
Zitat:
Zitat von berliner
Sorry, aber ich kann diese Worte Migration, Integration, gelungen oder misslungen einfach nicht hören...
Meine Güte, ich will einfach nur als normaler Mensch angesehen und bewertet werden. Für meinen Nachbar will ich der Nachbar wie jeder andere sein.
Für meine Kollegen genauso. Für die Politiker genauso. Für die Soziologen, Psychologen, Anthrophologen genauso.
Ich lebe seit 34 Jahren in Deutschland. Schule und Studium hier gemacht. Seit 15 Jahren zahle ich fleissig in alle Kassen ein. Spreche die Sprache. Mein Kind habe ich zweisprachig aufwachsen lassen. Reicht das alles nicht ?
Kann den Leuten doch sch...egal sein, ob ich auf Türkisch träume, für wen man Herz bei Länderspielen schlägt, ob ich lieber Kurban Bayram feiere als Weihnachten...
Wenn Integration bedeutet, ein Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein, dann bin ich das schon sehr sehr lange. Wenn das aber immer noch ein Problem ist, dann liegt das nicht an mir, sondern an der Mehrheitsgesellschaft.
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so wie du das darstellst kann ich nur 100 %ig zustimmen.
ob das ausreicht, dein kind zweisprachig aufwachsen zu lassen weiss ich allerdings nicht. das hängt vom inhalt der erziehung ab. ich habe eine türkische webfreundin, die 100 %ig türkisch denkt, absolut nicht assimiliert ist, obwohl sie französisch wie ein franzose schreibt.  natürlich lebt sie in istanbul, hat nie in frankreich gelebt noch sonst wo, wo man französisch im lande spricht, sondern hat ein dieser französischen elite-gymnasien in istanbul besucht. ist also vollkommen normal, dass sie gar nicht integriert noch assimiliert ist. die sprache ist nicht allein ausschlaggebend!
aber einige türken schaffen das auch in deutschland! mühelos.
sie leben in ihrem wohnblock, als wenn es istanbul in einem vorort wäre.
ich glaube nicht, dass moonstruck lügt oder übertreibt. seine wortmeldung zum grüssen, zum kinder zurückziehen (habe ich selbst erlebt) ist doch fantastisch!
Zitat:
Zitat von moonstruck
Was ich mit den Beispielen sagen wollte ist, wenn ein Mensch seinen Kindern vorlebt, dass er an dem gesellschaftlichen Leben des Landes in dem er lebt kein Interesse hat, werden die Kinder dieses Denken übernehmen.
Die Botschaft dieses Verhaltens ist doch: Wir brauchen die nicht. Wir bleiben lieber unter uns.
Das sind gute Voraussetzungen für eine selbstverschuldete Isolation, aber nicht für eine gelungene Intergration.
Kinder machen sich über solche Dinge keine Gedanken. Für sie zählt nur: den mag ich, den mag ich nicht. Deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig bei den Kindern anzufangen.
Mein Sohn hatte in der Grundschule 3 türkische Mitschüler. Es gab auch noch ein paar russische und polnische Kinder.
Die türkischen Kinder waren vom Religionsunterricht freigestellt und hatten dafür Förderunterricht in TÜRKISCHER Sprache.
Alle drei haben Schwierigkeiten in Deutsch. Ich denke es wäre Ihnen mit einer Förderstunde Deutsch mehr geholfen gewesen. Die Unterrichtssprache ist nun mal Deutsch und wenn man die Sprache nicht beherrscht, dann zieht sich das durch alle Unterrichtsfächer.
Förderunterricht in Polnisch oder Russisch gab es übrigens nicht...
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es ist ein grosses jammer, dass die deutschen als volk sich so benehmen, wie die türkische nachbarin als einzelperson, und polnisch oder russisch in manchen bundesländern so gut wie gar nicht unterrichten, speziell polnisch, denn es ist ein nachbarland, ein nachbarland mit einer sehr belasteten gemeinsamen historischen zeit. es ist eine schande, zumal hier die freie schulwahl nicht gegeben ist. ich kann das nicht verstehen...
ich denke, dass diese kinder zusätzlich eine, was eine förderstunde (täglich) in deutsch hätte bekommen müssen
ich habe eine spanische freundin, die in der nähe einer gitanos-ansiedlung wohnt. ihre grundschule geniesst privilegien zur förderung der integration von minderheiten und das ist ganz normal. was heisst das konkrett? 10 lehrer für nur 60 schüler (nicht bis fast 40 türkische schüler in einer einzigen klasse wie in Sterkrade!), nicht nur gitanos, sondern auch spanier. eine schule mit 60 kindern für 10 lehrer: http: centros3.pntic.mec.es cp.pablo.iglesias . Spanien ist absolut nicht reicher als Deutschland ganz im gegenteil! und die Zahl der gitanos ist auch nicht gering. man will übrigens den gitanos absolut nicht ihre sprache, calo, ihre kultur, und ihre religion, baptisten, streitig machen, im gegenteil! was wäre spanien ohne den flamenco-sänger, -musiker und -tänzer? in einem land, wo man korridas (hier formel 1 rennen) regelmässig abhält, liegt noch viel geld an der falschen stellen...
und wenn sie nicht zusätzlich mehr stoff verkraften können (länder, wo die schule nur auf 12 jahre ausgelegt ist), dann hätte man lieber turnen und schwimmen geopfert, aber nicht türkisch  , statt sich umsonst aufzuregen, dass die türkische welt prüder ist, was gar nicht schlecht ist, sofern die frau dadurch nicht diskriminiert wird.
selâm
Geändert von solresol (19.01.2008 um 11:08 Uhr).
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19.01.2008, 11:27
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AW: unverstandene integration
Zitat:
Zitat von *ich*
gelungene integration? in meinen augen ist das so:
"ausländer" oder wie man es so schön nennt, migranten, müssen meiner meinung nach deutsch sprechen. natürlich können sie auch in ihrer muttersprache sprechen, aber wenn sie das in gegenwart dritter tun, grenzen sie die "deutschen" nicht der anderen sprache mächtigen aus und so entsteht ein teufelskreis und die deutschen meiden die "ausländer" weil sie sowieso nichts verstehen. ich denke, wenn man eine sprache spricht das macht alles leichter. die ersten hürden wären weg. und alles andere ergibt sich von selbst. aber jeder kann doch seine kultur leben. man kann alle feste zusammen feiern. verschiedene gerichte kochen und einfach offen sein.
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Ich habe vor 4 Jahren angefangen türkisch zu lernen, weil ich merkte das es unverzichtbar ist, sich mit den Eltern der Kinder die ich betreue unterhalten zu können.
Also bin ich doch integriert,oder?, 
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19.01.2008, 11:29
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AW: unverstandene integration
In den letzten Beiträgen lese ich immer nur davon, was von Seiten Deutschlands für die Integration getan werden muss.
Es gibt aber nicht nur "integriert werden", sondern auch "sich integrieren".
Ohne das Eine funktioniert das Andere nicht.
Oder wie seht ihr das?
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19.01.2008, 11:36
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TT-Schreck
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AW: unverstandene integration
Zitat:
Zitat von berliner
Sorry, aber ich kann diese Worte Migration, Integration, gelungen oder misslungen einfach nicht hören...
Meine Güte, ich will einfach nur als normaler Mensch angesehen und bewertet werden. Für meinen Nachbar will ich der Nachbar wie jeder andere sein.
Für meine Kollegen genauso. Für die Politiker genauso. Für die Soziologen, Psychologen, Anthrophologen genauso.
Ich lebe seit 34 Jahren in Deutschland. Schule und Studium hier gemacht. Seit 15 Jahren zahle ich fleissig in alle Kassen ein. Spreche die Sprache. Mein Kind habe ich zweisprachig aufwachsen lassen. Reicht das alles nicht ?
Kann den Leuten doch sch...egal sein, ob ich auf Türkisch träume, für wen man Herz bei Länderspielen schlägt, ob ich lieber Kurban Bayram feiere als Weihnachten...
Wenn Integration bedeutet, ein Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein, dann bin ich das schon sehr sehr lange. Wenn das aber immer noch ein Problem ist, dann liegt das nicht an mir, sondern an der Mehrheitsgesellschaft.
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Lieber Berliner,
Wenn das alle so sehen würden wie du, hätten wir viele Probleme weniger. Ich habe sowohl die eine als auch die andere Seite kennengelern. Es gibt türkische Familien, die supernett sind. Ich liebe es sie zu besuchen und würde mich echt wundern wenn ich bei ihnen zum Schweinebraten essen eingeladen würde. Sie sind integriert, behalten aber einen Teil ihrer türkischen Kultur bei. Das ist auch OK. Ich liebe es bei ihnen türkisch zu essen und liebe einfach das etwas andere.
Genauso ist es auch umgekehrt. Schwarzwälder Kirschtorte ist der Lieblingskuchen und wenn ich hingehe, mache ich einen weil es schön ixt zum Deutschen Kuchen türkischen kahve zu trinken.
Ich denke überhaupt nicht darüber nach, wenn ich meine ausländischen Freunde besuche, ich mag sie so wie sie sind. Auch wenn ihr Deutsch nicht perfekt ist. Sicher gehören manche der von meinen Vorrednern genannten Punkte unverzichtbar dazu,aber man sollte es mit diesen forderungen in jeder Beziehung nicht so übertreiben
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19.01.2008, 11:40
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AW: unverstandene integration
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19.01.2008, 11:53
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AW: unverstandene integration
Zitat:
Zitat von Lalezar2006
Ich finde es nicht in Ordnung, das man anhand einigen Lebens - Beispielen
die Integration aufs Spiel setzt und ihr kein Vertrauen schenkt. Es gibt immer welche die aus der Reihe tanzen, ich denke das ist auch ein normales menschliches Verhalten, es sind Beispiele die man auch anders belegen kann, mit den Deutschen, Russen und oder anderen Nationen.
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Hier bei mir sind es nicht nur ein paar die aus der Reihe tanzen. Ich wohne in einer Kleinstadt. Es gibt 2 Stadtgebiete in denen zu 90% Türken wohnen.
Daran hat sich in den letzten 25 Jahren nichts geändert und das wird es meiner Meinung nach in den nächsten 25 Jahren auch nicht.
Es ist offensichtlich, dass diese Menschen keinen Kontakt zu ihren deutschen Mitmenschen suchen. Ich akzeptiere das. Jeder soll so leben wie es ihm gefällt.
Auf der anderen Seite lasse ich mir aber nicht sagen, dass diese Menschen in Deutschland nicht anerkannt wären.
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19.01.2008, 11:58
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AW: unverstandene integration
merhaba moonstruck
Zitat:
Zitat von moonstruck
In den letzten Beiträgen lese ich immer nur davon, was von Seiten Deutschlands für die Integration getan werden muss.
Es gibt aber nicht nur "integriert werden", sondern auch "sich integrieren".
Ohne das Eine funktioniert das Andere nicht.
Oder wie seht ihr das?
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das ist wohl war. aber viele minderheiten sind nicht erst gestern hier und während der vielen jahrzehnten ist nichts getan worden!
man organisiert für schwache (deutsche) kinder heute in den schulen einiges, um PISA-erfolge künftig verzeichnen zu können. man organisiert in den schulen einiges, um hochbegabte kinder besser zu fördern. man kann also organisieren. warum organisiert man dann nicht besser?
meine antwort: weil man nicht will!
dann wird automatisch auch die andere seite ( oft völlig unbewusst) bockig! es ist der unterschied zwischen einem umfeld der gelassenheit und der grosszügigkeit und das.
selâm
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19.01.2008, 12:15
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AW: unverstandene integration
Zitat:
Zitat von solresol
merhaba moonstruck
das ist wohl war. aber viele minderheiten sind nicht erst gestern hier und während der vielen jahrzehnten ist nichts getan worden!
man organisiert für schwache (deutsche) kinder heute in den schulen einiges, um PISA-erfolge künftig verzeichnen zu können. man organisiert in den schulen einiges, um hochbegabte kinder besser zu fördern. man kann also organisieren. warum organisiert man dann nicht besser?
meine antwort: weil man nicht will!
dann wird automatisch auch die andere seite (oft völlig unbewusst) bockig! es ist der unterschied zwischen einem umfeld der gelassenheit und der grosszügigkeit und das.
selâm
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Ich denke es liegt einfach daran, dass sich unsere Regierung anfangs verkalkuliert hat. Man hat nicht damit gerechnet, dass die Gastarbeiterfamilien sich in Deutschland niederlassen würden, sondern dass sie nach einiger Zeit wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.
Somit haben die Eingliederungsbemühungen viel zu spät eingesetzt.
Jetzt haben wir einen Haufen Probleme und man weiss nicht mehr wo man ansetzen soll.
Ich glaube unsere Regierung ist einfach überfordert.
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