Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

28.03.2008, 18:11
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Oh, das finde ich interessant. Danke, Alterali! Vielleicht wird das ja mal irgendwo wiederholt...?
Beim Überfliegen der Artikel fiel mir grad das hier ins Auge:
Zitat:
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Im Haushalt bildungsferner Eltern haben 57 Prozent der Viertklässler einen eigenen Fernsehapparat. Bei Eltern mit hohem Bildungsstatus sind es 16 Prozent. Das Familienklima, die Erziehungsinhalte sind ausschlaggebend. Kinder müssen so früh wie möglich aktiv kommunizieren, Geschichten vorgelesen bekommen, erzählen können.
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Das muss man sich mal vor Augen halten: 57 Prozent der Viertklässler aus so genannten bildungsfernen Haushalten haben einen eigenen (!) Fernseher. Irgendwie möchte ich nicht wissen, wie viele Stunden am Tag die Kiddies passiv vor der Glotze hängen bzw. dahin verfrachtet werden. Und zugleich wundert man sich über zunehmende Unsportlichkeit bei Grundschulkindern, Übergewicht, Lese- und Rechtschreibschwächen, teilweise auch mangelnde Sozialkompetenz....
Aber wahrscheinlich bin ich nur gnadenlos altmodisch und spießig.
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28.03.2008, 20:55
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TT-Stammposter
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AW: Schule als Integrationsbremse?
merhaba Anouk
Zitat:
Zitat von Anouk
Oh, das finde ich interessant. Danke, Alterali! Vielleicht wird das ja mal irgendwo wiederholt...?
Beim Überfliegen der Artikel fiel mir grad das hier ins Auge:
Das muss man sich mal vor Augen halten: 57 Prozent der Viertklässler aus so genannten bildungsfernen Haushalten haben einen eigenen (!) Fernseher. Irgendwie möchte ich nicht wissen, wie viele Stunden am Tag die Kiddies passiv vor der Glotze hängen bzw. dahin verfrachtet werden. Und zugleich wundert man sich über zunehmende Unsportlichkeit bei Grundschulkindern, Übergewicht, Lese- und Rechtschreibschwächen, teilweise auch mangelnde Sozialkompetenz....
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ich verstehe Dein Entsetzen.
das Problem liegt aber noch vielmehr bei den Fernsehanstalten, die die Kids ausbeuten  
würden die kids bildungsprogramme (Sendung mit der Maus, Es war ein mal der Mensch, Millenium, etc.) bekommen, wäre Fernsehen eine wunderbare Sache: lernen durch die Freizeitgestaltung.
also sollte man sich gegen die richtigen Mistäter aufregen.
natürlich sind solche Eltern das auch...
und das hat nichts mit Bildung zu tun:
viele ganz einfache Menschen können absolut richtig und passend denken und handeln!
oft sind gerade diese Eltern ehemalige Opfer.
die Bildung bzw. die Bildungsnot haben etwas "lebendiges" in sich: sie vermehren sich  : bildest du künftige Eltern, werden oft deren Kinder besser gebildet und umgekehrt auch!
deshalb darf man / kann man keine einzige Generation auslassen (idiotische Bildungs-Experimente, politische Benachteiligung der Ausländer etc.): das rächt sich immer!
selâm
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30.03.2008, 14:04
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von alterali
..Langzeitdokumentation aus einem Kreuzberger Gymnasium im rbb zum Thema:"Die Deutschstunde – ein Schuldrama" von Theo Teucher.
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Im berliner "Tagesspiegel" gab es am nächsten Tag einen doch recht düsteren Bericht über den Film: http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2501988
Die Kinder sind interessiert und begabt, aber sie haben Defizite in der deutschen Sprache
schlechte Sprachkenntnisse, abweichende Wertvorstellungen und ein bildungsfernes Elternhaus
Vor kurzem konnte ein Deutschlehrer der Schule das Diktat einer siebten Klasse nicht werten, weil nur fünf Schüler bestanden hätten.
Bis zu 20 Prozent schaffen das Probehalbjahr nicht.
Hass auf die USA
Die Radikalisierung ist ein großes Problem an der Schule.
„Wer am Ramadan nicht fastet, ist in den Köpfen der anderen nicht etwa anders, sondern schlecht.
„Frauen, die kein Kopftuch tragen, werden als Schlampe beschimpft",
„Wir sehen keinen politischen Willen. Man verdrängt das Problem", resümiert Völkel, (der Schulleiter).
In der Schule selbst wurde der Film als zu negativ gesehen.
Im Artikel gab es noch einen Hinweis auf die Leibnizschule im Bezirk, wo es anscheinend besser läuft.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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30.03.2008, 14:16
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TT-Schreck
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von alterali
Im berliner "Tagesspiegel" gab es am nächsten Tag einen doch recht düsteren Bericht über den Film: http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2501988
Die Kinder sind interessiert und begabt, aber sie haben Defizite in der deutschen Sprache
schlechte Sprachkenntnisse, abweichende Wertvorstellungen und ein bildungsfernes Elternhaus
Vor kurzem konnte ein Deutschlehrer der Schule das Diktat einer siebten Klasse nicht werten, weil nur fünf Schüler bestanden hätten.
Bis zu 20 Prozent schaffen das Probehalbjahr nicht.
Hass auf die USA
Die Radikalisierung ist ein großes Problem an der Schule.
„Wer am Ramadan nicht fastet, ist in den Köpfen der anderen nicht etwa anders, sondern schlecht.
„Frauen, die kein Kopftuch tragen, werden als Schlampe beschimpft",
„Wir sehen keinen politischen Willen. Man verdrängt das Problem", resümiert Völkel, (der Schulleiter).
In der Schule selbst wurde der Film als zu negativ gesehen.
Im Artikel gab es noch einen Hinweis auf die Leibnizschule im Bezirk, wo es anscheinend besser läuft.
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Ich habe das Gefühl mich hier ständig zu wiederholen. Das die Schüler in der Schule Sprachdefizite haben, liegt zum größten teil am Elternhaus. Da werden andere Prioritäten gesetzt. Man legt da eher Wert auf die religiöse Erziehung. sie sprechen nur morgens in der Schule deutsch. Zu Hause wird türkisch gesprochen und ansonsten hat man da eher wenig Kontakte, wo man die deutsch eSprache besser erlernen könnte. So ensteht dann diese Kauderwelch. Nich richtig dutsch aber auch nicht richtig türkisch.
Wenn der Schüler dann auch noch in eine Schule mit hohem Ausländeranteil geht, spricht er selbst dort nut türkisch
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30.03.2008, 16:53
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von solresol
ich verstehe Dein Entsetzen.
das Problem liegt aber noch vielmehr bei den Fernsehanstalten, die die Kids ausbeuten  
würden die kids bildungsprogramme (Sendung mit der Maus, Es war ein mal der Mensch, Millenium, etc.) bekommen, wäre Fernsehen eine wunderbare Sache: lernen durch die Freizeitgestaltung.
also sollte man sich gegen die richtigen Missetäter aufregen.
natürlich sind solche Eltern das auch...
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Na ja, TV-Sendern kann man schlecht vorwerfen, dass sie Geld verdienen wollen.  Im Kern geb ich Dir zwar recht - das Meiste, was über den Bildschirm flimmert, ist m.E. lausig -, aber unabhängig davon gibt es auch anspruchsvolles, gut gemachtes TV für Kinder. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Irrsinnig finde ich es halt, wenn elektronische Medien quasi als Babysitter-Ersatz genutzt bzw. missbraucht werden. Und das ist sicher keine Frage von Bildung und/oder Medienkompetenz...
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30.03.2008, 17:01
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TT-Stammposter
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AW: Schule als Integrationsbremse?
merhaba anouk
Zitat:
Zitat von Anouk
Irrsinnig finde ich es halt, wenn elektronische Medien quasi als Babysitter-Ersatz genutzt bzw. missbraucht werden.
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ja, du hast vollkommen recht.
in deutschen haushalten sehe ich das auch so und noch schlimmer.
aber ich dachte, dass viele türkische mütter das haus kaum verlassen. warum brauchen sie dann so intensiv babysittern? sitzen auch auch vor dem fernseher und lassen sich dabei muttersittern?
selâm
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30.03.2008, 17:28
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von Anouk
Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Irrsinnig finde ich es halt, wenn elektronische Medien quasi als Babysitter-Ersatz genutzt bzw. missbraucht werden. Und das ist sicher keine Frage von Bildung und/oder Medienkompetenz...
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Trotzdem würde ich dem noch eine generelle Auswirkung der Art der Mediennutzung hinzufügen. Ich arbeite jetzt seit mehr als zwei Jahren intensiv am Computer und habe die Papiervermeidung in meinem Arbeitsablauf immer mehr perfektioniert. Ich glaube deutlich zu spüren, dass mir die Konzentration auf gedruckte Inhalte heute schwerer fällt als damals. Es setzt sich nicht mehr so viel im Gedächtnis fest und bei komplizierten Schilderungen muss ich häufig im Text zurückspringen.
Elektronische Medien sind meiner Ansicht nach weniger anspruchsvoll hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit eines Menschen. Das könnte in der frühen Entwicklung sehr schädlich sein.
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30.03.2008, 17:51
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von TheCore
Ich glaube deutlich zu spüren, dass mir die Konzentration auf gedruckte Inhalte heute schwerer fällt als damals. Es setzt sich nicht mehr so viel im Gedächtnis fest und bei komplizierten Schilderungen muss ich häufig im Text zurückspringen.
Elektronische Medien sind meiner Ansicht nach weniger anspruchsvoll hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit eines Menschen. Das könnte in der frühen Entwicklung sehr schädlich sein.
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Grundsätzlich hast Du sehr recht - zumal die Entwicklung des kindlichen Hirns auch mit Beginn der Pubertät noch nicht abgeschlossen ist. Alles andere, was Du beschreibst, ist aber sicher auch 'ne Trainingsfrage. Keine Ahnung, inwieweit Du Texte gelegentlich noch mit der Hand schreibst (bei persönlichen Briefen z.B.) - aber gerade bei solchen Gelegenheiten fällt mir immer mal wieder auf, wie schnell man einfach was in den PC hackt (was dank Textverarbeitung und "Delete" kaum Konsequenzen hat), während Handgeschriebenes den Geist ganz anders fordert: das setzt nämlich voraus - bilde ich mir ein -, dass man sich von Anbeginn klar wird über seine Gedanken und zumindest in der Lage ist, bereits zu Beginn eines Satzes dessen Ende zu kennen.
Mit anderen Worten: viel Technik generiert möglicherweise auch viel Unklares, Undurchdachtes, weil scheinbar alles mühelos dahinfließt und man sich gar nicht mehr die "Arbeit" zu machen braucht, notfalls ein neues Blatt Papier zu nehmen und wieder von vorn zu beginnen.
Nein, ich bin nicht technikfeindlich.. weiß Gott nicht!  Aber allein schon die Schreibprozesse sind anders, und das legt m.E. sehr nahe, dass das auch Konsequenzen für die Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz usw. hat..
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02.04.2008, 23:34
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Schule als Integrationsbremse?
Zitat:
Zitat von alterali
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Jetzt scheint es ernst zu werden: http://www.morgenpost.de/content/200...in/954746.html
Vierjährige müssen zum Deutsch-Test
Massen-Prüfung beginnt Mitte April. Ausnahmezustand in den Kindergärten.
Wer unzureichende Sprachfähigkeiten hat, muss ein Jahr lang in der Kita gefördert werden, ganz gleich, ob die Eltern das wollen oder nicht.
Hoffentlich funktioniert das ganze und erstirbt nicht an mangelnden Finanzen.
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Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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