Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

05.03.2008, 20:04
|
|
TT-Newcomer
|
|
Registriert seit: 24.02.2008
Beiträge: 52
Thanks: 29
Thanked 3 Times in 2 Posts
|
|
|
Ist Integration ein falscher Begriff??
Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage an euch zu dem Begriff "Integration", bzw. zu den Gefühlen, die damit verbunden sind.
Um Mehrfachtrheads zu vermeiden, habe ich auch schon viele Themen durchwühlt, aber die meisten sind vom Thema abgekommen oder haben nicht meiner Frage entsprochen (z.B. "Verhalten von Ausländern" usw.).
Ich habe neulich mit Freunden zusammengesessen und über einen Artikel geredet, den eine Freundin mitbrachte. Inhalt war die aktuelle Diskussion um Assimilation und Fazit eine gescheiterte Integration.
Da wir ein sehr gemischter Freundeskreis sind, kommt es schon mal vor, dass wir über Probleme zwischen verschiedenen Nationen reden und so sind wir von "Deutschlands selbstgemachte Leiden und die große Verwunderung über den Nichtrückgang der Gastarbeiter" über "die teils bestehenden Nachteile ausländischer Jugendlicher und daraus manchmal resultierender Resignation" zu "manchen Menschen, die sich sehr zurückziehen und an teils überholten Traditionen festhalten" zum Begriff "Integration" gekommen.
Aus welchem Grund auch immer teilte sich hier die Meinung. Manche meiner Freunde finden den Begriff ok, manche gut, aber ein guter Freund von mir mochte ihn so gar nicht. Er verbindet damit einen mittlerweile anstrengenden auferlegten Zwang und kann den Begriff einfach nicht leiden. Klar ist das ein teils emotionaler Standpunkt – seine Eltern stammen aus der Türkei – aber das hat das Ganze ja auch erst interessant gemacht und bei Diskussionen unter Freunden geht es nunmal nicht immer rational zu. Dazu sind wir ja auch befreundet.
Er fragte mich also, was ich unter dem Begriff verstehe. Für mich heißt Integration ein beiderseits erforderliches Mittel, um in einer Gemeinschaft zu leben. Dazu gehört auf der einen Seite das Erlernen der Sprache des jeweiligen Landes, weil sonst jegliche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten sehr beschränkt und die Kommunikation mit "Landsleuten" eingeschränkt ist.
Zum Anderen ist es aber auch das Einhalten von Gesetzen (wobei es da bei bspw. bei der türkischen und der deutschen Gesetzgebung nur wenige Probleme gibt, da sich das jeweilige StGB und die StPO sehr nahe kommen).
Letztlich ist es der gegenseitige Respekt gegenüber den Werten des jeweils Anderen, wobei das Einhalten von Menschenrechten völlig außer Frage steht.
Natürlich weiß ich und vor allem meine Freunde, dass das meine Idealvorstellung darstellt. Ich bin in einem Stadtteil aufgewachsen (und lebe hier noch immer glücklich), in dem mehr andere Nationen als Deutsche vertreten sind. Es gibt natürlich schlechte Beispiele. Auf der einen und auf der anderen Seite. Aber wenn man für sich einbehält, was ich eben beschrieben habe, funktioniert es gut. Die Menschen (und Freunde sowieso), die ich hier kenne, sind einen Schritt auf mich oder ich auf sie zugegangen und dann hat es (fast) immer funktioniert.
Obwohl mein Freund mit mir übereinstimmen konnte, empfindet er mein Verhalten an Integration mitzuwirken und mich dadurch ja auch bereichern lassen, als Ausnahmeverhalten. Das empfinde ich wiederum als Blödsinn, denn ich schere ja auch nicht ausländische Jugendliche über einen Kamm, obwohl ich genug Negativbeispiele kenne.
Also haben wir uns damit beschäftigt, welche Gefühle mit diesem Begriff verbunden werden, nicht wie er definiert wird.
Ich würde gerne von euch wissen, wie es euch mit dem Begriff geht.
Ich freu mich eure Meinung zu hören!
|

05.03.2008, 20:38
|
|
TT-Newcomer
|
|
Themenstarter  
Registriert seit: 24.02.2008
Beiträge: 52
Thanks: 29
Thanked 3 Times in 2 Posts
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Dankeschön
Ich und die Suchfunktion müssen uns wohl noch anfreunden
Aber das wird - und jetzt hab ich ne Menge zu lesen!!
|

05.03.2008, 22:07
|
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Hallo Mona Lisa,
vorab muss ich gestehen, dass ich beim Begriff "Integration" spontan mittlerweile zwischen großem Gähnen und Genervtsein pegele. So wichtig das Thema ist: irgendwann tritt dank geballten und gezielten Polit- und Mediengeklappers eine ähnliche Übersättigung ein wie jedem anderen Thema, das so lange durchgekaut wurde wie ein ausgelutschtes Kaugummi.
Aber das ist Dir gegenüber unfair, weil Du Dir bei Deinem Posting erkennbar Gedanken gemacht hast – diese Aufwallung hat also nichts mit Deinem Beitrag oder Dir zu tun (.. letzteres wäre auf virtueller Ebene ohnehin grotesk), sondern lediglich mit meinem Empfinden, dass um das ganze Thema allgemein viel zu viel Bohei gemacht wird. Und teils aus extrem fadenscheinigen Gründen.
Sicher brauchen wir hier keine Marco-Debatten, Reaktionen auf Ludwigshafen bis hin zum Erdogan-Besuch, Kopftücher und/oder beklagenswerte Quoten von Schulabbrechern mit und ohne Migrationshintergrund usw. wieder aufzuwärmen, um zu verdeutlichen, dass unterschiedliche Auffassungen von Integration teilweise pervers missbraucht werden, um jeweils das eigene und politisch opportune Süppchen zu kochen. Welche Haltung man auch immer dazu beziehen mag: ich persönlich finde diese Spielchen, egal welcher Couleur, regelmäßig so durchschaubar wie dümmlich und daher nicht weiter interessant. In Hühnerställen wird nun mal gegackert, ganz einfach! Interessant ist nur, welche Eier dabei gelegt werden – sich mit denen zu beschäftigen, lohnt sich allerdings in der Tat...
Auf anderer und subjektiv-emotionaler Ebene kann Integration nach meinem Empfinden nur erfahren und gelebt werden. Nichts weiter. Und dazu gehört (nicht nur, aber auch) eine gewisse Lebenserfahrung oder auch Reife, die nicht bevorzugt oder gar ausschließlich auf das Eigene, sondern auch auf die Integration des vermeintlich "Anderen" aus ist. Geht man z.B. zurück zur lateinischen Wurzel des Wortes, wird man schnell darauf stoßen, dass Integration mit "integer" verwandt ist: einer glaubwürdigen Ganzheitlichkeit, die nicht um der Aufrechterhaltung des eigenen Selbstbildes zuliebe abspaltet, was scheinbar nicht dazu passt oder passen will, und die sich nicht nach Opportunitätskriterien biegt wie ein Rohr im Wind.
Solange es nur ums Ego geht, nur ums Eigene und dessen mehr oder minder offensive Verteidigung, kann Integration nach meiner Überzeugung jedenfalls nicht gelingen! - und sie kann auch umgekehrt nicht gelingen, indem man das Andere grundsätzlich über das Eigene stellt. Für echte Integration (und nicht nur deren Vortäuschung, das Zerrbild, politische Strategien..) braucht es Mut, Neugier und Flexibilität, um unbekannte und womöglich auch ganz ungeliebte Landschaften und Terrains in sich selbst zu entdecken und zuzulassen, damit man ein ganzer Mensch sein kann: Weil nur ganze Menschen andere Menschen als Ganzes achten und wertschätzen können. Auch wenn sie mit ihren individuellen Wertvorstellungen nicht als Ganzes, sondern womöglich nur in Schnittmengen übereinstimmen.
Keine Ahnung, ob das Deine Frage in Ansätzen beantwortet hat, aber das fiel mir persönlich dazu ein.
Liebe Grüße
Anouk
Geändert von Anouk (05.03.2008 um 22:14 Uhr).
|
|
The Following 4 Users Say Thank You to For This Useful Post:
|
|

06.03.2008, 11:48
|
 |
TT-Schreck
|
|
Registriert seit: 24.03.2006
Ort: BERLIN
Beiträge: 12.320
Thanks: 1.742
Thanked 3.092 Times in 2.043 Posts
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Zitat:
Zitat von Mona_Lisa
Dankeschön
Ich und die Suchfunktion müssen uns wohl noch anfreunden
Aber das wird - und jetzt hab ich ne Menge zu lesen!!
|
ach das suchen ist gar nicht so schwer...  wenn du ein thema gefunden hast, dann kannst du , wenn du die seite ganz runterscrollst , sehen, welche ähnliche themen es schon gibt. viel spass beim schmöckern wünscht MAR
__________________
Zwischen thir un angel sol men kejn finger nit arajnschteken jidd. sprichwort
homemar und die TIPPS für Neueinsteiger
|

06.03.2008, 13:09
|
|
TT-Newcomer
|
|
Themenstarter  
Registriert seit: 24.02.2008
Beiträge: 52
Thanks: 29
Thanked 3 Times in 2 Posts
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Zitat:
Zitat von mar
ach das suchen ist gar nicht so schwer...  wenn du ein thema gefunden hast, dann kannst du , wenn du die seite ganz runterscrollst , sehen, welche ähnliche themen es schon gibt. viel spass beim schmöckern wünscht MAR
|
 *räusper*
Ja, ich habe mittlerweile fast alle deine Vorschläge durch und lese gerne, was dort so vermittelt und geschildert wird. Danke für den Tipp!
|

06.03.2008, 13:27
|
|
TT-Newcomer
|
|
Themenstarter  
Registriert seit: 24.02.2008
Beiträge: 52
Thanks: 29
Thanked 3 Times in 2 Posts
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Zitat:
Zitat von Anouk
Hallo Mona Lisa,
vorab muss ich gestehen, dass ich beim Begriff "Integration" spontan mittlerweile zwischen großem Gähnen und Genervtsein pegele. So wichtig das Thema ist: irgendwann tritt dank geballten und gezielten Polit- und Mediengeklappers eine ähnliche Übersättigung ein wie jedem anderen Thema, das so lange durchgekaut wurde wie ein ausgelutschtes Kaugummi.
Keine Ahnung, ob das Deine Frage in Ansätzen beantwortet hat, aber das fiel mir persönlich dazu ein.
Liebe Grüße
Anouk
|
Hallo Anouk!
Ich hab mit großem Interesse (und viel Verständnis für das ausgelutschte Kaugummi ;) ) deine Antwort gelesen und finde sie persönlich sehr gelungen. Zuerst - ja, es hat meine Frage beantwortet.
Mir ist bewusst wie anstrengend dieses Thema sein kann, aber ich persönlich werde nunmal jeden Tag damit konfrontiert (wie wohl wir alle, die sich mit mehreren Nationen auseinandersetzen) und daher ist es mir so wichtig zu verstehen. Ich teile deine Meinung im Großen und Ganzen und habe dank mar's Vorschlägen auch eine Menge Zeit gestern Abend investiert und lese immer noch in den Threads.
Genau um die subjektiv-emotinale Ebene, die du beschrieben hast, ging es mir, denn heute habe ich wiedereinmal ein Erlebnis gehabt, was sich nur auf dieser Ebene erklären lässt.
Ein Freund von mir wurde beruflich beurteilt und ihm wurde vorgeworfen, dass er nicht gut integriert sei. Dass das abhängig von den von uns aufgeführten objektiven Komponenten (Erlernen der Sprache, Einhalten der Gesetze, Aufeinanderzukommen, etc.) gemacht werden könnte ist völliger Blödsinn. Er ist objektiv (und als eine Freundin von ihm meine ich beurteilen zu können auch subjektiv) ganz normal integriert. Er ist hier geboren, also wieviel Integration noch nötig ist, sei dahingestellt.
Aber ihm wurde vorgeworfen immer noch in einem Stadtteil zu wohnen, der überwiegend von ausländischen Familien bevölkert ist (übrigens genauso wie ich und mir wirft das keiner vor...), einen fast ausschließlich "ausländischen" Freundeskreis zu haben (übrigens genauso wie ich...) und "bestimmte" Mentalitäten und Werte zu vertreten, die nicht dem Deutschen angepasst wären (übrigens... ;) ). Es ist der Wahnsinn! Das sollte eine berufliche Beurteilung sein? Weder Objektivität noch Gerechtigkeit stecken in dieser Aussage, bzw. dem Vorwurf und ich habe mich ziemlich darüber geärgert. Es ist lediglich die Unwissenheit des Gegenübers. Und da ist der Begriff "nicht gut integriert" halt mal eben schnell benutzt. Ist ja auch das Einfachste.
Und genau da sind wir an dem wohl nennenswertesten Punkt, den du hervorgebracht hast: ein vom eigenen Interesse ausgehender Vorwurf. Es passt den Leuten, die ihn beurteilt haben nicht wie er lebt. Aber das hat sie nichts anzugehen, solange er die nötigsten Vorgaben einhält. Mir würde niemand diesen Vorwurf machen. Und das nervt mich. Und es geht mich etwas an, weil es ein Freund von mir ist. Deswegen betrifft es mich umso mehr. Auch wenn ich ebenfalls finde, dass dieser Kaugummi mittlerweile mehr als ausgelutscht ist...
|
|
The Following User Says Thank You to Mona_Lisa For This Useful Post:
|
|

06.03.2008, 21:49
|
|
|
AW: Ist Integration ein falscher Begriff??
Hallo Mona Lisa,
erstmal Danke für Dein Verständnis für den Kaugummi-Vergleich; ich fürchtete schon, es habe womöglich das Signal gesetzt, "Dein" Thema sei hier womöglich nicht erwünscht. Aber Du hast es so verstanden, wie es gemeint war. Fein!
Zitat:
Zitat von Mona_Lisa
Ein Freund von mir wurde beruflich beurteilt und ihm wurde vorgeworfen, dass er nicht gut integriert sei. Dass das abhängig von den von uns aufgeführten objektiven Komponenten (Erlernen der Sprache, Einhalten der Gesetze, Aufeinanderzukommen, etc.) gemacht werden könnte, ist völliger Blödsinn. Er ist objektiv (und als eine Freundin von ihm meine ich beurteilen zu können auch subjektiv) ganz normal integriert. Er ist hier geboren, also wieviel Integration noch nötig ist, sei dahingestellt.
Aber ihm wurde vorgeworfen immer noch in einem Stadtteil zu wohnen, der überwiegend von ausländischen Familien bevölkert ist (übrigens genauso wie ich und mir wirft das keiner vor...), einen fast ausschließlich "ausländischen" Freundeskreis zu haben (übrigens genauso wie ich...) und "bestimmte" Mentalitäten und Werte zu vertreten, die nicht dem Deutschen angepasst wären (übrigens... ;) ). Es ist der Wahnsinn! Das sollte eine berufliche Beurteilung sein? Weder Objektivität noch Gerechtigkeit stecken in dieser Aussage, bzw. dem Vorwurf und ich habe mich ziemlich darüber geärgert. Es ist lediglich die Unwissenheit des Gegenübers.
|
... naja, ob es "nur" Unwissenheit ist, sei mal dahingestellt. Vermutlich ist es eine diffuse Melange, denn Unkenntnis allein erklärt es nur unzureichend. Darauf könnte man ja auch mit Neugier und Offenheit reagieren.
Nee, so was basiert mit Sicherheit zusätzlich auf irrationalen Ängsten, negativen Vorurteilen, Projektionen... allem Möglichen, was geeignet scheint, andere auszugrenzen.
Im Kontext eines beruflichen Feedbacks würde ich derart unfasslich plumpe Äußerungen allerdings auch als Vorwand interpretieren, um jemanden rauszuekeln. By the way, kann es sein, dass Dein Freund ziemlich gut ist in seinem Job und jemanden anderem womöglich im Weg steht...?
Zitat:
|
Zitat von Mona_Lisa
Es passt den Leuten, die ihn beurteilt haben nicht wie er lebt. Aber das hat sie nichts anzugehen, solange er die nötigsten Vorgaben einhält.
|
Exakt so ist es! Es sei denn, Dein Freund arbeitet in einem so genannten Tendenzbetrieb wie beispielsweise einer Kirche oder u.a. auch in einem Zeitungsverlag.
Nur ein Beispiel (passt nicht ganz dazu, aber illustriert es vielleicht): einer meiner Freunde, Theologe und Kurator unterschiedlicher Kultureinrichtungen, flog aus seinem kirchenabhängigen Brotberuf, weil er offen schwul lebt. Die Gemeinde juckte seine private Lebensform anscheinend nicht weiter, im Gegenteil - aber der Bischof und vornehmlich einer seiner Kollegen (ein notorischer Neidhammel, der hauptsächlich scharf war auf seinen Job) fanden es dramatisch. Nun denn...
Aber man kann sich ja auch andere Wege suchen. Immer. Und wenn Kleingeister das Sagen haben, ist man eh gut beraten, die Dinge locker zu nehmen und sich andere, zusätzliche Felder zu erschließen. Deswegen braucht man einen anderen Lebensstil oder gar sich selbst nicht fundamental in Frage zu stellen. Es "passt" dann einfach nicht - zumindest nicht in der jeweiligen Situation.
Liebe Grüße
Anouk
Geändert von Anouk (06.03.2008 um 21:51 Uhr).
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 11:18 Uhr.
Sie sind hier:
Ist Integration ein falscher Begriff?? - Identitas/Wesenseinheit - Deutsch-Türkisches Forum
|