Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

11.03.2008, 18:51
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türken oder muslimen?
merhaba
also, ich habe den eindruck, dass hier eine riesenverwechselung, eine posse, vorliegt:
ich glaube, dass die deutsche gesellschaft nie muslimische masseneinwanderungen aufnehmen wollte,
sondern nur
ein laistisches türkisches system unterstützen wollte!
dann haben die einwanderer für sich grundrechte beansprucht, die nicht für sie angedacht waren, sondern zuerst für die deutschen selbst, um ihre religiöse übereifer hochzusteigern.
es würde ich demnach um einen misbrauch handeln, oder
wer ist schuld?
selâm
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11.03.2008, 19:00
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von solresol
ich glaube, dass die deutsche gesellschaft nie muslimische masseneinwanderungen aufnehmen wollte,
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 haben sie doch auch nicht! Das ist seltsam formuliert. Türkische Gastarbeiter kamen nach Deutschland, manche blieben, manche gingen. Von denen, die blieben zogen deren Familien nach. Was soll daran eine muslimische Masseneinwanderung sein? Die Menschen sind nun mal Muslime...und nun? Hätte man sie bekehren oder wegen ihrem Glauben ausweisen sollen?!
Zitat:
Zitat von solresol
dann haben die einwanderer für sich grundrechte beansprucht, die nicht für sie angedacht waren, sondern zuerst für die deutschen selbst, um ihre religiöse übereifer hochzusteigern.
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Die Grundrechte sind nicht nur für die Deutschen gedacht!!!
Zitat:
Zitat von solresol
es würde ich demnach um einen misbrauch handeln, oder
wer ist schuld?
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Was denn für ein Missbrauch? Ich kapier Deine Intention nicht. Missbrauch der Grundrechte?
Glaub mal, wenn dem so wäre, dann hätte die deutsche Regierung schon längst die Nase da dran bekommen
Und wer ist Schuld woran?
Hilfe...worum geht es hier?
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11.03.2008, 19:00
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AW: türken oder muslimen?
Das Grundrecht der Freiheit der Religionsausübung ist für jeden Menschen auf dem deutschen Staatsgebiet gedacht.
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11.03.2008, 19:03
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von TheCore
Das Grundrecht der Freiheit der Religionsausübung ist für jeden Menschen auf dem deutschen Staatsgebiet gedacht.
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Nicht nur dieses Grundrecht, sondern alle.
Wie schlimm wäre es auch, wenn Artikel 1 nur für die Deutschen gelten würde  Unvorstellbar!
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11.03.2008, 19:12
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von solresol
dann haben die einwanderer für sich grundrechte beansprucht, die nicht für sie angedacht waren, sondern zuerst für die deutschen selbst, um ihre religiöse übereifer hochzusteigern.
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IRGHS, was soll das denn? hast du das grundgesetz mal gelesen? denn das was du hier schreibst ist sicher nicht im sinne des grundgesetzes.
Artikel 1:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
Artikel 3:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Artikel 4:
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
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11.03.2008, 19:28
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von semeyale
Nicht nur dieses Grundrecht, sondern alle.
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Nein, das sind die Menschenrechte. Artikel 1 nimmt ein Menschenrecht aus historischen Gründen in die Sammlung der deutschen Grundrechte auf, was etwas Verwirrung stiftet. Menschenrechte sind aber auch nicht territorial begrenzt.
Grundrechte sind das und zugleich nicht automatisch allgemein. Grundrechte können nach Alter und Nationalität oder auch im Rahmen einer Strafe (Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte) eingeschränkt werden.
Nach Nationalität beschränkt sind z.B. Freiheit der Berufswahl, Petitionsrecht und Rechtsweggarantie.
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11.03.2008, 20:34
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Themenstarter  
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AW: türken oder muslimen?
merhaba
Zitat:
Zitat von TheCore
Das Grundrecht der Freiheit der Religionsausübung ist für jeden Menschen auf dem deutschen Staatsgebiet gedacht.
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ganz bestimmt! das zweifelt keiner an, ich auch nicht...
nur:
wann wurde das grundgesetz geschrieben und in welcher gesellschaft?
warum hat man dieses grundrecht wenige jahre später nach dem 3. reich verankert?
was war davor gewesen?
das ist ungefähr so wie das "recht" der frau von meinem freund aus annaba (religiöse hauptstadt algerien's):
"wir führen ein extrem moderne ehe, meine frau darf allein das haus unverhüllt verlassen und allein in die stadt in stadtbekleidung gehen, ...
... wenn sie das vorher mit mir abgestimmt hat"
[authentisch! es sprach der instandssetzungsdirektor eines der weltgrössten stahlwerke, erste stufe mit hilfe der deutschen, 2. stufe mit der kooperation der gleichen deutschen mit japanern erbaut]
da herrscht auch die freiheit der frauen. nur man darf das nicht so eng sehen:
am strand werden die frauen in bikini mit mit rasierklingen rundum voll besetzten kartoffeln beschmiessen! und ohne genauer abstimmung mit dem mann läuft trotz freiheit der frauen gar nichts...
in der türkei darf man dem recht nach vermutlich genauso christ oder jude sein wie atheist oder muslim?
die türkei ist jeder berüchtigt für intoleranz ausser neuerdings im falle muslemischer religion. und gerade, weil sich das jetzt radikal ändert, sollte man drängend dran errinern!
in den meisten bilateralen relationen herrscht normalerweise die regel der gegenseitigkeit. es ist eben ausgewogen und gerecht, oder?
ist sie gegeben?
selâm
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11.03.2008, 23:27
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AW: türken oder muslimen?
Meine Meinung:
Die in der Verfassung niedergelegten Rechte hat jeder, egal ob Massenmörder, oder auch jemand der die Verfassung ablehnt. die Verfassung verlangt weder, dass man auf sie schwört noch verlangt sie irgendeine Art von Gesinnung. Sie ist kein Vertrag auf Gegenseitigkeit. Im Gegenteil: mit der Glaubenfreiheit und dem Schutz der Weltanschauung, stehen auch die Gedanken unter Schutz, die nicht mit der Verfassung konform sind.
Der Staat und die Gesellschaft können Rechtstreue verlangen, d.h. man muss sich an die Gesetze halten, die Verfassung gehört da auch dazu.
__________________
Im Osten geht der (Halb)mond auf.
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12.03.2008, 08:09
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von solresol
ganz bestimmt! das zweifelt keiner an, ich auch nicht...
nur:
wann wurde das grundgesetz geschrieben und in welcher gesellschaft?
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Das ist nun eine Sichtweise, auf die ich nicht mehr mit objektiven Feststellugnen eingehen kann.
Ich habe dazu aber ein klare Meinung: Das Grundgesetz ist weitgehend (weitgehend im präzisen Sinne, also praktisch vollständig  ) zeitlos.
Ein Anpassungsbedarf kann theoretisch durch technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt das ein oder andere Mal gegeben sein. Wir bewegen uns da aber auf einem Rechtsgebiet, das sich enorm komplex darstellt. Aufgrund einer erfahrungsgemäß hohen Quote von Fehleinschätzungen der Politik ist man besser beraten, sich vom vorliegenden Text bei der Interpretation inspirieren zu lassen, als aus der Luft - und der politischen Stimmung - gegriffene Rechtsauffassungen in dieses Werk einzubinden.
Die letzten Jahre konnte man beobachten, dass eine erstaunliche Zahl von Gesetzen vor dem BVG gekippt wurden. Dabei ging es erstens meist um nur vermeintlich neue Problemstellungen und zweitens wurde aus den Urteilen jeweils die Notwendigkeit gefolgert, neue Rechtsgrundlagen zu schaffen. Auf die Idee, das Herumstümpern mit unserem Rechtssystem gänzlich in Frage zu stellen, kam die Politik hingegen nicht.
Diese beiden Punkte, neue Sachverhalte zu erfinden und sie auf Nachfrage gedankenlos rechtlich zu legitimieren, erzeugen bei mir tiefes Misstrauen gegen die jetzige Legislative. Ich sehe die Gefahr gegeben, dass der Staat jede Gelegenheit nutzt, die bürgerliche Freiheit zu demontieren. Und nicht anders fasse ich Deinen eingangs abgegebenen Denkanstoß auf.
Sicher ergeben sich aus der Perspektive, aus der manche Immigranten einen Rechtsstaat sehen, gewisse Reibungspunkte mit eben diesem. Aber doch wohl deshalb, weil er ihnen ungewohnt ist, und nicht weil das Prinzip falsch wäre. Das kann nicht Anlass sein, die Maßstäbe herunterzudrehen um zu einem "gegenseitigen" Verhältnis zu kommen.
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12.03.2008, 09:07
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AW: türken oder muslimen?
Zitat:
Zitat von solresol
merhaba
also, ich habe den eindruck, dass hier eine riesenverwechselung, eine posse, vorliegt:
ich glaube, dass die deutsche gesellschaft nie muslimische masseneinwanderungen aufnehmen wollte,
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selâm
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Ich weiß nicht warum, aber beim lesen deiner meisten Beiträge muß ich immer schmunzeln 
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Pırıl pırıl gökkuşağını görmek için önce yağmuru yaşamak gerekir.
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