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Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung.
Wer/Was/Wie bin ich?

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  #11 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 21:16
Eskolein
 
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
.
Ja aber man kann doch auch an gott glauben wenn man Ateistisch ist oder Christ ,Jude oder Budhist . .
ja kann man ja auch sagt doch keiner was dagegen.



Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
.
Ja aber missbrauch wird es ja nun mal immer geben.
Könnte man nicht genauso sagen die Religion missbraucht Gott(was immer darunter alles verstanden wird) und beansprucht es für sich ?
Also meine Frage steht im Raum.

Imageschadem! Klingt wie ein leicht zu reparierender bagatellschaden.
Der glauben wenn nicht Radikal ausgeübt ist was gutes. Weil der Mensch einfach dadurch wie schon gesagt seine schlechten eigenschaften unterdrücken kann. Einfach was hat womit er sich nicht alleine fühlt. Also das letzte gilt niczht für mich aber für viele anderen. Jeder glaube macht dies. Und deshalb sage ich das man Glauben braucht. Und das mit dem Imageschaden also ich weis nicht wie man das anders ausdrücken soll.
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  #12 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 21:16
Hayabusa
 
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

ein ansatz wär noch:
wofür ist islam gut?!
vielleicht gut für die waffen-lobby?!

oder wofür braucht man das christentum?
vielleicht brauchen die unsere steuern?!
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  #13 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 21:42
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

Die AKP braucht den Islam, für Stimmenfang. Die Religion für irgendwelche Interessen auszunutzen ist meiner Ansicht nach die größte Sünde überhaupt.
__________________

Friede zu Hause, Friede in der Welt - Mustafa Kemal Atatürk
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  #14 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 21:52
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

On man die Religion im Allgemeinen braucht, muss jeder für sich selbst beantworten.
Falsch ist jedoch der Ansatz der staatlichen Restriktion wie im Falle Albaniens, wo zu stalinistischen Zeiten sogar Gotteshäuser geschlossen wurden.
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  #15 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:02
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

merhaba

oh, Mar, du sprichst ja von sehr verwickelten sachen für mich, mit vielen, vielen verknüpfungen

Zitat:
Zitat von mar Beitrag anzeigen
gehört vielleicht nicht so ganz hierher , aber es gibt ein schmales büchlein von hans jonas: der gottesbegriff nach auschwitz. hans jonas geht genau diesem dingen mit gnostischer sichtweise auf den grund- bzw. versucht es zu erklären ...
.... brauchen wir den islam?
brauchen wir gott müsste die frage heissen....
mein onkel war mehr als 6 monaten in Dachau und wurde von den amerikanern dort befreit. er wog bei der entlassung nur noch unter 40 kg (37 kg glaube ich, immerhin 10 % fast noch weniger). aber trotzdem war er schon am nächsten tag auf seinem firmen-LKW, um mitgefangene aus dem lager zu holen (kürzeste strecke immerhin 720 km einfache strecke auf damaligen strassen mit damaligen LKW's und der unsicherheit einer kriegsende).

meine erste frau ist trotzdem direkte frucht der lebensbornbewegung, für die jüngeren, damit sie verstehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensborn . vater ss-hauptmann, onkel ss-oberst, beide mit papieren aus dem bereich "proviant" aus dem dienst entlassen. die russen haben nicht näher schauen wollen, und die vermutlich falschen papiere akzeptiert, dafür aber beide 8 jahre in siberien gehalten, damit sie sich abkühlen. war nicht ausreichend: später besuchten sie wieder die jahrestreffen der alten kameraden! und der onkel wurde oberbürgermeister einer grosstadt. ich habe ihn in 15 jahren ehe nie kennegelernt, und jetzt guckt der die wurzel der schneeglocken von unter her. kein verlust für die menschheit. dafür ist der opa meiner erster frau als martyrer an den folgen gestorben, von dem man damals einem solchen ungebeugten intellektuellen antat.

jonas ging nach amerika

meine zweite tochter hat das glück, in einer grosser 45-minuten-langen reportage im ARD als einzige jugendliche zu erscheinen, sich in einer kurzen reportage darzustellen, und namentlich zittiert zu sein, wo hans jonas und seine frau auch in so einer hauptreportage im gleichen film erscheinen . aber nicht nur hans jonas. mehreren berühmten menschen, ob im guten oder im schlechten. zum glück überwiegen sie im guten, also eine eher gute ja sogar erlesene gesellschaft.

und wie du weisst, stamme ich aus einer stadt, wo die menschen seit dem hohen mittelalter zwischen fremdliebe und fremdfeindlichkeit hin- und hergerissen sind. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Raschi .

diesem Jacques Pantaléon auf http://fr.wikipedia.org/wiki/Troyes sind 2 kirchen in troyes gewidmet: eine basilika, nennt man sie heute, früher nur die schönste "einfache" kirche der welt, sie ist doch etwas mehr als eine kirche, und die eigentliche saint-pantaleon-kirche, die den einwanderern aus polen gegeben wurde, und wo die heilige messe auf polnisch seither (lange her) gesprochen wird. deshalb dachte ich, dass man auch in deutschland kirchen anderen geben könnte, auch wenn hinterher kirche "moschee" heisst. und wer weiss? vielleicht würden moslems aus respekt, den namen "kirche" in so einem fall beibehalten...

vor dem jacques pantaléon hatte ein bernard de clairvaux, der heilige St-Bernard, und gründer eines der stärksten religiösen orden überhaupt, die starke judische gemeinschaft von troyes vor den vehemmenten übergriffe von einem seiner Sekundanten in schutz genommen, der dafür war, die juden auszumerzen...

mit ihm komme ich auf gott und zu gott zurück, obwohl der jacques pantaléon, als pabst, selbst ziemlich viel mit der sache zu tun hatte.

vor ihm gab es ein "Loup", der damalige bischof von Troyes, danach auch ein heiliger, der die Hunnen vor Troyes nach Hause schickte. es gab zwar eine berühmte schlacht ( http://de.wikipedia.org/wiki/Schlach...ischen_Feldern ), bei welcher dieser Loup einen beiderseits ehrenwerter Rückzug der Türken von damals (Attila) ermöglichte.

ob der Chrétien de Troyes später von einer fast offenen welt, wo die ritter nahezu frei herumreisten, und nach einer erleuchtung, in form eines "graals" (kann man das so übersetzen, "wahrheit"?) suchten in einer form von offenerer und nützlicher religiosität deshalb berichtete. weiss ich ehrlich nicht. als atheist vertiefe ich mich gewöhnlich nicht in so tiefen religiösen betrachtungen...

ich glaube in der tat, dass jeder innerhalb der 4 wänden und des gotteshauses (ist der private vierwänderaum der gläubigen) glauben darf, was er will, und die anderen nicht stört, und schon gar nicht druck auf sie übt, aber, dass gott und religion überflüssig sind.

wäre damals

deutschland

so atheistisch gewesen wie zur gleichen zeit die

türkei

wäre hitler automatisch ein verbrecher gewesen und dachau wäre nicht gewesen.

so nicht ...

... zumindest!

(ich weiss: der mensch ist erfinderisch ; was hätte er dann als ersatz für dachau erfunden - siehe kumpel stalin etc...)

selâm
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  #16 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:04
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Die Frage ist wieso halten so viele Menschen überhaupt noch am Islam fest. Und ich meine da keine Fundamentalisten. Sondern Menschen die in fremden Kulteren aufwachsen/gedeihen (kanack) und westliches weltbild und Lebenseinstellung haben. Warum halten diese immer noch dran fest. Und wer oder was sind sie wirklich?
Der Islam ist ja eine Religion und ich denke es ist eine Hoffnung auf das unendliche Leben, ein Leben danach, daher halten sich viele an die Religion und versuchen die Regeln so gut wie es geht zu befolgen, mit dem Gewissen, das es nach dem Tod weiter geht.
__________________
"Gönül ne kahve ister ne kahvehane,gönül sohbet ister kahve bahane"
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  #17 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:21
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

merhaba kanack

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Wie meinst du das? Klar kommen??? Allen weiter helfen???
für mich ist ganz klar, kanack, dass der mensch frei ist und bleiben soll, und wenn einer glauben will, soll er das auch, und ich will keine martyrer der religion mehr erleben: das ist das dümmste, was einer gesellschaft passieren kann - martyrer zu produzieren.

deshalb gibt es nur ein vernünftiger weg:

mit den echten gläubigen zu verhandeln,

dass sie die anderen respektieren,

und ihr abergläubigen handlungen den vier eigenen wänden vorbehalten

und sich ausserhalb völlig neutral verhalten, auch in sachen bekleidung etc.

und das muss man auch von den atheisten und freidenker gleichfalls voraussetzen können (ich bin vor mehr als 50 jahren in einem nudisten haushalt aufgewachsen, eine grosse bewegung nach dem krieg in europa und deutschland. die nudisten und sonnenanbeter machten früher nie einen aufstand in ihrer "kluft"!)

das nenne ich klar kommen

selâm
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  #18 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:23
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

merhaba

Zitat:
Zitat von Lalezar2006 Beitrag anzeigen
Der Islam ist ja eine Religion und ich denke es ist eine Hoffnung auf das unendliche Leben, ein Leben danach, daher halten sich viele an die Religion und versuchen die Regeln so gut wie es geht zu befolgen, mit dem Gewissen, das es nach dem Tod weiter geht.
das stimmt gar nicht:

ein kamikaze tut

alles

um in die hölle direkt zu landen

und viele auch

selâm
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  #19 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 23:08
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AW: Brauchen wir den islam überhaupt (noch)?

Zitat:
Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
Die AKP braucht den Islam, für Stimmenfang. Die Religion für irgendwelche Interessen auszunutzen ist meiner Ansicht nach die größte Sünde überhaupt.
Aber wir leben doch in einer (parlamentarischen)Demokratie. Heisst, das Volk wählt seine Interesensvertreter. Haben religiöse Menschen nicht das Recht vertreten zu wählen . Genau das sehe ich verstärkt im monent. In christlichen ländern klappts doch ganz gut.
Was spricht dagegen sich eine funktionierende demokratie auch für islamische länder zu wünschen. Da die religionen hier nicht von heute auf morgen verschwinden.

Ist dort keine Demokratie möglich wie hier? Heisst meinungsfreiheit in der türkei zwangsläufig Pforten für einen islamischen Gottesstaat zu öffnen?
Ist islam und demokratie so unvereinbar? wenn ja, wieso halten demokratische muslime daran fest?
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  #20 (Permalink)  
Alt 07.04.2008, 23:23
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merhaba

Zitat:
Zitat von Kanack Beitrag anzeigen
Was spricht dagegen sich eine funktionierende demokratie auch für islamische länder zu wünschen. Da die religionen hier nicht von heute auf morgen verschwinden.
was dagegen spricht ist das eine funktionierende demokratie nach allen seiten offen steht und alle tendenzen (offiziell) gleichbehandelt.

natürlich, wenn man keine demokratische wertschätzung hat,

spielt das keine rolle

eine nicht-neutrale demokratie ist keine demokratie

selâm
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