Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

18.06.2006, 21:23
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Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Ich habe mich heute mit meinen Freunden über das Thema
"Religion und der Drang zum Fanatismus" unterhalten. Bzw. haben wir diskutiert!
Ich würde mal von der Runde wissen, wo ihr den Schmalen Grad zum Fanatismus sieht?
Oder gar falsche Auslegungen, was eigentlich nicht dem Glauben angehört, welches dennoch immer wieder falsch geprädigt wird!
Bis wohin kann der Mensch darauf beharren zu sagen, dass es Gottes Wille war und der Mensch selber nichts daran hätte ändern können?
Hoffe auf eine rege Teilnahme!
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Wünsch dir nie etwas, was durch Mauern oder Vorhänge verborgen werden müsste!
Geändert von Ayamou (18.06.2006 um 21:31 Uhr).
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18.06.2006, 21:46
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Hmm... schwer zu sagen. diese thema mag ich eigentlich gar nicht so weil jeder hat eine eigene meinung und man kann es schnell falsch verstehen...
ich denke manches handeln und denken ist schon richtig und manche sachen kann man bei genauen überlegen und weitem herholen auch so in etwa wieder nach lesen. schwer zu sagen
Ehrenmord grenzt auf jedenfall für mich an Fanatismus... 
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18.06.2006, 22:23
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Religion ist gut, wenn sie menschen etwas schenkt, ohne anderen menschen etwas zu nehmen. Sie soll ein weg zu einem menschlichen umgang aller sein. Sie repräsentiert die werte, die so ziemlich von allen menschen auf der welt, unabhängig davon, ob sie sie tatsächlich leben oder nicht, als gute werte bezeichnet werden würden.
Schmaler grat zwischen religion und fanatismus? Menschen haben grundsätzlich ängste, denen sie zu entfliehen versuchen, indem sie sich sichere häfen aus annahmen über alle möglichen zusammenhänge in der welt schaffen. Sie denken in kategorien. Das hilft, um mit einer sonst nicht zu bewältigenden menge an eindrücken klarzukommen. Doch je fester die kategorien und je unflexibler das denken, sehen, verstehen, fühlen... desto fanatischer. Angst fesselt mich, ich schlage um mich, ich verletze, mich und die um mich herum sind. Habe ich keine angst, halte ich herz und augen offen und bin bereit zu erfahren, zu fühlen, zu leben. Dann sehe ich das besondere im andersartigen und muss es nicht abwerten, verteufeln, zerstören.
Beispiel kopftuch: für mich völlig irrelavant, ob jemand eins trägt oder nicht. Was ich aber nicht verstehe, warum ein stück tuch als etwas gehandhabt wird, was über dem menschen an sich steht, was darüber entscheidet, ob ein mensch gut oder schlecht lebt, was endlos auf allen ebenen disskutiert wird, was für die eine seite zwingend, für die andere verbietenswert ist.... o mann. Also ich meine damit, dass es einfach keine rolle spielen sollte, ob jemand eins trägt oder nicht. Und zwar in beide richtungen. Wenn ich an anderer stelle in diesem forum junge menschen zum thema islam und homosexualität schreiben sehe, wird mir echt anders! Wo ist hier offenheit, aufgeklärtheit, toleranz? Dieses bedürfnis nach festen glaubenssätzen, die mir das leben erklären, die sagen: das ist richtig und das ist falsch. – DAS ist das problem! Denn so einfach ist das leben nicht, bzw ist es viel einfacher, wenn wir alle fähig(er) wären, dass leben, die welt, die menschen so zu nehmen, wie sie sind.
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Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleanor Roosevelt
Geändert von wiebke (18.06.2006 um 23:27 Uhr).
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19.06.2006, 00:08
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Fanatismus (wie überhaupt jeder -ismus) erlaubt in der Regel keinerlei Diskussion und ist deshalb auch keiner Erwiderung wert, außer durchs praktische, gelebte Leben. Und wenn Fanatiker zum Schein diskutieren, dann nur, um anderen ihre ganz persönliche Sicht der Dinge aufzudrücken. Fanatismus in der Religion findet für mich da statt, wo Mission im Vordergrund steht. Der Gedanke der Missionierung vermeintlich Un- oder Andersgläubiger hat schon viel zu viel Leid über die Menschheit gebracht - und er tut es noch.
Eine Religion, die auf komplexe Fragen des Lebens nur einfache Antworten parat hält, kann nicht die meinige sein; das beleidigt den Verstand, die Intelligenz, die Selbstverantwortung des Einzelnen. Insofern ist keine Religion die meinige, obwohl mir vieles am Glauben per se sympathisch ist. Ich glaube zum Beispiel, dass die Macht der Gedanken Berge versetzen und die Kraft der Liebe die Welt verändern kann. Oder könnte. Aber dass Liebe nichts ändert, nicht im Großen, sieht man täglich. Täglich sieht man: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Und daran können auch Fanatiker, die alles umstürzen und neu erfinden zu können glauben, gar nichts ändern. Sie versuchen es nur mit aller Macht. Und darin zeigt sich ihre Machtlosigkeit, glaubt
anouk
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20.06.2006, 12:14
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Zitat:
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Zitat von Anouk
Eine Religion, die auf komplexe Fragen des Lebens nur einfache Antworten parat hält, kann nicht die meinige sein; das beleidigt den Verstand, die Intelligenz, die Selbstverantwortung des Einzelnen. Insofern ist keine Religion die meinige, obwohl mir vieles am Glauben per se sympathisch ist. Ich glaube zum Beispiel, dass die Macht der Gedanken Berge versetzen und die Kraft der Liebe die Welt verändern kann. Oder könnte.
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dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen
wiebke
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Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleanor Roosevelt
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21.06.2006, 14:56
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Zitat:
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Zitat von Anouk
Der Gedanke der Missionierung vermeintlich Un- oder Andersgläubiger hat schon viel zu viel Leid über die Menschheit gebracht - und er tut es noch.
Eine Religion, die auf komplexe Fragen des Lebens nur einfache Antworten parat hält, kann nicht die meinige sein; das beleidigt den Verstand, die Intelligenz, die Selbstverantwortung des Einzelnen. Insofern ist keine Religion die meinige, obwohl mir vieles am Glauben per se sympathisch ist. Ich glaube zum Beispiel, dass die Macht der Gedanken Berge versetzen und die Kraft der Liebe die Welt verändern kann. Oder könnte. Aber dass Liebe nichts ändert, nicht im Großen, sieht man täglich. Täglich sieht man: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
anouk
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sehr richtig
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e-stories.de findest du auf der linken seite - kurzgeschichten- dann unten - liebesgeschichten- und darin die story - ich liebe diese Frau- ( vielleicht gefaellts euch)
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19.09.2006, 15:20
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Ich denke Fanatismus beginnt dort, wo man anders gläubige Menschen verurteilt und einen Hass entwickelt.
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19.09.2006, 15:30
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Zitat:
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Zitat von Inada
Ich denke Fanatismus beginnt dort, wo man anders gläubige Menschen verurteilt und einen Hass entwickelt.
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wenn du wirklich gläubig bist, dann ist deine religion für dich die einzig wahre religion und versuchst andere nichtgläubige von deiner religion zu überzeugen, zwangsläufig musst du andersgläubige ihrem glauben nach verurteilen (aber nicht den menschen). mit zweiterem hast du totales recht.
PS: find ich gut das du die ganzen alten threads wieder hoch holst.
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19.09.2006, 15:32
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TT-Überall-Mitmischer
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Zitat:
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Zitat von rebel
wenn du wirklich gläubig bist, dann ist deine religion für dich die einzig wahre religion und versuchst andere nichtgläubige von deiner religion zu überzeugen, zwangsläufig musst du andersgläubige ihrem glauben nach verurteilen (aber nicht den menschen). mit zweiterem hast du totales recht.
PS: find ich gut das du die ganzen alten threads wieder hoch holst.
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Rebel, ich hab das Gefühl wir verfolgen uns gerade in den verschiedensten Themen;)
Also ich denke, dass ich keinen verurteilen muss, nur weil er anders glaubt.
ich verurteile auch keinen, weil er anders liebt oder anders lebt oder anders rumläuft.
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19.09.2006, 15:34
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AW: Schmale Grad zwischen Normalität & Fanatismus
Ich bin übrigends sehr gläubig rebel, aber ich weiss, dass ich mit Nächstenliebe mehr anregen kann als mit Verurteilung, etc. Mein Glaube erlaubt mir anderen zu helfen, wenn sie mich brauchen auch ohne sie von meinem Glauben überzeugen zu wollen. Jeder muss freiwillig und aus eigenem Antrieb seinen richtigen Glauben finden. Und ich denke nicht, dass es falsch ist an etwas anderes zu glauben als ich.
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