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Hasankeyf

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Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung.
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Alt 12.02.2010, 11:56
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Hasankeyf

Der lliso Staudamm soll nun doch gebaut werden sagte Erdogan gestern. Man habe neue Geldgeber gefunden, nachdem sich die europäischen Länder zurückgezogen haben.
Der Bau des Staudamms soll noch in diesem Jahr beginnen.
Unglaublich, dass Hasankeyf dass UNESCO-Weltkulturerbe welche eine Kultur- und Menschheitsgeschichte von 9'000 Jahre hat, nun unter Wasser gesetzt wird. Das Land zerstört es selber.
Die ganze Welt und die halbe Türkei hat dagegen prodestiert - die Türkei will denoch dieses Kulturgut zerstören.
Und über 100'000 Kurden sollen dort "zwangsausgesiedelt" werden.

Selber habe ich im letzten Oktober 09 Hasankeyf besucht. Ich habe gestaunt, dass es so etwas Schönes überhaupt gibt.
Mit den Menschen dort wo ich gesprochen habe, sagten alle, dass dieser Ort vermutlich nicht unter Wasser gesetzt werde.
Einer sagte mir zwar ganz deutlich : Wenn die Türken was falsch machen, dann machen sie es auf der ganzen Linie nicht zu 100 sondern zu 1'000 Prozent falsch. Hoffe er hat am Schluss doch nicht recht.

Wenn Ja, zerstört man vielleicht später einmal auch noch Kappdokien........
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Aylin2009 (12.02.2010)
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Alt 12.02.2010, 12:37
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AW: Hasankeyf

Zitat:
Zitat von santiago Beitrag anzeigen
Der lliso Staudamm soll nun doch gebaut werden sagte Erdogan gestern. Man habe neue Geldgeber gefunden, nachdem sich die europäischen Länder zurückgezogen haben.
Der Bau des Staudamms soll noch in diesem Jahr beginnen.
Unglaublich, dass Hasankeyf dass UNESCO-Weltkulturerbe welche eine Kultur- und Menschheitsgeschichte von 9'000 Jahre hat, nun unter Wasser gesetzt wird. Das Land zerstört es selber.
Die ganze Welt und die halbe Türkei hat dagegen prodestiert - die Türkei will denoch dieses Kulturgut zerstören.
Und über 100'000 Kurden sollen dort "zwangsausgesiedelt" werden.

Selber habe ich im letzten Oktober 09 Hasankeyf besucht. Ich habe gestaunt, dass es so etwas Schönes überhaupt gibt.
Mit den Menschen dort wo ich gesprochen habe, sagten alle, dass dieser Ort vermutlich nicht unter Wasser gesetzt werde.
Einer sagte mir zwar ganz deutlich : Wenn die Türken was falsch machen, dann machen sie es auf der ganzen Linie nicht zu 100 sondern zu 1'000 Prozent falsch. Hoffe er hat am Schluss doch nicht recht.

Wenn Ja, zerstört man vielleicht später einmal auch noch Kappdokien........

Ich finde das auch ganz unglaublich und sehr sehr schade dass die Türkei ihre Geschichte und zugleich die Geschichte der Menschheit so mutwillig zerstören will.
Hier ist die homepage http://www.stopilisu.com/front_content.php von stopilisu. Ich hoffe ich durfte den Link hier einfügen.
Man kann da Hintergrundinformationen nachlesen, Material bestellen und eine Petition gegen den Bau des Staudammes und die Aufnahme des Gebietes um Hasankeyf in das Unesco Weltkulturerbe unterschreiben.
Das habe ich schon lange getan, zusammen mit vielen Menschen aus aller Herren Länder. Jetzt stockt aber die Unterschriftenaktion etwas. Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar Leute die auch unterschreiben.

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Alt 13.02.2010, 10:27
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Vor langer Zeit haben wir "Rettet Hasankeyf" auch unterschrieben. Die türkische Regierung weiss aber genau, dass dies die Massenturis nicht berührt. Ist leider so.
Die meisten Urlauber wollen sich in der Gegend von Antalya nur am Meer erholen und ihren Spass haben und interessieren sich für Kultur, Archäologie und Geschichte nicht besonders.
Bei den Ausflügen nach Pamukkale merken nur diejenigen etwas welche vor 10 Jahren schon dort waren, dass das Wasser mit Umlaufpumpen in die Terrassen geleitet wird.
Der Grund ist, dass die Strassen zum Hotel dort rauf, etliche Quellen wegen dem Kommerz (Strassenbau) zerstört wurden.
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Alt 13.02.2010, 10:45
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AW: Hasankeyf

Leider sind viele Touris nur an Antalya, Alanya und so weiter interessiert... was aber auch wieder Vorteile hat, man kann sich somit in Ruhe bewegen, und weiss, welche Orte zu vermeiden sind.

Auch mein Mann und ich hoffen, Hasankeyf noch zu Gesicht zu bekommen, bevor geflutet wird. Doch dies wird wohl leider nicht der Fall sein. Denn kaum etwas wird dies noch verhindern können, denke ich.

Ich war erleichtert, als sich die Schweiz vom Projekt zurück gezogen hat, meine Hausbank 2007 als ich bereits daran dachte, deswegen die Bank zu wechseln (nun gut, welche Bank hat schon nur politisch korrekte Projekte und ich eh' nur ein ganz kleiner Fisch... eher Plankton). Nun fehlt die Finanzierung für den Baubeginn, aber früher oder später wird dies ja dann auch klappen. Eine schlimme Vorstellung.

Wir wollen eines Tages ganz Mesopotamien bereisen, Kultur, Archäologie, Geschichte interessiert uns sehr. Auch Jordanien, Syrien, der Irak wäre ein Ziel (nur ob dies dann politisch möglich ist, ist fraglich, zumindest was Syrien und den Irak betrifft).

Nur wird dies noch dauern, im Moment ist dies nicht möglich oder nur beschränkt möglich, denn die Reisen, die wir uns vorstellen, bedürfen Zeit und natürlich das notwendige Kleingeld. Aber es sind Ziele und Träume und das kostet nichts :-)

LG, VanArarat
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....und Du fühlst .. fühlst wo Deine Seele wandert, immer schon ...da, bei ihm ...ach, Ararat, Ararat.... (copyright by vanararat)
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Alt 13.02.2010, 10:56
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Das freut mich aber, dass du auch interessiert bist und diese wunderschöne Gegend bereisen willst.
Die Türkei hat ja bereits neue Geldgeber gefunden für diesen gigantischen Staudamm, wie Erdogan vor ein paar Tagen bekannt gab. Ich vermute die Geldgeber sind die Chinesen. Diese haben ja auch Erfahrung mit Staudammbauten, Landschaftsverwüstungen und Menschenvertreibungen.
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Alt 13.02.2010, 10:59
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Zitat:
Zitat von santiago Beitrag anzeigen
Das freut mich aber, dass du auch interessiert bist und diese wunderschöne Gegend bereisen willst.
Die Türkei hat ja bereits neue Geldgeber gefunden für diesen gigantischen Staudamm, wie Erdogan vor ein paar Tagen bekannt gab. Ich vermute die Geldgeber sind die Chinesen. Diese haben ja auch Erfahrung mit Staudammbauten, Landschaftsverwüstungen und Menschenvertreibungen.
Ja, ich habe es gelesen mit den Geldgebern, auch weiss ich von den Chinesen, die. Nur, die armen Leute, die dann - in Hoffnung auf ein besseres Leben für ihre Familien zu Hause - dort bauen müssen, sind ebenfalls zu bedauern. Ein Teufelskreis. Leider.

Gruss, VanArarat
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Alt 13.02.2010, 18:35
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Zitat:
Zitat von vanararat1966 Beitrag anzeigen
Leider sind viele Touris nur an Antalya, Alanya und so weiter interessiert... was aber auch wieder Vorteile hat, man kann sich somit in Ruhe bewegen, und weiss, welche Orte zu vermeiden sind.

Auch mein Mann und ich hoffen, Hasankeyf noch zu Gesicht zu bekommen, bevor geflutet wird. Doch dies wird wohl leider nicht der Fall sein. Denn kaum etwas wird dies noch verhindern können, denke ich.

Ich war erleichtert, als sich die Schweiz vom Projekt zurück gezogen hat, meine Hausbank 2007 als ich bereits daran dachte, deswegen die Bank zu wechseln (nun gut, welche Bank hat schon nur politisch korrekte Projekte und ich eh' nur ein ganz kleiner Fisch... eher Plankton). Nun fehlt die Finanzierung für den Baubeginn, aber früher oder später wird dies ja dann auch klappen. Eine schlimme Vorstellung.

Wir wollen eines Tages ganz Mesopotamien bereisen, Kultur, Archäologie, Geschichte interessiert uns sehr. Auch Jordanien, Syrien, der Irak wäre ein Ziel (nur ob dies dann politisch möglich ist, ist fraglich, zumindest was Syrien und den Irak betrifft).

Nur wird dies noch dauern, im Moment ist dies nicht möglich oder nur beschränkt möglich, denn die Reisen, die wir uns vorstellen, bedürfen Zeit und natürlich das notwendige Kleingeld. Aber es sind Ziele und Träume und das kostet nichts :-)

LG, VanArarat
Ich finde es ja toll dass sich doch so viele für Hasankeyf interessieren. Und weisst Du viele kleine Fische bilden einen grossen Schwarm. Kennst Du vielleicht Allianoi in der Nähe von Bergama? Das ist auch eine Ausgrabugsstätte, die durch einen Staudamm geflutet werden sollte. Dort hat es auch massive Proteste gegeben. Die haben etwas bewirkt. Aber das Staudammprojekt war auch nicht so gross. Viel Hoffnung habe ich auch nicht mehr, aber trotzdem fahre ich mit einem Aufkleber auf dem Auto herum. Im Augenblick heisst es Zeit gewinnen, wer weiss was noch passiert.

sommersonne
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Alt 13.02.2010, 19:07
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Das habe ich gerade in Walters Anamurforum gelesen:

"Dem Vernehmen nach sollen die türkischen Banken Akbank und Garanti Bank weitere 300 bis 400 Millionen Euro zugesichert haben. Schon zuvor hatten die beiden Kreditinstitute Darlehen über 700 Millionen Euro bereitgestellt. Die Garanti-Bank vermarktet sich als ökologisch orientierte Bank. Insgesamt werden die Baukosten für den Damm auf zwei Milliarden Euro geschätzt."

Der ganze Artikel :
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/a...ega-staudamms/

Und dann noch :

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts in Diyarbakir traf heute eine Entscheidung zugunsten der Kläger. Danach sind die Enteignungen im Überflutungsgebiet des Ilisu-Staudamm, die in Verbindung mit den unbeweglichen Gütern als Staatseigentum deklariert wurden, nichtig und somit ungültig. Das Gericht bewertete die Klagen von drei Klägern mit insgesamt 715 Parzellen, die durch eine Deklarierung der Grundbesitze als unbeweglichen Güter zur Enteignung verpflichtet wurden. Die Richter entschieden hingegen, dass als Grund der Enteignung zum Wohle der Gemeinschaft, die Bewertung als unbewegliche Güter unbegründet ist. Es würden keine Entscheidungen vorliegen, die das Grundbesitz der Kläger als unbewegliche Güter deklarieren, so die Richter. Daher seien die Enteignungen gegen geltendes Recht.

http://www.turkishpress.de/2010/02/1...staudamm/id759

Das könnte vielleicht auch helfen.

sommersonne
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Alt 13.02.2010, 19:56
LaNuF
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Ich finde man sollte sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen, wenn man von den Konsquenzen nicht betroffen ist. Meiner Ansicht nach dürften sich im Falle des Ilisu Staudammes höchstens Syrien und Irak einmischen.

Wenn andere Staaten das Projekt blockieren wollen, dann sollen sie ihren Firmen einfach eine Beteiligung untersagen und jegliche Beteiligung an der Finanzierung unterlassen. Nicht mehr und nicht weniger ....
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  #10 (Permalink)  
Alt 13.02.2010, 20:57
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Zitat:
Zitat von sommersonne Beitrag anzeigen
Ich finde es ja toll dass sich doch so viele für Hasankeyf interessieren. Und weisst Du viele kleine Fische bilden einen grossen Schwarm. Kennst Du vielleicht Allianoi in der Nähe von Bergama? Das ist auch eine Ausgrabugsstätte, die durch einen Staudamm geflutet werden sollte. Dort hat es auch massive Proteste gegeben. Die haben etwas bewirkt. Aber das Staudammprojekt war auch nicht so gross. Viel Hoffnung habe ich auch nicht mehr, aber trotzdem fahre ich mit einem Aufkleber auf dem Auto herum. Im Augenblick heisst es Zeit gewinnen, wer weiss was noch passiert.

sommersonne
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Zitat von LaNuF Beitrag anzeigen
Ich finde man sollte sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen, wenn man von den Konsquenzen nicht betroffen ist. Meiner Ansicht nach dürften sich im Falle des Ilisu Staudammes höchstens Syrien und Irak einmischen.

Wenn andere Staaten das Projekt blockieren wollen, dann sollen sie ihren Firmen einfach eine Beteiligung untersagen und jegliche Beteiligung an der Finanzierung unterlassen. Nicht mehr und nicht weniger ....
Den Staat möchte ich sehen der seiner Wirtschaft so etwas untersagen kann. Das wäre ja fast Sozialismus.


Aber klar geht Hasankeyf auch noch andere Menschen etwas an.
Es soll dort nicht nur Weltkulturerbe vernichtet werden, sondern auch eine Flora und Fauna, die es nur dort noch so gibt.
Dagegen und gegen die Umsiedlung von Menschen zu protestieren, die nicht einmal eine ausreichende Abfindung erhalten um sich irgendwo anders Haus oder Wohnung zu kaufen ist meines Erachtens in Ordnung.

Irak und Syrien haben ein besonderes Interesse, für sie wird das Wasser knapp. Sie protestieren ja auch schon. Scheint aber die Türkei nicht zu interessieren.
Ich liebe die Türkei, aber deshalb muss ich nicht alles kritiklos hinnehmen.

sommersonne
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