Identitas/Wesenseinheit Identität entsteht aus situativer Erfahrung. Wer/Was/Wie bin ich? |

24.09.2006, 14:27
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Der Mann von heute-entmannt?
Hallo Leute,
nachdem nun der feminismus hier schon oft durchdiskutiert wurde und wie mann und frau zueinander stehen in sachen beziehung,wollte ich jetzt eine neue diskussion eröffnen.
wir ihr schon aus der überschrift entnehmen könnt,handelt es sich dabei um das thema " der mann von heute".ich habe mir immer öfter gedanken darüber gemacht in der letzten zeit.einerseits bekommen kleine jungs teddys geschenkt,dann erhalten sie spielzeugwaffen zu karneval ,um cowboy und indiana spielen zu können.dann wollen frauen einen sensiblen mann,dann soll er wiederum der starke mann sein,an den man sich anlehnen kann.dann soll er den haushalt führen können und vielleicht auch mal für die karrierefrau mal 3 jahre berufspause einlegen,falls kinder in anmarsch sind.oder dann wiederum in die rolle des machos springen und der hengst im bett sein.immer wieder ist die rede vom nicht verwirklichtigten feminismus und keiner fragt sich,wie fühlt sich dabei der mann von heute ,der im grunde genommen auch immer öfter ne doppelrolle übernehmen muss.ist das nicht auch eine belastung für die männer?was sagt ihr dazu?
ich freue mich über viele beiträge 
Liebe Grüße
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24.09.2006, 14:34
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Zitat:
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Zitat von whaty2000
ist das nicht auch eine belastung für die männer?
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JJJJJJJJJJJJJJJJJJJJaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaa:(:(:(:(
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24.09.2006, 14:52
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Zitat:
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Zitat von rebel
JJJJJJJJJJJJJJJJJJJJaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaa
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bist Du ein armes (entmanntes) Schwein...
Ich möchte mal so auf das Thema antworten:
Ich würde mir nie eine Hausfrau suchen...und nie eine rein karriere-geile Frau....
Denke ich hab mit meiner Gülsen das Mittelding getroffen  ;)
Von daher kann man(n) sich sicherlich immer wieder revanchieren, und es entsteht kein "Missverhältnis" zwischen den Partnern.
MfG Shaffty
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"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."
George Bernard Shaw (irischer Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger)
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24.09.2006, 16:05
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Der Mann sollte eine Doppelrolle übernehmen.Es ist nicht zu viel verlangt,wenn der Mann auch mal Hausarbeit macht oder Windeln wechselt.Ich denke nicht,dass das eine Belastung für den Mann darstellt.Es sollte vielmehr eine Herausforderung für ihn sein.Es ist nicht leicht,Beruf und Familie gleichzeitig zu führen.Die Frauen haben bewiesen,dass sie das können.Nun sind die Männer an der Reihe.Sie sollten das meistern,denn immerhin behaupten sie ja,dass sie das stärkere Geschlecht sind!
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24.09.2006, 16:06
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Zitat:
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Zitat von whaty2000
Hallo Leute,
wie fühlt sich dabei der mann von heute ,der im grunde genommen auch immer öfter ne doppelrolle übernehmen muss.ist das nicht auch eine belastung für die männer?was sagt ihr dazu?
ich freue mich über viele beiträge 
Liebe Grüße
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warum beklagst du dich? die frauen (zumindest in deutschland) haben seit mehr als 30 jahren diese doppelrolle, besser gesagt mehrfachrolle.
ich zähl mal auf: beruf, hausfrau ( dazu zählt: putzen, waschen, kochen, bügeln, fenster putzen, gardinen waschen, hausaufgaben betreuen, mit kindern zum arzt, zum elternabend, mit dem hund raus, kuchen backen und die liste ist noch lange nicht vollständig - das alleine wäre schon ein fulltime job), organisatorin, krankenschwester, erzieherin, trösterin, gärtnerin....usw, und letzten endes auch noch attraktive, zärtliche und verständnisvolle ehefrau und geliebte wenn der ach so gesplagte ehemann abends totmüde in den sessel fällt.
sonst noch was? jetzt mach aber einer erfahrenen frau nichts vor
grüße, boncuklar
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24.09.2006, 16:12
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Zitat:
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Zitat von ~2ba~
Der Mann sollte eine Doppelrolle übernehmen.Es ist nicht zu viel verlangt,wenn der Mann auch mal Hausarbeit macht oder Windeln wechselt.Ich denke nicht,dass das eine Belastung für den Mann darstellt.Es sollte vielmehr eine Herausforderung für ihn sein.Es ist nicht leicht,Beruf und Familie gleichzeitig zu führen.Die Frauen haben bewiesen,dass sie das können.Nun sind die Männer an der Reihe.Sie sollten das meistern,denn immerhin behaupten sie ja,dass sie das stärkere Geschlecht sind!
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Das füge ich noch hinzu.Passt zu Boncuks Beitrag!
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24.09.2006, 17:09
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Zitat:
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Zitat von boncuklar
warum beklagst du dich? sonst noch was? jetzt mach aber einer erfahrenen frau nichts vor
grüße, boncuklar
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ich hab mich gar nicht beklagt,sondern nur um eure meinungen zu dem thema gebeten.ich finde nämlich,dass das thema feminismus ohne ende in den medien und überall breitgetreten wird und man sich gar nicht fragt wie alles aus der sicht der männer aussieht.von denen erwartet man genau so viel an leistung,obwohl sie gar keine kinder kriegen können  !!und von deinen erfahrungen hab ich gar nicht geredet und auch nicht von meinen.ich wollte nur eine neue diskussion zu dem thema "der mann von heute" führen.wie ist das ein mann in der jetztigen zeit zu sein? was hat sich geändert,was nicht? ich würde das gerne mal aus einer anderen perspektive als meiner weiblichen sehen  !!
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24.09.2006, 17:58
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
.... Whaty, ist es jetzt sehr enttäuschend, wenn noch 'ne Frau was dazu sagt? ;)
Ich finde Deine Fragen in der Tat sehr berechtigt. Und einfach zu sagen, Frauen haben Mehrfachrollen, und deshalb sollen die Kerle gefälligst doch auch mal ... usw., leuchtet zwar ein, wird der Sache für mein Empfinden aber nicht so ganz gerecht...
Zum einen glaube ich, dass viele erwachsene Männer sich wirklich bemühen, allen möglichen Ansprüchen gerecht zu werden. Aber dass sie, glaube ich, zu 99% keinen Bock haben, die Frauenfrage zu diskutieren, zumal sie inzwischen selbst Tag für Tag um ihre Arbeitsplätze bibbern (was aber nicht an Frauenförderung liegt... ), find ich auch verständlich.
Zum anderen sieht's inzwischen so aus, dass insbesondere Jungs und junge Männer gesellschaftlich das Nachsehen haben.
Das fängt schon in der Schule an: Mädels werden ermuntert, immer und jederzeit ihre Meinung zu sagen (was völlig in Ordnung ist) - Jungs aber, die sich genau so verhalten, kriegen ratzfatz das Etikett "vorlaut" verpasst.
Mädels im Grundschulalter, die notfalls auch handgreiflich werden, gelten als, tja, etwas zu temperamentvoll, aber durchsetzungsfähig - Jungs müssen aufpassen, dass sie von ihren (häufig frauenbewegten) Lehrerinnen nicht als Schlägertypen und potenziell nachwachsende Vergewaltiger eingestuft werden. Und so geht es weiter.
Wenn pubertierende Mädchen in knappstem Fummel bauchfrei im Unterricht erscheinen und ihre gleichaltrigen Mitschüler vor lauter Hormonschüben ganz hibbelig werden, geht das in aller Regel ebenfalls zu Lasten der Jungs. Dann heisst es ganz schnell: konzentrationsgestört, hyperaktiv und was nicht noch alles...
Und später, beim Schulabgang, wo Männlein wie Weiblein häufig Probleme und viele Fragen zur Berufsfindung haben, stehen Jungs echt im Regen und wissen oft gar nicht, wohin mit sich. Während etliche Betriebe und Branchen mit so genannten "Girls Days" sehr gezielt um weibliche Azubis werben...
Für Jungs gibt es solche Berufsfindungs- und Förderprogramme (abgesehen von den üblichen Berufspraktika) nicht, zumindest nicht, dass ich wüsste.
Vielleicht, weil Männern (und somit auch Jungs) traditionell unterstellt wird, sie kämen schon durch und bräuchten keine Förderung ?! So'n Quatsch!
Das ist die Kehrseite der Medaille. Frauenbewegung ok, Mädchenförderung auch, aber wenn's (was ich inzwischen glaube) dazu führt, dass ein Geschlecht schleichend benachteiligt wird, kann irgendwas nicht stimmen. Das ist dann einfach ungerecht und daneben.
;)
anouk
ps In einigen wenigen Städten, ich glaube, München war da Vorreiter, gibt es inzwischen "Jungsbeauftragte", die sich u.a. mit solchen Fragen beschäftigen.
Geändert von Anouk (24.09.2006 um 18:11 Uhr).
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24.09.2006, 19:27
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
Hier gibt’s für mich eine parallele zum freiheits thread und dem dilemma der frage, was freiheit bedeutet. Die frauenbewegung hat zu einer gesellschaftlichen befreiung der frau geführt und ihr mehr handlungsmöglichkeiten gegeben. Grenzen einer klaren rollenverteilung von frau und mann sind aufgebrochen. Die äußere erfüllung von doppel- oder mehrfachrollen erscheint mir nicht als das eigentliche problem, sondern vielmehr der verlust einer möglichkeit der selbstbestimmung über das geschlecht. Werden grenzen aufgebrochen, feste syteme erschüttert bleibt unsicherheit. Krisen bieten prinzipiell die möglichkeit zu veränderung. Für mein gefühl entwickeln wir uns jedoch derzeit zu einer androgynen gesellschaft, in der es keine klaren männlichen und keine klaren weiblichen eigenschaften mehr geben wird. Gleichzeitig glaube ich, dass die geschlechtliche identifikation wesentlich ist für meine selbstwerdung und mein selbstverständnis. Bedeutet feminismus, wie wir ihn leben, tatsächlich eine befreiung? Zu welchem preis erlange ich als frau einen gleichen gesellschaftlichen status wie ein mann? Was ist das ziel?
Nehme ich heute die sexuelle befreiung, sehe ich als ergebnis eine auf formaler ebene enttabuisierte gesellschaft, in der nacktheit und (pseudo)sexualität alltäglich ist. Tatsächlich erleben aber eher wenige frauen die sexualität, die sie jetzt erleben "dürfen". Es besteht ein so klar umschriebenes bild davon, wie eine freie sexualität auszusehen hat, dass die so selbstbestimmte, selbstbewusste frau alle hände voll zu tun hat, dem anspruch der sexuell befreiten zu entsprechen ;)
Und bei dieser neuen freiheit sitzen mann und frau im selben boot. Überforderung und unsicherheit auf beiden seiten.
Zum thema entmannung habe ich vor kurzem einen beitrag im radio gehört, dass männer immer länger im elterlichen haus bleiben, sich immer weniger und später auf feste beziehungen einlassen, nicht bereit sind, ihre "freiheit" aufzugeben und die verantwortung für partnerschaft, familie und kinder zu übernehmen. Es war von infantiliserung der männer die rede. Ich musste schon ein wenig schmunzeln. Nun gut. Könnte das etwas mit dem verlust einer klaren rolle zu tun haben? Ist es eine tendenz zu individualisierung, die positiv zu bewerten ist? Oder ist eine tendenz zu egoismus und kurzlebigkeit? Ist fortpflanzung biologischer zwang oder lebenssinn? Ist die geschlechtliche befreiung eine entwicklung oder selbstverleugnung?
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Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben. Eleanor Roosevelt
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24.09.2006, 20:13
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AW: Der Mann von heute-entmannt?
toll das thema geht um Maskulismus und wer schreibt hier am meisten?
Nur Weiber
MfG Shaffty ;)
PS: Kurzgesagt, denke ich, dass dieser Feminismus in seiner Form eine tendenzielle Richtung bleibt...eine Veränderung von irgendwelchen "Standard-Rollen" (von denen ich eh nix halte) "vonwegen Frau am Herd, und Kerl bringt Geld nach Hause", wird sich im allgemeinen nie durchsetzen können.
Naja ist aber auch nich mein Thema, disskutiert mal fleißig weiter 
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