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12.07.2007, 16:57
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Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Einen Vorstellungthreat über mich gab es zwar schon, und ich schreibe gerade in der Liebesrubrik, aber zu meiner eigentlichen Story bedarf es meiner Meinung nach eine kleine Vorgeschichte.
Bin bir gece - Seite 1:
Die Liebe zur Türkei und seinen Menschen habe ich in die Wiege gelegt bekommen, da meine Eltern lange Zeit vor dem Touristenansturm viele Reisen dorthin gemacht haben. Seit den 60er Jahren haben sie dort gute Freunde und kennen sich mit Land und Kultur sehr gut aus. Meine erste Reise in die Türkei machte ich im Alter von ca. 8 Jahren. Meine Eltern hatten noch vor meiner Geburt Leute aus Deutschland kennen gelernt, die lange in der Türkei gelebt hatten, da sie dort ein Marmorgeschäft führten. Der Mann der Familie war dort geboren und sprach demnach natürlich perfekt Türkisch und kannte sich bestens mit den Gepflogenheiten und eigenheiten des Landes aus. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Im Jahre 1989 wollten meine Familie (bin Einzelkind) und deren Familie (Großeltern, Ehepaar, 2 Töchter ungefähr in meinem Alter) das erste Mal gemeinsam in die Türkei reisen. Aber da, sowohl meine Eltern als auch die andere Familie recht abenteuerlustig waren, und die Kleine (ich) "so gerne mit der Eisenbahn fahren" wollte, ging es mit 7 (3: meine Eltern und ich; 4: Oma, Mutter und 2 Mädels) Personen (Der Ehemann und sein Vater fuhren mit dem Auto runter) auf große Fahrt. Ich weiß heute noch genau wie aufgeregt wir Kinder damals waren und kann viele Bilder noch genau in meinem Kopf abrufen. Wir fuhren 2 Tage bis wir in Istanbul ankamen. Damals war in der Balkanregion noch Bürgerkrieg und Streitigkeiten. Vor der Einfahrt in ein gefährdetes Gebiet kam ein Schaffner in der NAcht zu unserem Schlafwaggon und klopfte an die Tür. Wir Kinder machten große Augen, als wir sahen, was er dabei hatte und als wir sahen, wie nervös er wirkte.. Er wollte uns eine armdicke Panzerkette verkaufen, mit den Worten "Man ist hier nie sicher und es wäre für Sie besser, wenn sie sich einschließen würden, das Licht ausmachen und nicht sprechen würden für die nächsten paar Stunden!"
Gesagt, getan. Kette und riesen Schloß an der Schiebetür angebracht, Licht aus und striktes Redeverbot.. Ich zitterte vor Angst und tat kein Auge zu.. Passiert ist im Endeffekt rein gar nichts.. Es wären damals bestimmt auch keine Züge durch dieses Gebiet gefahren, wenn wirklich eine akute Lebensgefahr bestanden hätte.. Als Kind jedoch wirkte die ganze Situation jedoch sehr eindrucksvoll und beängstigend. Wir waren froh, als wir endlich in Istanbul ankamen und unseren Urlaub in Alanya verbringen konnten... Damals '89 war alanya noch ein Dorf (das erste Mal war ich 2002 wieder dort und habe lediglich den Burgberg erkannt;-) , aber dazu erst später mehr, ich will die Chronologie schließlich nicht durcheinander bringen...)
Der Urlaub war wunderschön: wir (meine Familie) wohnten im Hotel eines Freudes, die andere Familie in ihrer eigenen Wohnung. Unsere Freunde, das waren 3 türkisch Brüder. Einer führte ein Hotel, der zweite hatte ein Goldgeschät und der dritte arbeitete bei irgendeiner Behörde. So lernte ich aschon bei meinem ersten Kontakt mit der Türkei Land und Leute kennen, und fühlte mich damals schon "wie Zuhause".Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen hat mich sofort beeindruckt und ich fühlte mich niemals fremd...
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12.07.2007, 16:58
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Bin bir gece - Seite 2:
Um es abzukürzen und zur eigentlichen Geschichte zu kommen:
1990 folgte der nächste Türkeiurlaub mit der anderen Familie. Diesesmal war es Ören/Kusadasi und Istanbul. Wieder war es wunderschön und sehr eindrucksvoll. Die deutlichsten und genauesten Erinnerungen, die ich noch an das Alter von 8-9 Jahren habe, stammen aus dieser Zeit. Ich kann diese Bilder wie einen Film in meinem Kopf abrufen, weiß sogar noch genau, wo was war, welche Gerüche und Geräusche es gab usw..
Daran kann man wohl erkennen, wie doll mich dieses Land von jeher fasziniert hat.
Die Jahre danach ging die Freundschaft meiner Eltern zu der anderen Familie leider in die Brüche... Wir fuhren (nicht nur deshalb) die nächsten Urlaube hauptsächlich nach Spanien usw. Da man ab einem bestimmten Alter auch keinen Urlaub mehr mit den Eltern gut findet, fuhren sie irgendwann wieder alleine hin...
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12.07.2007, 16:59
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Bin bir gece - Seite 3:
Ich sollte erst wieder 2002, also 12 Jahre später in die Türkei fahren.
Dieses Mal (21 jährig) ging es mit meiner besten Freundin nach Alanya.. Meine Freundin war bis dato noch nie in der Türkei. Ich freute mich sehr auf Alanya, leider waren die türkischen Brüder mittlerweile verstorben..
Alanya nach so langer Zeit wieder zu sehen war ein riesen Schock! Es war nichts mehr wie es war und kaum wieder zu erkennen! Lediglich der Burgberg war noch der alte geblieben..
Der Urlaub war recht schön, aber auch extremst nervig. Da die Verkäufer damals noch Narrenfreiheit hatten und die Touristen aufs Übelste beleidigten und beschimpften, wenn diese nichts kaufen wollten. Das erste Mal in meinem Leben fiel ein kleiner Schatten auf das Bild, dass ich von der Türkei hatte. Meine Freundin war sogar so geschockt, dass sie sich schwor, niemals wieder in die Türkei zu reisen...
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12.07.2007, 17:00
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Bin bir gece - Seite 4:
Ich machte auch eine "kleine Pause" und reiste erst 2006 wieder hin. Diesmal ging es wieder mit meinen Eltern nach Incekum/Avsallar. Sie reisten seit mehreren Jahren dorthin und hatten neue gute Freunde gefunden. Eine kleine Familie mit einer Tochter. Der Mann war in Deutschland geboren und mit 13 Jahren wieder in die Türkei zurück gekehrt. In diesem Urlaub zeigte sich die Türkei wieder von seiner angenehmen Seite. Klar, die penetranten Verkäufer gab es immer noch, aber es war längst nicht mehr so schlimm wie noch vor ein paar Jahren.
Wir wohnten zwar im Hotel, aber da ich nicht der typische AI-Tourist bin, der nur im HOtel hockt und kaum einen Fuß ausserhalb des Hotels setzt, waren meine Familie und ich oft bei unseren Freunden. Ich lerne die gesante Familie kennen. Der Mann hat noch zwei Schwestern, die auch in Deutschland geboren sind, deren Mutter spricht nach über 20 Jahren Deutschland auch noch recht gut Deutsch. Diese Frau, eine sehr gläubige liebenswürdige ältere Dame, hat mich wirklich umgehauen. Sie ist wie gesagt sehr gläubig, betet viel, trägt ab und an Kopftuch und lebt auch nach dem Islam. Dennoch habe ich selten so eine lebenslustige, weltoffene und tolerante Frau kennen gelernt. Ihre Art zu erzählen, die Dinge über die sie sprach, von damals, wie es in Deutschland war, wie es heute in der Türkei ist usw. Und immer wieder dieses niedliche "grose scheise"mit dem liebenswürdigen türkisch-deutschen Akzent. Einfach herrlich. Eine der Schwestern habe ich auch kennen gelernt und sie auch gleich in mein Herz geschlossen. Sie hat einen Sohn, mit dem ich mich auch bestens verstand (er konnte jedoch nur ein paar deutsche Kraftausdrücke, der Rest der Unterhaltung lief in Englisch). Der Bruder (34) der Familie (der oben schon erwähnt wurde) ist verheiratet und hat eine 10 jährige Tochter. Sowohl Mutter, als auch Tochter waren noch nie in Deutschland und konnten demnach auch kaum ein Wort Deutsch. Aber wie das so ist, konnte man sich auch irgendwie so mit Händen und Füßen, Wörterbuch und lustigen Umschreibungen verständigen. Ich lernte von der Frau (31) türkisch Kochen und wir zeigten uns gegenseitig viele Dinge. Ich bin jetzt 26, sie ist also kaum älter als ich. Dennoch könnten unsere Lebensumstände gegensätzlicher nicht sein. Sie ist verheiratet, Hausfrau, Mutter. Ich bin Studentin und ledig, lebe in einer ganz anderen Kultur usw. Dennoch mochten und verstanden wir uns vom allerersten Augenblick an. Genauso wie mit der Kleinen (heute 11). Ich habe ihr so ziemlich alle miene alten Barbies und Co. vermacht. Ich beschäftigte mich sehr viel mit ihr: basteln, spielen, malen usw. Da ich ja Lehrerin werde, habe ich dabei für uns alle auch nie den Lerneffekt vergessen. Post-it-Zettelchen auf deutsch - türkisch waren überall im Haus zu finden und mein gutes altes Stempelset, das aus Tieren usw. bestand wurde unter dem BIldchen immer schön zweisprachig beschriftet ;-) So konnte man sich nach ein paar Tagen schon recht gut verständigen. Vor allem, wenn der Mann arbeiten war und kein "gemeinsamsprachiger Übersetzer" im Hause anwesend war, musste man sich einfach irgendwie verständigen können :smile:
Ich habe in meinem Leben selten soviel gelacht und Spaß gehabt wie an solchen Abenden. Obwohl man sich kaum verständigen und unterhalten konnte, hat man sich trotzdem gut kennen und mögen gelernt. Denn die Sprache des Herzens und des Lachens ist überall gleich ;-)
Im Hotel hatte ich noch ein junges türkisches Ehepaar kennen gelernt (auch beide Lehrer), die auch zu sehr guten Freunden geworden sind.
Leider ging der Urlaub viel zu schnell vorbei. Zum Glück gibt es aber msn, skype usw.
Nach dem Urlaub sah ich Deutshland mit ganz anderen Augen.. Das war wohl der Zeitpunkt, an dem meine (gefühlte) Heimat sich teilweise in die Türkei verlagerte.. Natürlich gibt es auch Schattenseiten in dem Land (darauf komme ich später noch), es ist einfach eine ganz andere Welt/Kultur teilweise. Aber so glücklich und geborgen wie bei meinen Freunden dort, habe ich mich in "god old Germany" noch nie gefühlt!
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12.07.2007, 17:02
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Bin bir gece - Seite 5:
Naja, kaum aus dem Urlaub zurück und noch voll im Türkeifieber lerne ich meinen Exfreund kennen, der Türke ist. Da diese Liebesgeschichte zum Glück nicht von ihm handelt nur ein paar Stichworte dazu. Beim ersten Blick hat es "zoom" gemacht. Er schien sehr modern und westlich eingestellt zu sein. Wir waren 4 Monate auf Wolke 7, bis er komisch wurde und zu mir sagte, dass er sich später eine Frau mit Kopftuch wünsche und ich di8e Wahl hätte. Entweder in ein paar Jahren in die Türkei zurück und Kopftuch aufsetzten oder...
Ich entschied mich fürs "winkewinke" und ging..
Soviel dazu. Dennoch habe ich aus der Beziehung viel gelernt. Ich war viel mit ihm unterwegs. Auf türkischen Hochzeiten und Feiern usw. Es war sehr interessant, einen kleinen (wenn zum Glück hoffentlich nicht ganz so representativen Einblick in das Leben der hier lebenden (Deutsch)-Türken zu bekommen). Es war allemal eine Erfahrung wert. Auch wenn das Ende negativ war, so war die gemeinsame Zeit sehr schön und lehrreich.
Nach dem Ende der Beziehung war ich sehr traurig. Was meiner Liebe zur Türkei jedoch keinen Abbruch tat. 2 Wochen, nachdem ich mich getrennt hatte, buchte ich meinen nächsten Türkeiurlaub :smile: Es sollte diesmal zu meinen Freunden nach Hause gehen. Meine Eltern würden schon eine Woche vorher dort sein und ich würde nachkommen...
Außerdem besuchte ich einen Türkischkurs bei der VHS, um mich schon ein bißchen besser verständigen zu können.
So, und nun beginnt meine eigentliche bin bir gece.
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Geändert von Lady Yumus (12.07.2007 um 17:10 Uhr).
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13.07.2007, 08:45
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Gut, ich mach es mir derweilen gemütlich u. warte... 
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13.07.2007, 09:18
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
mehr davon...ich kann es nicht erwarten...

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13.07.2007, 09:22
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
och neee sie ist offline?
das gibt es doch nicht....
:sad: :sad: :sad:
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13.07.2007, 09:24
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
na ich bin auch gespannt auf die fortsetzung.. bis dahin :  : warmhalten! :D
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Lieber TT-Member geheiligt werden deine Beiträge. Einen täglichen Beitrage gib uns heute und vergib mir meine !!!-Zeichen, denn auch ich vergebe dir deine Rechtschreibfehler.
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13.07.2007, 10:35
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AW: Meine Geschichte wie aus 1001 Nacht (bin bir gece)
Zitat:
Zitat von Leyla81
och neee sie ist offline?
das gibt es doch nicht....
:sad: :sad: :sad:
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Sie hat ja auch gestern am frühen Abend gepostet - so manch einer kann eben nicht 24 Stunden on sein... 
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