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16.08.2007, 08:54
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Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
Da ich sowieso den Kopf voller Gedanken hab, und das mit dem Abstand nicht klappt... Möchte ich euch gerne meine GEschichte erzählen, zumindest mal "wie alles begann"...
Mit süssen 15 Jahren war ich mit meinem Vater (meine Eltern sind geschieden, und mein Vater und ich hatten eingeführt 1 x im Jahr alleine zu verreisen) im Urlaub... Wir wussten lange nicht wohin es gehen soll, haben dann verschiedene Angebote erhalten und mein Vater hat mich zur Türkei überredet. Ja, überredet. Ich muss sagen dass ich in diesen jungen Jahren Freunde hatte, ein Fanclub eines Fussballvereins, und das ganze war schon ziemlich weit rechts, fast schon zu rechts... Auf alle Fälle hatte ich so gar keine Lust auf diesen Urlaub, weil es eben Türkei war.
In der Türkei angekommen sah es dann etwas anders aus. Naja, ehrlich gesagt waren meine Gedanken eher "suuuper-schönes Hotel"! Vom Land wollte ich nichts wissen.  Also, eine wirklich tolle Hotelanlage, und ich lernte schnell zwei Mädels in meinem Alter kennen. Wir hatten total viel Spass. Anfangs haben wir noch im Teenie-Klub mitgemacht (Gott, wenn ich das so lese!), aber das wurde uns zu blöd. Wir waren nicht im Urlaub um uns zu besaufen und Spielchen zu spielen, wir wollten einfach nur relaxen, quatschen, die Sonne geniessen... Mein Vater war sportlich sehr aktiv, und so hatte ich sehr viel Freiraum, hatte sogar eine "erwachsenen Karte" für Drinks, da mein Vater wusste dass ich es nicht ausnutze... Auf jeden Fall bestellte ich mir dann am 2. Abend einen Drink, der Barkeeper fragte ohne mich anzusehen "was möchten Sie trinken" und ich antwortete darauf "ein Gummibärchen". So sagen wir in der Schweiz zu Wodka-Redbull... Ich dachte mir auch nix. Aber der Barkeeper verstand nur Bahnhof, drehte sich um und fragte "wwwwwaaaas? Bääääärchen". Ich fand ihn doof, richtig doof. Eigentlich. Als ich ihm dann antworten wollte dass das Wodka-Redbull sei, sah ich jedoch in seine Augen und konnte erstmal gar nix sagen. Ein absoluter Traummann, ich kippte fast um, da war so ein Kribbeln. Meiiii, war der schön. Ich konnte mich dann fassen und erklärte ihm, was ich eigentlich wollte. Als er mir den Drink dann hinstellte lächelte er mich irgendwie so hmmm, süss, an.
Am nächsten Tag kam eines meiner Mädels und meinte zu mir "wow, hier gibt es voll den geilen Barkeeper". Sie hatte ihn Abends gesehen, als sie gerade eine verbotene Abkürzung nehmen wollte und er sie mit einem netten "psschhhhhht" aufhielt. Abends meinte ich dann zu ihr sie solle ihn mir mal zeigen... Und da war ER wieder. Off... Ich schaute ihn an und grummelte vor mich hin "sorry, aber der gehört mir". Meine zwei Freundinnen waren total überrascht, und ich auch, weil sowas aus meinem Munde kam. Wir verbrachten nun den Rest des Abends am Pool, und ich hoffte nur - bitte bitte sprich mich an... War mir auch klar dass es nicht gut gehen konnte, aber die Magie liess nicht locker. Aber nix geschah... Am 4. Tag das selbe Theater... Und wieder geschah nix, er kam einfach nicht, ausser uns Drinks zu bringen. Oh, ich fühle mich gerade total zurück versetzt...  Eine meiner Freundinnen ging schlafen, und wir sassen nur noch zu Zweit da. Als wir uns auch langsam auf den Weg machen wollten, kam ER endlich auf uns zu. ENDLIIIICH. Mein Herz jubelte (oder die Hormone), aber auch nur kurz. Er brachte einen Kollegen mit, meinte; Hallo Zusammen. Das ist der Ö., er kann leider nicht so gut Deutsch, aber er würde sich gerne mal mit dir treffen. Er findet dich toll. Wir mussten dann erstmal nachfragen WEN er denn toll findet, es war meine Freundin. Wir baten um Bedenkzeit. Und meine Freundin streikte, und ich stritt mich mit ihr, bitteeee lass uns hingehen und so weiter... Zum Schluss machte ich dann den Deal dass sie mitkommen musste, ihm sagte ich sie käme nur wenn ich auch dabei sei und er könne ja auch kommen...
ähm jaaa... ihr merkt schon, eine typische Askim-Geschichte.  Aber es ging weiter...
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16.08.2007, 08:59
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
ja, klingt wirklich erst mal wie die übliche Askimgeschichte, aber das ist es ja nicht, darum biiiiiiiiiiiiiiite weiter
eiyyyyyy, jetzt wollte ich doch Popcorn, aber der Smiley ist weg
na ja ist vielleicht noch ein bischen früh dafür 
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16.08.2007, 09:02
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
mein kaffee ist fertig und ich bin bereit für mehr... her damit...
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16.08.2007, 09:14
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
Am nächsten Tag trafen wir Mädels uns um 12.30, um 13.00 Uhr waren wir verabredet... Und die zwei wollten nicht mehr. Es war der Tag ihrer Abreise und sie hatten auch gar keine Lust darauf, irgendwen kennen zu lernen... Aber ich wollte unbedingt dahin, und bat sie wenigstens mitzukommen und abzusagen... Das taten sie dann auch. Ö. wartete schon, aber vom tollen S. war weit und breit keine Spur... Ö. konnte wirklich kein Deutsch ausser "Hallo" und "was möchten Sie trinken", also schwiegen wir uns an. S. kam nach ca. 10 Minuten. Also erklärten meine Mädels dass sie keine Lust hatten zu kommen, und machten kehrt. Ich blieb noch stehen. Und hoffte.  S. jedoch meinte nur, na gut, dann gehen wir jetzt und sehen uns heute Abend... Also ging auch ich... Aber nach einem Meter drehten wir uns irgendwie beide um, lächelten und er meinte dann "na, also wenn du Lust hast gehen wir etwas trinken". Hatte mein wie ich damals fand, sexy schwarzes Kleidchen, also doch geholfen.  Wir gingen nach Titreyengöl und suchten uns ein schattiges Plätzchen, tranken etwas und plauderten gut 2 Stunden lang... Einfach über alles, die Familie und das Leben. Es war total entspannt. Irgendwann kam die Frage nach dem Alter, und ich wusste, wenn ich jetzt sage 15, dann sitz ich heute zum letzten Mal alleine mit ihm hier. Also sagte ich ihm ich sei 17... er war (angeblich) 21. Wir verabredeten uns erneut, für den Abend... Um 01.00 Uhr hatte er Feierabend, wir trafen uns vor dem Hotel, schlenderten wieder nach Titreyengöl, tranken ein Bier - er zumindest, mich konnte er nicht beschwatzen - und irgendwie war es ein bisschen romantisch.... Irgendwann kam dann seine Aussage "ich will es nicht, weil es mich traurig macht, aber ich hab mich in dich verliebt". Ja klaaaarrrr, nach 2 Stunden reden ist man verliebt, logo... So sagte ich ihm das dann auch. So ungefähr "hör zu, du musst mir nichts vorspielen. Ich will keine Liebe und kein Sex, lass uns einfach ein paar schöne Tage verbringen". Er war geschockt, er spielte den Verletzten... Von wegen echte Gefühle und so... Also redete er gut 1 Stunde wenig bis gar nichts. Wir beschlossen dann aufzubrechen. Und vor dem Hotel setzten wir uns, das heisst er sagte "bye, einen schönen Abend noch", und ich setzte mich zu ihm... Ich war schon fast dahingeschmolzen, diese Augen, diese Lippen... Ich hoffte auf einen Kuss, aber von ihm kam nichts... Also versuchte ich mein Glück nochmals. Von wegen dass ich wisse dass ich nicht nett war, aber ich sei wenigstens ehrlich, und vor allem sicher nicht die einzige Touristin in seinem Leben. Aber das sei okay, und er solle doch froh sein dass er sich mal nicht so viel Mühe geben muss... Und juhu, da war er, der erste Kuss... Wir sassen auf der Bank einer Bushaltestelle, es roch nach Pinienwald... Und er küsste mich... Wir küssten uns gut eine Stunde lang... Und ich wusste nicht mehr wie mir geschah. Es wurde Zeit ins Hotel zurück zu gehen, und das tat ich auch. Wir verabredeten uns für den nächsten Abend...
Ich weiss noch wie ich dann zurück in mein Zimmer kam. Ich nahm die Abkürzung über die Wiese, schwankte wie betrunken hin und her und musste mich einfach mal hinsetzen, und schreien vor Glück. Ich bin nachts um drei im Hotel gesessen, und habe geschrien vor Glück auf dieser Wiese... Der zweite Abend mit ihm verlief genauso.
Am nächsten Abend sah ich ihn mit einer hübschen Blonden am Pool reden (wie sich herausstellte damals eine "aktuelle", der er abgesagt hat), und ich wusste dass es richtig war, meine Gefühle für mich zu behalten, es einfach zu geniessen und Morgen nach Hause zu fliegen...
Wir trafen uns wieder, ja, es war schon der letzte Abend... Er wollte mir noch etwas von der Türkei zeigen, Side oder sonstwas. Aber das Land interessierte mich nach wie vor gar nicht... Nur noch ER. Wir genossen die letzten Stunden, redeten, knutschten... Und dann hat er mehr versucht. Ich habe ihn sanft aber bestimmt zurückgewiesen - ob er denke dass ich mich einfach an jeden verschenke, dass ich ihm klar gesagt habe was ich wolle und was nicht... Es tat ihm Leid, ich glaube es hat einen gewissen Eindruck hinterlassen. Ich wusste das sich Mogen nach Hause muss, und ob ich wollte oder nicht, ich war traurig. Ich genoss die Zeit mit ihm, hatte mich in seinem Geruch verfangen, in seine Augen verliebt, seine Lippen hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen. Wir umarmten uns ein letztes Mal, und irgendetwas tat da weh... Sehr weh, da wo das Herz ist. Als wir uns umarmten sagte er mir etwas auf Türkisch ins Ohr... Ich habe es mir gemerkt und aufgeschrieben, so ungefähr, aber entziffern konnte ich es erst Monate später. Es waren die Worte "sen baskasin" (du bist anders).
Ich flog am nächsten Tag nach Hause... Zuhause angekommen, bekam ich Briefe in denen stand, dass er mich nie vergessen werde, es etwas besonderes war, er mich liebe und so weiter... Jeden Tag SMS, angerufen hat er mich... Aber mir war sowas von klar dass er ein ASKIM ist, einer wie ich viele gesehen hatte im Hotel (woanders war ich nicht, aber nett angemacht wurde ich doch dauernd)... Um mein Herz zu schützen, und mich wieder der Realität zuzuwenden, brach ich den Kontakt ab. Er liess erst locker als ich ihm schrieb dass ich einen Freund hätte, was natürlich nicht so war... Aber danach war Ruhe, und ich wusste dass es gut so war, das Kapitel S. hatte ein Ende gefunden, dachte ich.
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16.08.2007, 09:29
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
Wir hatten dann noch manchmal Kontakt, so ungefähr einmal im Monat, manchmal auch weniger... Einfach mal die nette Nachfrage, wie es geht und was man tut. Natürlich kamen wieder nette Askim-SMSen, so a la "ich werde dich nie vergessen".
Für mich jedoch war das Ganze vergessen, ich lebte wieder im hier und jetzt... Bis... Ungefähr ein halbes Jahr später, da habe ich angefangen von ihm zu träumen. Nicht einmal, nein, nächtelang, immer der selbe Traum. Ein absurder Traum. Ich träumte dass ich mit meinem Vater einen Drink an der Beachbar geholt habe, dabei etwas mitlaufen lassen habe, mein Vater es gemerkt hat und ich es an der Poolbar zurückgeben musste. Die erste Nacht bin ich aufgewacht, weil ich so "Angst" davor hatte, S. da zu sehen. Die zweite Nacht habe ich mich hinter einer Säule versteckt und ihn beobachtet, die dritte Nacht ging ich auf ihn zu, und erwachte als er vor mir stand. Und so weiter... Ich begann wieder an ihn zu denken, nicht nur manchmal, pausenlos! Ich nahm wieder Konktakt mit ihm auf, schrieb ihm dass ich wohl wieder in die Türkei kommen würde... Ich wusste nach wie vor dass er ein Askim ist, aber es ging nicht anders, ich wollte nichts mehr, als ihn sehen. Und ich wollte, dass er der erste Mann ist, mit dem ich schlafe. Fragt mich nicht wieso... aber es ging nicht anders, die Gedanken waren einfach da, und ich wollte nichts mehr, als bei ihm zu sein. Und so redete ich mit meinem Vater, der sich gerne überreden liess. Er hatte damals im Urlaub eine Deutsche kennen gelernt, und war noch mit ihr zusammen. Also wieder Türkei, aber dieses Mal ein anderes Hotel. Ich informierte ihn über mein Kommen, wir waren spät in der Nacht da, und wir verabredeten, uns am nächsten Tag zu treffen. Wie ich heute weiss musste ER erstmal mein Foto suchen, damit er mich wiedererkannt hat.
Wir kamen also im Hotel an, alles war sehr chaotisch, und ich konnte sowieso nicht schlafen, ich war sowas von nervös... Am Sonntag, dem ersten Urlaubstag, hätte ich noch Frühstücken sollen. Aber es dauerte nur noch eine Stunde, bis ich ihn wiedersah, und ich brachte keinen Bissen runter. Rein gar nichts. Ich war nur panisch, total neben den Schuhen. Mein Vater meinte schon im Urlaub vorher dass S. ganz anständig sei und es okay sei, er habe keine Angst um mich und ich wisse ja was ich tue... Also zog ich dann auch Sonntags alleine los... Vor das Hotel. Und da stand er schon. Er sah noch genauso aus wie auf dem EINEN Foto, dass ich von ihm hatte - einfach nur WOW... Ich wusste nicht wie mir geschah, gerne hätte ich umgedreht, gerne geweint, gerne wieder geschrien vor Glück. Alles zur gleichen Zeit...
Wir begrüssten uns mit Küsschen links-rechts... Ich wollte dass er erstmal meinen Vater begrüsst, was ihm nicht ganz angenehm war.
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16.08.2007, 09:52
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
mega mega mega
wiiiiiiiiiiter esoooooo
BACI
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16.08.2007, 09:57
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
.......laß uns nicht so lange warten..... 
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16.08.2007, 10:01
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
Lechz, wie schön...
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Der Verstand und die Fähigkeit, ihn zu gebrauchen, sind zwei verschiedene Gaben. >Franz Grillparzer<
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16.08.2007, 10:04
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
sorry, ich glaube das wird ein bisschen lange...
Wir fuhren also los, beschlossen nach Titreyengöl zu fahren, da wo alles "begann". Unterwegs machten wir einne Stopp im Personalhaus, er musste irgendetwas holen und ich wartete im Auto. Und da lag sein Handy. Ich wollte wissen woran ich bin, dass mein Herz schon involviert war wusste ich, aber ich wollte wissen wie weit ich gehen konnte. Also nahm ich es, und schaute mir seine SMSen an. Und da war was ich erwartete... Ich weiss sogar noch wie die Damen hiessen; Kati, Ulli und Teresa. Und alle liebten ihn so sehr, schrieben ihm was sie den ganzen Tag lang taten und vermissten ihn, und er sie wohl auch... Ein Schock war es nicht, aber wütend war ich doch. Wütend auf mich, weil ich nochmals hergekommen war. Als er ins Auto zurückkam, tat ich als wäre nichts. Aber natürlich merkte er dass etwas nicht stimmt, und fragte nach. Ich knallte ihm einen Brief hin. Einen Brief in dem ich schrieb dass ich nur noch an ihn denke, dass das mit dem Freund nicht wahr war, dass ich versucht habe ihn zu vergessen, es aber nicht ging... Er las ihn und meinte nur, ich liebe dich auch, du bist mein Ein und Alles. Haha! Da bin ich wirklich ausgerastet... Habe ihn angeschrien, habe geweint, habe ihm gesagt dass ich gut auf mein Herz aufpassen werde, und dass ich es eigentlich wusste, aber doch hier war, weil ich nicht anders konnte. Dass er doch nur sei wie alle anderen... Ja, er gab es zu. Er sagte mir dass er es mit keiner ernst gemeint hat bis jetzt, und es einfach genossen hat mit den Frauen, dass es ein Spass war, dass es nicht um Liebe, Geld oder sonstwas gehe... Dass er einmal geliebt hat, als er neu im Tourismus war, aber dass er verlassen wurde, und seither das tut was die Frauen auch tun, Spass haben. Dass wir alle nur herkommen um Spass zu haben, nach zwei Tagen mit den Männern im Bett liegen, schlechte Frauen seien und dass er nicht wisse wo seine Schulde liege, dass diese Frauen ihn genauso wenig lieben wie er sie. Und Teresa war die hübsche Blonde, der er vor einem Jahr abgesagt hat wegen mir. Sie war noch dreimal da in der Zwischenzeit. Ich wusste nicht mehr was sagen. Erstmal taten SIE mir Leid, ich versuchte ihm zu erklären dass es denen vielleicht gehe wie mir, und dass sie Gefühle für ihn hatten, dass nicht alle schlecht sind weil eine schlecht ist... Dass er erkennen soll was er tut, auch wenn er keiner die grosse Treue verspricht. Dass Menschen Gefühle haben. Er sagte mir auch, dass er nicht wisse ob das mit uns anders sei. Und ich? Ich konnte trotz allem nicht gehen. Ich war für ihn hierher gekommen, also wollte ich auch Zeit mit ihm verbringen. Sehen was mein Herz dazu meint, weil das zum Ende doch wieder gewinnt. Ich sagte ihm das auch, und dass ich jetzt noch besser auf mich aufpassen werde... Und so verbrachten wir doch wieder schöne Tage zusammen, natürlich immer mit diesen Gedanken, und er versteckte auch nichts. Wenn eine schrieb, gab er mir sein Handy, schrieb manchmal sogar zurück. Er sah nicht wie weh es mir tat.
An einem der letzten Abende holte er mich von HOtel ab, und fuhr einfach los. Ich wusste nicht wohin und warum. Er sagte es mir auch nicht. Da standen wir vor einem Wohnhaus, mitten in einer Hintergasse in Manavgat und er sagte "wir besuchen jetzt meine Familie". Seine Verwandten aus Gaziantep waren zu besuch, er musste hin, hatte sich aber auch mit mir verabredet - also nahm er mich mit. Da stand ich dann, vor Anne und Co., erstmal wurde er ausgefragt und ein wenig beschimpft, dann wurde ich begutachtet... Und ich wurde wohl irgendwie gemocht.  Alle waren super herzlich zu mir, es war der Wahnsinn. Ich verstand kein Wort und sass einfach da, überall her das "Masallah" und ich sass einfach und staunte... Über die Herzlichkeit, über das Verhalten, über die Sitten... Später gingen wir mit seinem Cousin und dessen jungen Frau Ayse noch etwas trinken am Meer. Ayse war total begeistert von meinen blauen Augen, und Ender, sein Cousin, machte S. mal Dampf, das verstand ich. Dass er ihm sagte er solle aufhören zu spielen, wenn jemand wie ich neben ihm sässe und ihn wolle, erzählte er mir erst später. Ayse und Ender sah ich überigens vor zwei Jahren in Gaziantep wieder.  Ich habe ganz vergessen euch Zeitangaben zu machen. Der erste Urlaub war im Oktober 2001, das wo wir jetzt sind im Oktober 2002.
Abends erzählte ich meinem Vater davon, und er war schon sehr überrascht, dass S. mich zu seiner Familie mitnahm...
Der letzte Abend stand an... Wir verbrachten ihn wie sonst auch zusammen, aber etwas war das anders. Er war anders, und ich wollte mich am liebsten in ihm verkriechen... Ich wollte einfach nur bei ihm sein und seine Nähe spüren. Und es kam auch das, was kommen musste, das was ich mir gewünscht hatte. Es war schön. Beim Abschied sagte mir S., dass er da andere Gefühle habe für mich, und dass er glaube, dass auch ich ihn nicht einfach als Spass ansah. Aber dass er nicht wisse, ob er es schaffe, sein LEben umzukrempeln, dass er nicht wisse ob er es schaffe, in einem Monat immer noch so zu denken. Ich dankte ihm für seine Ehrlichkeit, und sagte ihm auch dass ich nicht wisse, wie viel ich ertragen kann... Und ich ging, und dieses Mal sagte ich ihm, dass ich mich in ihn verliebt habe, und ich weinte.
Am nächsten Tag fuhr unser Bus. Er war nicht da, wir hatten uns auch nicht verabredet... Es war ein schlimmes Gefühl. Ich sass schon im Bus, der Motor sprang an, und schaute aus dem Fenster. und da kam er um die Ecke gerannt, winkte und schrie, und wir fuhren davon...
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Geändert von Dine (16.08.2007 um 10:07 Uhr).
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16.08.2007, 10:19
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AW: Meine Geschichte - wie ich zu meiner grossen Liebe kam
Zuhause litt ich erstmal ein paar Tage lang, ich vermisste ihn so sehr... Aber ich machte mir auch klar was er mir alles gesagt hatte, und was er getan hat. Aber man ist junge 16, und man glaubt an die Liebe, und ich habe auf mein Herz gehört...
Das erste was ich tat, war mich von meinen falschen Freunden zu verabschieden. Ich konnte nach den tollen Erlebnissen in diesem Land, nicht mehr mit Menschen zusammen sein, die immer mehr in die rechte Szene abrutschten. Inzwischen war sogar schon ein Skinhead bei uns in der Truppe, und ich wusste dass ich gehen musste. Ich wusste auch, dass S. mir unwissentlich den richtigen Weg gezeigt hatte.
Wir waren nun sowas wie zusammen, für mich war er die grosse Liebe, ich wusste aber dass ich für ihn noch nicht mehr als eine von vielen war... Das tat weh, aber irgendwie wollte ich doch weitermachen. und das tat ich. Wir hatten dauernd Kontakt, ich rief ihn jeden zweiten Abend an, ungefähr. Anfangs nur einmal die Woche, es wurde aber immer mehr. Er erzählte mir von sich, erzählte von seinem Leben, von seiner Person und wie er dazu geworden ist. Er hat auch viel geweint am Telefon, hat mir gesagt ich solle gehen, aufhören ihn zu lieben, er täte mir nur weh. Hat sich gewünscht ich wäre nicht nochmals gekommen, hat sich gewünscht er wäre etwas Besseres, würde mir nicht so weh tun... Ja, es war wirklich schwierig. Ich würde das auch nicht nochmals machen. Manchmal war sein Handy wieder drei Tage aus, und ich wusste; jetzt ist wer anders da. Auch wenn er das nie zugegeben hat. Eines Abends beschloss ich, ihn zu testen. Das war im November... Eine Freundin schrieb ihm als eine andere, und zurück kam was man erwartete "ich vermisse dich auch, denke an dich. Askim birtanem". Ich rief ihn an, und wünschte ihm ein schönes Leben. Und er schämte sich in Grund und Boden. Ich glaube da verstand er zum ersten Mal etwas. Erst versuchte er die Schuld auf mich zu schieben, von wegen ich hätte ihn getestet.
Aber es änderte sich zum ersten Mal etwas; er legte sich eine neue Handynummer zu, und gab diese nicht mehr weiter. Er erzählte mir Wochen später, dass eine der Frauen im Hotel angerufen habe, und kommen werde. Er sagte mir auch dass ich ihn in dieser Zeit von Morgens bis Abends anrufen soll wenn ich wolle, dass nichts laufen werde... Er erzählte das alles von sich aus... Und ich war mehr als überrascht. Er erzählte mir, dass er eines Morgens aufgewacht ist, und sich selbst nicht mehr anschauen konnte im Spiegel, dass er bereit sei sein Leben zu ändern, aber dass ich ihm dabei helfen muss. Und ja, das war ich. Ich wusste dass noch ein bisschen mehr gelitten werden muss, aber ich wusste dass es sich nun lohnt.
Im April 2003 flog ich das nächste Mal hin, dieses Mal mit meiner Mama. Wir redeten wieder viel, weil das nach wie vor nötig war, und vertrauen konnte ich ihm auch nicht so ganz... Aber es waren gute Gespräche, und es waren wunderschöne Tage. Wir besuchten auch wieder seine Familie. Und er lernte meine Mutter kennen, was ein sehr beeindruckender Moment war. Meine Mutter ist im Rollstuhl, und viele Menschen habe Mühe, ihr richtig zu begegnen, sie einfach wie eine volle Person zu nehmen und zu behandeln. Als S. sie zum ersten Mal sah, hat er danach die Welt nicht mehr verstanden. Wie Gott sowas tun könne, wer sowas verdient habe. Und Abends betrank er sich zusammen mit ihr, mit Raki. Seither ist meine Mama seine Rakimami, und die zwei wurden ein Herz und eine Seele. Er nimmt sie genauso wie es sein soll, als normalen Mensch, und die zwei Lachen und Scherzen zusammen, wie sie es sonst selten mit jemandem kann. Das war für mich sehr bewegend...
Wir stellten in diesem Urlaub auch fest, wie alt wir wirklich sind. Ich 16, er 26. Wir waren beide geschockt, aber es war eh schon zu spät... Die Gefühle waren zu tief um zu sagen "let it be".
Nach dieser Woche flog ich für 3 Monate nach Australien. Ich erlebte da eine tolle Zeit, es war nur schwierig, Kontakt mit ihm zu halten wegen der Zeitverschiebung. und ich wusste nicht was er tat... Ob er stark genug war, oder seine guten Vorsätze wieder vergisst.
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